Eine Online-Schülerzeitung basiert technisch auf einem Content-Management-System. So ein CMS kann die Basis für viele Arten von Websites sein: für Lern-Management-Systeme, Online-Portale, -Shops, (Schul-) Websites, Wikis und vieles mehr.

Für Online-Schülerzeitungen wird meistens das CMS WordPress genutzt. Es ist kostenfrei, leicht erlernbar und es gibt für beinahe jeglichen technischen Prozess ein Plugin (ähnlich einer APP), wodurch neue Funktionen möglich werden.

Kostenfrei heißt aber nicht, dass die technische Entwicklung der Schülerzeitungs-Website unentgeltlich ist. Dafür wird meistens doch ein externer Webdesigner (m/w/d) gebraucht. Angebote von solchen bewegen sich etwa zwischen 750 EUR und 2.400 EUR netto / zzgl. MwSt. > hier anfragen

Die finanziellen Mittel dafür können relativ leicht beschafft werden.

Tatsächlich konnten wir – der sii-kids & talents e.V., welcher auch Media4Schools.de sowie Media4Teens.de betreibt – zum Beispiel in Schleswig-Holstein einige Sponsoren dafür gewinnen (z.B. IHKs) und öffentliche Fördermittel beschaffen (z.B. beim Offenen Kanal). Einige Schulen bekommen die Gelder dafür von ihrem Schulträger oder dem Schulverein. Grundsätzlich lohnt sich auch eine Anfrage beim lokalen Bürgerverein/-stiftung und/oder einer Sparkasse oder Bank.

Dazu passende Workshops können ebenso gesponsert oder über das Schulbudget finanziert werden. In Schleswig-Holstein ist es zum Beispiel möglich, dass Schulen eine Abrufveranstaltung für Lehrkräfte über das entsprechende Fortbildungsinstitut buchen können. > hier anfragen

Langfristig fallen lediglich die Internet-Provider-Gebühren in Höhe von 2,99 € bis 5,99 pro Monat an.

Die Administration der Website bzw. der Online-Schülerzeitung bewältigen Schüler:innen und Lehrkräfte durch unsere Workshops und unsere Erklärvideos alleine!


Quelle und mehr dazu: Susanne Braun-Speck (2023/03), Textauszug aus dem Buch “Media4Schools. Online-Schülerzeitungen als digitale Lernprojekte – auch im Unterricht”, Seite 28-29 zuletzt abgerufen am 30.5.23 > mehr dazu lesen.

In einer Welt, die von rasanten Veränderungen und zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägt ist, wird kritisches Denken zu einer unverzichtbaren Fähigkeit für die Zukunft! Die Fähigkeit, logisch zu analysieren, Informationen zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen, wird für Individuen und Gesellschaften gleichermaßen von entscheidender Bedeutung sein!

Das 4K-Modell des Lernens – Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken – gewinnt entsprechend an Wert und soll auch in Schulen vermittelt werden.

In diesem Beitrag geht es um das “Kritische Denken” und “Fake-News”.

Kritischen Denken ermöglicht es uns, über den Tellerrand hinauszuschauen und komplexe Zusammenhänge zu verstehen, anstatt sie oberflächlich zu betrachten. In einer Zeit, in der wir mit einer Fülle von Informationen konfrontiert werden, ist es notwendig, die Spreu vom Weizen zu trennen und zwischen vertrauenswürdigen Quellen und Fehlinformationen (Fake-News) zu unterscheiden. Kritisches Denken befähigt uns, Informationen zu hinterfragen, ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen und eine fundierte Meinung zu bilden.

Wie kann diese Fähigkeit entwickelt und geschärft werden? Schulen und Bildungseinrichtungen spielen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von kritischem Denken. Durch den Einsatz von Lehrmethoden, die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, Fragen zu stellen, Informationen zu hinterfragen und ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen, können sie dazu befähigt werden, kritisches Denken zu entwickeln.

Durch die Recherche-Arbeit bei Online-Schülerzeitungen, etwa nach Zahlen und Fakten, können Schüler:innen auch ihre Fähigkeiten im kritischen Denken und in der Bewertung von Informationen bzw. Erkennen von Fake News erweitern.

