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Wenn BigBlueButton auf iPads nicht funktioniert, kann das verschiedene Gründe haben. Prüfe zunächst, ob die Internetverbindung stabil ist und eine ausreichende Leistung hat und nutze bestenfalls LAN-Kabel, anstatt WLAN. Das Tablet / iPad hat keinen LAN-Kabel-Anschluss? Auch dafür gibt es einen Trick, siehe im Blogartikel “Funkstille“.

Tritt das Problem bei vielen oder sogar allen Konferenz-Teilnehmern auf, sollte der Anbieter / Hoster von BigBlueButton gebeten werden, zu überprüfen ob

  • die jüngstige BBB sowie jüngster Server (Linux?)-Version,
  • sowie HTTPS und HTML5 auf dem Server eingerichtet, sowie
  • ob die Hardware ausreichend hoch ausgestattet ist (RAM, CPU-Kerne).

Gibt es in einer Schule, mit mehreren datenschutzkonformen, browserbasiserten Online-Konferenz-Tools (Jitsi, BigBlueButton) Performance-Probleme, liegt es ganz sicher an den verfügbaren Datenleitungen oder Sicherheitseinstellungen serverseitig. Lies dazu den Artikel “Glasfaser aber …”

Hier nun ein paar Tipps bezüglich BigBlueButton-Problemen auf iPads (auf Windows-bezogene Probleme siehe älterer Beitrag):

Teilnehmer kann das Mikrofon nicht nutzen, ist nicht zu hören?

Jeder Teilnehmer, auch alle SchülerInnen, müssen anfangs der Konferenz mit Mikrofon beitreten UND den Echotest machen!

Wird den SuS vorher gesagt, sie sollen sich ohne Mikro zuschalten, haben sie anschließend in BBB nicht die Möglichkeit, das Mikro händisch zu aktivieren. Am unteren Bildschirmrand fehlt dann das Symbol dafür!

Icons & Funktionen mit sowie ohne Mikrofon-Einwahl & Echotest:

BigBlueButton – beim richtigen Einwählen mit Mikrofon und Echotest gibt es unten 3 Icons mit Funktionen.

BigBlueButton – beim Einwählen wurde auf Mikrofon und Echotest verzichtet. Entsprechend gibt es nur zwei Icons.


Deshalb: JEDER loggt sich unbedingt mit Mikro ein und macht den Echotest!

Die Lehrkraft hat vorher sowie während der Konferenz die Möglichkeit, alle TN stumm zu schalten (vorher in den Raumeinstellungen; währenddessen hinterm Zahnrad-Symbol links über der Teilnehmerliste). Jeder Teilnahmer kann sich natürlich auch jederzeit selbst stumm schalten.


Apple Safari wird als Browser genutzt.

Dieser Browser funktioniert nicht > nutze die aktuellste Version von Google Chrome. Diese jüngste Version ist vom 23.11.2020 siehe Download-Link: https://apps.apple.com/de/app/google-chrome/id535886823 NEU darin: Mit iOS 14 kann Chrome jetzt als Standardbrowser festgelegt werden. Folge dazu der Anleitung in der App oder gehe zu den Einstellungen von Google Chrome.

Das iPad (oder auch Windows) lässt nicht zu, dass #Chrome genutzt wird?

  • Überprüfe die Bildschirm-Freigabe-Berechtigungen in den Systemeinstellungen. Gehe dazu in die Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen, dort in Datenschutz > hier Änderungen für Mikrofon, Webcam und Bildschirmaufzeichnung durchführen (> zulassen).
  • Überprüfe ggf auch die Sicherheits- bzw. Datenschutzeinstellungen im Webbrowser hier in Chrome! Ist dem Browser ggf nicht erlaubt, auf Mikro und Kamera zuzugreifen? Siehe Schloss-Icon links oben direkt neben der Webadresse – dort ggf. erlauben!

Fehler 1020 oder 1007 wird angezeigt?

Diese Fehlermeldung weist darauf hin, dass die lokale Netzwerkumgebung oder die Firewall des Endgerätes zu restriktiv ist und nicht alle Videoströme durchlässt. Bitte die eigenen Systemeinstellungen dahingehend prüfen! Insbesondere an Endgeräten von Schulen könnten diese Sicherheitsmaßnahmen zu restriktiv eingestellt sein!
Es kann sich aber auch um fehlerhafte Proxy- oder VPN-Verbindungs-Einstellungen handeln, welche die Audio- und Video-Verbindung blockieren können. Bitte deaktivieren Sie entsprechende Einstellungen am Server und/oder am Endgerät im Betriebssystem – das geht auch während der Konferenz.

Teilnehmer kann nichts hören oder sehen?

  • Wurde die richtige Ton- und Bildquelle ausgewählt? Gibt es am Endgerät möglicherweise zwei Audiogeräte? Zum Beispiel eingebaute Lautsprecher (i.d.R. bei Tablets u. Notebooks)? Und zudem wird ggf. ein Headset genutzt? Für die Online-Konferenz muss das RICHTIGE Gerät zur Nutzung freigeben worden sein.
    • Überprüfe das während des Einwählens mit Echotests oder …
    • im Nachgang im Webbrowser (oben links erneut auf das Schloss-Icon klicken)
  • Wird ein Notebook oder ein externes Headset genutzt? Manche Headsets und Notebooks haben zusätzlich einen eigenen Stummschalter, der an- oder ausgeschaltet sein kann.