Kritisches Denken ist jedoch keine Fähigkeit, die einmal erlernt und dann für immer beherrscht wird. Es erfordert kontinuierliche Übung und Reflexion. Die Förderung von Medienkompetenz ist ebenfalls von großer Bedeutung, da sie den Menschen dabei hilft, Informationen zu finden, zu filtern, zu bewerten und selbst online darzustellen!

Das Betreiben von Online-Schülerzeitungen kann grundsätzlich dazu beitragen, dass junge Menschen besser verstehen, wie das Internet und Medien funktionieren und wie sie die öffentliche Meinung beeinflussen können. Wenn Schüler: innen lernen, wie zu einer Geschichte recherchiert wird, verschiedene Quellen überprüft und Artikel veröffentlicht werden, fördert dies ihr kritisches Denken! Auf Fake-News und von KI erstellte Texte fallen sie infolge hoffentlich seltener herein!

Seriöse Medien nutzen verlässliche, primäre Quellen und ordnen ihre Informationen in den richtigen Kontext ein! Genau das Lehren und Lernen die Teilnehmer von Schülerzeitungs-Redaktionen auch! Siehe FAQ-Beitrag dazu.

In Dänemark, und nun auch in Schleswig-Holstein, sollen Schulen im Rahmen einer „Experimentierklausel“ die Möglichkeit erhalten, innovative Konzepte zur Unterrichtsgestaltung, neue Leistungsbewertungsmodelle, eine freiere Handhabung von Kontingent-Stundentafeln, sowie neue Arbeitszeitmodelle zu entwickeln und zu erproben. Insbesondere Projektwochen geben Zeit und Struktur für solche Experimente!

  • In Berlin gibt es das „Modellvorhaben zur Verbesserung der Lernbedingungen”
  • in Brandenburg „Schulversuche zum individualisierten Lernen”
  • in Bayern etwa das „Pilotprojekt Individualisierung”

Wird das der große Wurf, mit dem das Bildungssystem revolutioniert werden kann? Auf jeden Fall sollen Konzepte gefunden werden, mit denen der Lehrkräftemangel aufgefangen werden kann und beispielsweise die Schüler: innen Zukunftskompetenzen entwickeln können. Das etwa über offene Lernformen, fächer- und jahrgangsübergreifenden Unterricht. Dafür können multiprofessionelle Teams (unterstützt von externen Bildungspartnern) Projektunterricht anbieten.

Online-Schul- oder Schülerzeitungen (Online-SZs) können so ein experimentelles Projekt sein. Genauer: ein digitales Lernprojekt mit vielen Facetten, welches in verschiedenen Orga-Formen angeboten werden kann.

Es gibt 7 verschiedene Möglichkeiten, um eine Online-SZ im Schulalltag zu implementieren. Sie kann von Schüler: innen komplett unabhängig betrieben, oder für unterrichtliche Zwecke genutzt werden – dies, um alle Bildungspotenziale ausschöpfen zu können!

Rein rechtlich betrachtet gibt es Schul- sowie Schülerzeitungen. Schulzeitungen verantworten Schulleitungen, Schülerzeitungen stehen außerhalb der Verantwortung der Schule – mehr oder weniger. Für beide Formen passt die Abkürzung „Online-SZ“.

Unterrichtliche Organisationsformen (3-7):

Da das Gründen und Betreiben einer Schülerzeitung ein enormes Bildungspotential hat, und die möglichen Lerninhalte vollumfänglich nur vermittelt werden können, wenn dafür Zeit und Rahmen vorhanden sind, bietet sich an, eine unterrichtliche Organisationsform zu wählen und damit das ganze „Paket“ nutzbar zu machen.

Unabhängig von Schulgesetzen sollte es im Rahmen der Demokratie-Erziehung natürlich so sein, dass Schülerzeitungs-Redaktionen ihre Rechte und Pflichten als Jugendpresse wahrnehmen können sollen – wegen der Pressefreiheit und so!