Bildschirmfreigabe u/o Spiegeln auf iOS geht nicht?

Manchmal ist es dem Moderator bei BigBlueButton nicht möglich, den Bildschirm von iPads und Android-Geräten freizugeben und somit zu teilen. Möglicherweise löst ein Update des Chrome-Browser das Problem (siehe oben), wenn nicht, kann das Installieren einer Bildschirm-Teilen-APP helfen.

LetsView ist zum Beispiel eine kostenlose Bildschirmspiegelungs-Anwendung, die mit multiplen Plattformen und Smart Geräten kompatibel ist. Es ist ein praktisches, kabelloses Bildschirm-Werkzeug zum Unterrichten, für Firmen und zur Unterhaltung, mit dem können Sie Android & iOS effizient Bildschirme auf den PC oder Mac spiegeln. Link zum Download für IOS

Nach der Installation muss das Spiegeln am Endgerät erlaubt werden und danach dieses “Gerät” in BigBlueButton (klicke dazu ggf. im Browser auf das Schloss-Icon oben links in der Adresszeile).

Dieses Problem gibt es auf dem MAC?

Im Browser muss die Bildschirmaufzeichnung erlaubt werden!

Haben Sie irgendwann mal einer Website verboten, ist das im Browser noch so gespeichert. Diese Berechtigung muss in den Systemeinstellungen wieder zugelassen werden. Gehe dafür auf die MacOS Systemeinstellungen -> Sicherheit -> Datenschutz -> Bildschirmaufnahmen. Sie müssen jetzt auf das Schloss links unten klicken, dann das MacOS Passwort eingeben, und nun den Haken vor dem jeweiliger Browser (hier: Chrome) setzen.

Schleswig-Holsteiner Schulen können ab sofort das Learning-Management-Systems “ItsLearning” inklusive Beratungsleistungen sowie ein Online-Konferenz-System nutzen. Außerdem ist die kurzfristige technische Ausstattung über das Sofortprogramm des DigitalPakts möglich, und: das Weiterbildungs-Angebot für Lehrkräfte wird erweitert.


Die folgenden Informationen stammen teilweise von der Pressekonferenz der Bildungsministerin Karin Prien am 5.8.; weitere aus Insider-Quellen.

Innovationsschub in der digitalen Bildung

Karin Prien berichtete unter Anderem, dass die Corona-Pandemie zu einem gewaltigen Innovationsschub in der digitalen Bildung führte, die das Ministerium mit allen Mitteln weiter verfolgen wird. Zum Beispiel stellt es ab sofort allen Schulen ein einheitliches Lernmanagementsystem (kurz: LMS) zur Verfügung.

Die Wahl fiel auf ItsLearning, welches das Schulportal von SH (betrieben von Dataport, basierend auf dem System von Univention, bekannt als UCS) ergänzen wird.


ItsLearning ist eine kommerzielle, webbasierte Lern- und Community-Plattform, welche 1999 von Studenten des Bergen University College in Norwegen gegründet wurde und heute weltweit vertreten ist. Die deutsche Niederlassung ist in Berlin. ItsLearning wurde als bestes Produkt in der Kategorie Lehr- und Lern-Management-Systeme mit der Comenius-EduMedia-Medaille 2013 ausgezeichnet.

Im Dezember 2019 wurde ItsLearning von der Sanoma Group übernommen, einem führenden europäischen Lern- und Medienunternehmen mit Hauptsitz in Helsinki, Finnland. ItsLearning ist jedoch ein eigenständiges Unternehmen innerhalb des Konzerns, das 2019 einen Nettoumsatz von 913 Mio. EUR erzielte und 4.000 Fachkräfte beschäftigt.


In Schleswig-Holstein zeigten 415 Schulen (circa 50% der Schulen) Interesse an dem LMS.

Ob diese es tatsächlich nutzen werden oder sich für ein anderes LMS entscheiden, bleibt diesen überlassen.

Einen Antrag können und müssen Schleswig-Holsteiner Schulen ggf.  hier stellen: https://mbforms.schleswig-holstein.de/?view=lmstermin

Später nutzbare ItsLearning-Startseite: https://sh.itslearning.com/


Für die Einführung von ItsLearning werden jetzt die Fortbildungs-Angebote beim IQSH erweitert (siehe FORMIX, suche dort nach ItsLearning). 100 Schulen pro Woche sollen an das LMS angeschlossen werden können. Natürlich sollen auch Fortbildungs- und Beratungsangebote von Lehrkräften dazu genutzt werden können und werden entsprechend ausgebaut. Die Kosten dafür trägt das Land, wobei die Mittel dafür vermutlich teilweise aus dem DigitalPakt des Bundes stammen (Annahme der Redaktion*).