Beispiel: Organisationsform „Projektwoche“ (3)

Es gibt verschiedene Varianten, um Online-Schülerzeitungen in zeitlich begrenzten Projekt- oder Vorhabenwochen durchzuführen: jahrgangsübergreifend (V3.1) oder berufsvorbereitend jahrgangsbezogen (V3.2). Dafür ist es in jedem Fall erforderlich, im Vorwege einmal eine Online-Schülerzeitung zu gründen und technisch aufzusetzen – das gegebenenfalls von einem Webdesigner (Hier anfragen).

Basierend auf der einmal entwickelten Schülerzeitungs-Homepage, kann jedes Schuljahr aufs Neue (auch mehrmals pro Jahr) in Projekt- oder Vorhaben-Wochen jeweils eine Gruppe von Schüler: innen das digitale Arbeiten in einer Online-Redaktion erlernen und anwenden. Mit und ohne Lehrkräften; in jedem Fall schülerzentriert und ggf. Peer2Peer.

Für jede neue Projektgruppe wird jeweils eine eigene Unterseite oder eine Themen-Seite auf der Online-Schülerzeitung erstellt! Beispiel:


Beispiel der Orga-Form 3 mit jahrgangsbezogenen Projektwochen (V3.2.)

Schulen, die ihre baldigen Schulabgänger noch schnell etwas fitter für ihre digitale Lebens- und Arbeitswelt machen möchten, bieten so eine Online-Schülerzeitungs-Projektwoche berufsvorbereitend jahrgangsbezogen an. An Gemeinschaftsschulen beispielsweise in der 8. oder 9. Klasse; an Gymnasien beispielsweise in der 11. Klasse.

Eine Schule aus Schleswig-Holstein hat das im Herbst 2022 mit Media4Schools-Unterstützung erstmalig ausprobiert und für viele Jahre angedacht. Geplant ist, dass jedes Jahr jeweils in Jahrgang 11 zwei „Ausgaben“, das entsprechend in zwei Projektwochen, produziert werden.

In Zusammenarbeit mit der kompletten Deutsch-Fachschaft des 11. Jahrgangs haben wir im Voraus alles gemeinsam geplant und vorbereitet – bedeutet:

  • acht Lehrkräfte haben mindestens einen Media4Schools-Workshop mitgemacht und
  • es wurde ein Online-SZ Name gefunden und die Domain angemeldet (Ideen haben wir gemeinsam erörtert)
  • die Website wurde startbereit vorher aufgesetzt (auch durch Media4Schools)
  • eine federführende Lehrkraft hat u.a. für jede Klasse einen Benutzernamen im Content-Management-System erstellt
  • und jede Klasse hat ein Beitragsthema für sich festgelegt (eine Klasse hat beispielsweise nur Artikel über den Ukraine-Krieg verfasst).

Durch die klassenbezogenen Benutzernamen (etwa „BG21a“) können die Artikel einer Klasse dieser auch im Nachgang zugeordnet werden. Technisch ist es möglich, dass ein User zeitgleich etwa 5x angemeldet ist (bei 5 Teams pro Klasse). Die Schüler: innen haben unter die Artikel zudem ihre Vornamen geschrieben.

Die Projektwoche an sich wurde von 8 Deutsch-Lehrkräften mit 4 Klassen des 11.Jgs, in der Summe mit 98 Schülern geplant und durchgeführt. Dabei haben die Schüler: innen in Zwei- oder Dreierteams gearbeitet. Entstanden sind in der 1. Projektwoche 33 Artikel.

Weitere Informationen? Hier anfragen.

Journalismus ist eine wichtige Säule der Demokratie. Er informiert uns über aktuelle Ereignisse, liefert Hintergrund-Informationen und hilft uns, Entscheidungen zu treffen. In einer Zeit, in der Falsch-Informationen und Halbwahrheiten verbreitet werden, ist guter Journalismus wichtiger denn je. Doch wie können wir sicherstellen, dass die nächste Generation die Fähigkeiten besitzt, qualitativ hochwertigen Journalismus von FakeNews und KI-Texten zu unterscheiden? Wie fördern wir zudem Medienkompetenz, Kreativität & Begabungen, Schreib- und Lesekompetenz?

Mit Online-Schul- & Schülerzeitungen als digitale Lernprojekte – auch im Unterricht!

Immer mehr Schulen setzen auf digitale Lernprojekte, um den Unterricht spannender und abwechslungsreicher gestalten oder Enrichment-Angebote für besonders kreative und begabte Schüler:innen anbieten zu können. Eine Möglichkeit, die sich dafür anbietet, ist die Gründung einer Online-Schul- oder Schülerzeitung (kurz: Online-SZ). Diese kann nicht nur als digitales, multimediales und mehrsprachiges Lernprojekt dienen, sondern auch das Interesse der Schülerinnen und Schüler für digitalen Journalismus, Lesen und Schreiben, Fotografieren und Filmen, KI und vieles mehr wecken.

Eine Online-SZ ist eine digitale Plattform, auf der Schüler:innen eigene Artikel veröffentlichen.

Dabei können sie sich kreativ ausleben, ungeahnte Talente an sich selbst entdecken, und sich mit Themen auseinandersetzen, die sie selbst interessieren. Dabei lernen sie, wie einen Artikel verfasst wird, Interviews durchgeführt werden, und eine Geschichte aufgebaut wird und vieles über Rechte und Pflichten, die damit einhergehen. Insbesondere lernen beteiligte Schüler:innen auch, wie sie online recherchieren und wie sie digitale Medien wie Videos und Bilder erstellen und einsetzen. Das ist nicht nur für den Journalismus wichtig, sondern auch für viele Lebensbereiche und Berufe, die digitale Kompetenzen erfordern.

Die Gründung einer Online-SZ kann auch dazu beitragen, dass an der jeweiligen Schule ganz klar Demokratie und Transparenz gelebt werden – das wirkt positiv in der Öffentlichkeit!

Außerdem stärkt die redaktionelle Arbeit das Selbstbewusstsein der beteiligten Schüler:innen und gibt ihnen das Gefühl, dass sie etwas bewirken können. Gleichzeitig lernen sie aber auch, dass sie Verantwortung tragen und, dass ihre Artikel auf Fakten basieren müssen – anstatt auf Fake.

Zukunftskompetenzen?

Eine webbasierte, multimediale und mehrsprachige Online-Schul- oder Schülerzeitung ermöglicht:

  • Digitale Bildung / Medienkompetenz-Entwicklung
  • 4K-Kompetenz- & Begabten-Förderung
  • Demokratie-Bildung
  • Informations- & Recherchere-Kompetenz
  • Entrepreneurship Education
  • Sprach- & Leseförderung
  • Kulturelle & künstlerische Bildung

Zudem macht die Gründung des „Unternehmens“ Schülerzeitung Spaß, mit ihr kann an Wettbewerben teilgenommen werden und sie dient als „Aushängeschild“ dem #Image der Schule.

Und ja: auch #KI wie #ChatGPT können wir bei Online-SZ erproben und anwenden!

Es gibt 7 verschiedene Möglichkeiten, um eine Online-SZ im Schulalltag zu implementieren! Welche das sind? Frage gerne Informationen an.

2022 war es eine ganz besondere Erfahrung, das Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” herauszubringen. Doch jetzt, im März 2023, hat Media4Teens & Schools Entwicklerin Susanne Braun-Speck, auch Vereinsvorsitzende vom sii-kids & -talents e.V., allein ein Buch geschrieben und bereits auf Amazon als E-Book veröffentlicht :-)

Susanne, welche auch Initiatorin und ewiger Coach von erKant.de ist, hat ihre Erfahrungen und Knowhow aus Fortbildungen von Lehrkräften und Schüler:innen, sowie Begleiten von diversen Online-Schülerzeitungs-Gründungen (siehe Referenzen) aufgeschrieben und als Buch veröffentlicht. Es wird gerade noch von einem Deutschlehrer Korrektur gelesen, aber es ist so schon absolut lesenswert und interessant und seit Ende März 2023 bei Amazon als E-Book (Info: Werbe- / Affiliate-Link) veröffentlicht.