Nachtrag vom 20.8.: Laut Pressemitteilung des BIMI vom 19.8. stimmt die #Annahme der Redaktion. Darin steht folgendes:

“Die Kosten für das LMS werden vom Land und vom Bund Schleswig-Holstein aus den Mitteln des DigitalPaktes Schule getragen.”


Gegenstände der Förderung der DigitalPakt-Vereinbarung in der Vergaberichtlinie von SH gestrichen.

Laut der Verwaltungsvereinbarung vom #DigitalPakt Ziffer 3.1.3 und 3.2. sowie 3.4 können auch Lehr-Lern-Infrastrukturen, z.B. #Lernportale sowie Beratungsleistungen daraus finanziert werden.

Aber: in der Vergabe-Richtlinie von SH ist das nicht wiederzufinden.

Laut Auskunft der Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke war im Vorwege bereits vorgesehen gewesen, dass finanzielle Mittel für Lehr-Lern-Management-Systeme, Lernportale, etc sowie Beratungsleistungen aus dem DigitalPakt nur vom Land genutzt werden sollen.

Im Umkehrschluss haben dadurch weder Schulen noch Schulträger diese, vom Bund vorgesehene, Möglichkeit und müssen Beratungsleistungen und Lernportale / Lern-Management-Systeme selbst finanzieren – sofern es sich nicht um das einheitliche System des Landes handelt. Anders ist das z.B. in Bremen (siehe pdf)und Hamburg (siehe pdf) – dort können sehr wohl Lehr-Lern-Infrastrukturen aus DigitalPakt-Mitteln bezahlt werden.

Download DigitalPakt des Bundes – Download der Vergabe-Richtlinie SH.

Entsprechend zählt neben den laufenden Lizenz- / Nutzungskosten und den technischen Möglichkeiten und Funktionen des LMS, für die Schulen wohl auch, wer die Kosten trägt. Sie selbst, wenn sie etwas Anderes als ItsLearning nutzen. Dieses durfte übrigens aufgrund der Corona-Krise ohne Ausschreibung eingekauft werden. Aber nicht für die Nutzung auf Dauer. In 2021 muss das Land eine öffentliche Ausschreibung durchführen.

Sollte es soweit kommen, das ItsLearning danach nicht mehr DAS einheitliche LMS des Landes ist, haben Schulen aber durchaus die Möglichkeit, es weiterhin zu nutzen.

Denn: sie können es ja in eigener Regie weiterbetreiben und ihre Schulträger die Kosten dafür selbst tragen – so, wie die anderen 50% der Schulen im Land, die bereits vor oder seit der Corona-Krise Learning-Management-Systeme wie Moodle oder iServ nutzen. Alternativ wäre der Wechsel des LMS (z.B. von ItsLearning zu iServ) technisch durch einen Ex- und Import der Daten möglich.


Ein Video-Konferenz-System wird von Dataport zum Schulbeginn zur Verfügung stehen.

Welches es ist, wurde während der Pressekonferenz nicht genannt. Zur Debatte standen, nach den uns bekannten Informationen, entweder #Jitsi oder #BigBlueButton. Beide sind datenschutzkonform, sofern sie auf eigenen Servern (hier den Servern von Dataport), betrieben werden. #BigBluebutton bietet sehr viel mehr Funktionen für digitalen Unterricht als Jitsi, insbesondere aber nicht nur hat es ein digitales Whiteboard sowie ein (Ether-) Pad. #Jitsi ist dagegen einfacher zu installieren, sowie leichter zu nutzen.

Nachtrag: Auf Nachfrage erfuhr die erKant-Redaktion, dass das Online-Konferenz-System #Jitsi sein wird. Link: https://video.openws.de/ – bitte den Chrome-Browser dafür nutzen.

Gut zu wissen: An das LMS “ItsLearning” kann wahlweise BBB oder Jitsi angebunden werden. Auch dazu gibt es eine Schulung beim IQSH.

Da diverse Schulen und Schulträger bereits in der Corona-Schulschließungs-Phase auf BigBlueButton (BBB) setzten und eigene Server betreiben oder bei einem Hoster “gemietet” hatten, können sie BBB auch dann weiterhin nutzen, wenn sie sich für das LMS #ItsLearning entscheiden.


Außerdem wurden, laut der Presse-Informationen des Bildungsministeriums, die formalen Voraussetzungen (um Mittel aus dem Digitalpakt zu erhalten) weiter vereinfacht. Heißt: es werden zusätzliche Stellen geschaffen, um die Schulen bei der Digitalisierung zu beraten.

“Das Sofortausstattungsprogramm um Schulen mit digitalen Endgeräten zu versorgen ist, seit ich mich erinnern kann, das erste Bundesprogramm dieser Art, das seinen Namen wirklich verdient“, betonte die Ministerin. Schon seit Anfang Juni hätten die Schulträger sich auf die Beschaffung der Geräte einstellen können. „Spätestens seit dem 14. Juli konnten die Schulträger über das Sofortprogramm digitale Ausstattung beschaffen“, so Prien. Seitdem seien 7,35 Millionen Euro vergeben und insgesamt 9,18 Millionen Euro von 107 Schulträgern beantragt worden.