Titel:

Digitale Lernprojekte – mit Azubis & Schüler.innen

Medien- und Zukunftskompetenzen? Digitale Bildung und KI? Recherche-Fähigkeiten und ganzheitliches Denken? Pflichtfach Informatik? Standards in Berufsbildern?

Erfahren Sie in diesem Buch, wie webbasierte Online-Zeitungen oder -Fachmagazine als Lernprojekt Ihre Auszubildenden oder Schüler:innen fit für ihre digitale Lebens- und Arbeitswelt machen können. Dies gemäß den “KMK-Kompetenzen in der digitalen Welt” sowie “SBBP 4 – Digitalisierte Arbeitswelt” – bei Bedarf auch für das Querschnittsthema „Nachhaltigkeit / Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Tauchen Sie ein in die facettenreiche Welt der digitalen Bildung und entdecken Sie, wie ein solches Lernprojekt ganzheitlich Medienkompetenz vermitteln, Demokratiebildung unterstützen, Schreibfähigkeiten, Begabungen und Kreativität fördern und unternehmerisches Denken anregen kann.

Technische Basis ist das Content-Management-System WordPress.

Ausbilder:innen und Lehrkräfte lesen hier, wie sie eine Online-Zeitung / ein Online-Fachmagazin ins Leben rufen und für Bildungszwecke einsetzen können – Schritt für Schritt, inklusive agiler Methoden!


Bei Amazon als E-Book kaufen (Affiliat- / Werbelink)

 

Bei Online-Schülerzeitungen gibt es verschiedenste Aufgaben, Rollen und Positionen, die unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse erfordern. Redaktions-Mitglieder können entsprechend vielfältige Talente und Begabungen einbringen und entfalten – und werden zu interdisziplinären Teams!

Talente und ihre möglichen Aufgaben (m/w/d):

  • Organisatoren > Chefredakteure
  • Schreibtalente > Journalisten
  • IT-Nerds > als Administratoren
  • Künstler > Grafik- und Webdesigner sowie Fotografen & Videoproducer
  • Kommunikationsstarke > Interviewer > Speaker

Quelle: Susanne Braun-Speck (2023/03), Textauszug aus dem Buch “Media4Schools. Online-Schülerzeitungen als digitale Lernprojekte – auch im Unterricht”, Seite 28, zuletzt abgerufen am 30.5.23 > mehr dazu lesen. Zuvor erschienen im Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” (2022/08), mehr dazu.


Das Online-Schülerzeitungs-Betreiben ist besonders förderlich für alle Beteiligten, weil diese – zeitgemäß – annähernd wie Digital-Unternehmer denken müssen: sie gründen, erschaffen ein digitales Produkt, betreiben das „Unternehmen“ Schülerzeitung mit Bereichen wie Marketing, Vertrieb, Personalwesen, Organisation, etc. – das fördert den Unternehmergeist (Entrepreneurship)!

Außerdem lernen sie dabei diverse digitale Methoden kennen, denn es geht im Redaktionsalltag um Online-Recherchen, digitaler Arbeit im Content-Management-System, SEO, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, um die Produktion und Bearbeitung von digitalen Medien-Formaten wie Text, Bild, Videos, Audios, etc. – das ist in der Summe digitale Bildung pur. Redaktions-Mitglieder können dabei verschiedenste Talente und Begabungen einbringen und entfalten!

Details zu den Rollen und Positionen, welche unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse brauchen:

  • Führungskräfte / Organisatoren. Jede Schülerzeitung hat Antreiber, Menschen welche die Fäden in der Hand halten und alles organisieren und planen. Tatsächlich ist es so, dass wenige Schülerzeitungen ohne begleitende Lehrkräfte lange am Ball bleiben. Doch auch wenn eine Lehrkraft der Dreh- und Angelpunkt ist: Sie sollte es wenigstens gemeinsam mit ein, zwei, drei Redaktions-Leiter:innen aus der Schülerschaft das Zepter in der Hand halten ODER tatsächlich nur der begleitende Coach sein, der nur dann da ist, wenn er gebraucht wird (Offenes Wort? Letzteres gibt es eher selten.). Auf jeden Fall ist das Führen und Organisieren ein ganz eigenes Talent.
  • Influencer / Speaker – sind Goldwert. Es gibt ja überall im Leben immer irgendwelche „Schnacker“, die gerne im Rampenlicht stehen und ziemlich von sich überzeugt sind und entsprechend selbstbewusst auftreten. Für Schülerzeitungen sind die Goldwert, wenn sie zudem sympathisch sind und bei Anderen gut ankommen. Wenn diese von der Schülerzeitung überzeugt sind und damit unter der Schülerschaft (den Lesern = der Zielgruppe) mit ihrer Überzeugung hausieren gehen – auf Schulevents, in der Schülervertretung, etc. – dann ist das sehr werbewirksam. Gerne natürlich auch digital, als Influencer für die Schülerzeitung z. B. auf Instagram.
  • IT-Nerds. Es klingt verlockend, „Informatiker“ oder solche, die es mal werden wollen, im Redaktionsteam zu haben, um die Website zu betreuen. Aber zweimal Achtung: 1. überschätzen viele Schüler:innen mit Web-/Internet- und/oder Informatik-Knowhow ihre Fähigkeiten. Sie glauben, ein Content-Management-System sei leicht zu betreuen – aber ihnen fehlen neben Informatik-Kenntnissen, andere (z.B. Datenschutz-) und tiefere (z.B. Webdesign-) Kenntnisse! Denn: Wie im echten Berufsleben, sind Informatiker keine Designer, auch keine Webdesigner, ebenfalls sind sie keine Content-Manager. Alles sind eigenständige Berufsbilder. Entsprechend habe ich, als „Online-Schülerzeitungs-Entwicklerin“, leider oft beobachtet, wie schön designte Websites mit der Zeit verdorben worden sind. Kurzum: Natürlich passen IT-Nerds in ein Online-Schülerzeitungs-Team, aber sie sollten nicht freie Hand haben, sondern mit folgenden Talenten zusammenarbeiten:
  • Künstlern. Schüler:innen, welche künstlerisch begabt* sind und zum Beispiel ständig freihändig Zeichnen und/oder Malen (was Hochbegabte in jedem Fall auch im Unterricht gerne nebenbei tun), dabei realitätsnahe und/oder interessante Kunstwerke erschaffen, haben in der Regel einen guten Blick und Kenntnisse in Bezug auf Design mit Farben, Formen, Aufteilungen, Schriften, etc. Solche Schüler:innen sind wichtig für Online-Schülerzeitungen! Sie sollten ggf. eng mit den Autoren / den Redakteuren zusammen arbeiten, um zum Beispiel die richtigen Fotos etc. auszusuchen (weil sie einen Blick für Farben und Motive haben). Außerdem sollten sie eng mit den IT-Nerds zusammen arbeiten, um ein stimmiges, schönes Layout auf der Online-Schülerzeitung zu haben.

*Hinweis: Gemeint sind auch hier NICHT solche, welche den Lernplan durch Fleiß oder Ausdauer besonders gut erfüllen können; siehe Einleitung zum Buch: Wer Ausmalbilder sorgfältig ausfüllt, ist kein Kunsttalent und wer eines ist, sollte in keinem Fall genötigt werden, Ausmalbilder auszufüllen oder Motive auf Kindergarten-Niveau abzuliefern.

  • Fotografen & Videoproducer. In Zeiten von digitalen Medien, insbesondere beim Betreiben von Online-Schülerzeitungen sind natürlich Schüler:innen, welche gerne und gut Fotografieren und solche, die wissen, wie Videos für digitale Medien produziert werden, enorm wichtig. Zwar können kostenfreie Fotos und Videos von Online-Portalen wie Pixabay.de oder Pexels.com genutzt werden, aber: Es gibt auch viele Zeitungsartikel, welche eigene Medien brauchen: Interviews, Artikel über Events und Aktionen der eigenen Schule, Reiseberichte (Klassenfahrten), etc. Und ja, auch Fotografieren und Filmen (sowie Videoschnitt) erfordern spezielle Kenntnisse und besonders kreative Talente. Fotos aus spannenden Perspektiven und mit Sinn (es ist erstaunlich, wie oft Fotos überhaupt nicht zum Artikelthema passen oder farblich nicht zum Layout der Schülerzeitung passen …) und kleine Videos bereichern jede Online-Schülerzeitung. Schlussendlich helfen sie insbesondere dabei, es auch so weit zu bringen, irgendwann bei einem Schülerzeitungs-Wettbewerb ausgezeichnet zu werden.
  • Sprachbegabte / Interviewer – Schüler:innen welche „Reden“ können und gefühlt Jedem ein „Auto“ verkaufen könnten, sind in der Regel nicht nur sehr kommunikativ, sondern auch offen und neugierig und wissen, wie sie die richtigen Fragen stellen können. Wer solche Talente hat, ist perfekt für Interviews geeignet. Hinweis: Dies bedeutet nicht, dass diese auch Schreiben können und wollen! Dafür braucht eine Redaktion:
  • Schreibtalente / Autoren. Schüler:innen welche ein Talent zum Schreiben haben, sind natürlich perfekt in einer Redaktion aufgehoben. Hier können sie sich kreativ ausleben und Artikel schreiben, Hirngespinsten nachgehen und (Fake-) News hinterfragen; sie können quer denken, auch mit unbequemen Fragen Leuten auf die Nerven gehen, auch tiefsinnige Themen aufgreifen und Fachartikel schreiben.
    • Wichtig ist hier: Schreibtalente sind solche, denen ohne viel nachzudenken, die Worte aus dem Hirn in die Fingerspitzen fließen. NICHT gemeint sind Schüler:innen, welche gute Deutsch-Noten haben, da sie fleißig sind und/oder Rechtschreibung und Grammatik besonders gut beherrschen. Ein Talent zeigt sich eher nicht durch das Halten an Regeln, sondern eher im Gegenteil – Texte von Schreibtalenten / Hochbegabten im Bereich Sprache sind teilweise sehr vielschichtig, haben verschachtelte, lange Sätze und wirken manchmal irgendwie abstrakt.
      • Der Weg ist, diese Schreibtalente zunächst einmal Schreiben zu lassen, was und wie sie möchten und erst im zweiten Schritt ihnen dabei zu helfen, ihre Texte leserlich und verständlich zu machen (durch Kürzen der Sätze, Dinge auf den Punkt bringen; Fachsprache in Allgemeinsprache übersetzen, etc.) Letzteres ist ein guter Job für Deutsch-Lehrkräfte.
  • Korrektor:innen. Es bietet sich an, die kreativen Redakteure schreiben zu lassen und auch die erste Korrektur selbst machen zu lassen, aber im Nachgang dann Schüler:innen mit sehr guten Deutsch-Kenntnissen die Texte im Detail Korrekturlesen zu lassen. Das sind die Korrektor:innen – sie achten auf Rechtschreibung, Grammatik, Typografie, Stil, Interpunktion, sachlicher und teilweise auch inhaltlicher Richtigkeit, etc.

Tipp: Es ist wichtig, zwischen Autor:innen und Korrektor:innen zu unterscheiden und so kreativen Redaktions-Mitgliedern auf Dauer nicht die Lust am Schülerzeitungsmachen wieder zu verderben. Mach es als begleitende Lehrkraft eine Schülerzeitung nicht zu einem Deutsch-Lernprojekt. Es klingt verlockend und logisch besonders auf richtige Rechtschreibung und Grammatik zu achten, aber tatsächlich haben die kreativen Schreibtalente keine Lust dazu. Sie möchten Themen auf den Tisch bringen, oder sich engagieren, oder was auch immer der Grund ist für ihre Teilnahme in der Redaktion. Was sie nicht möchten ist Deutsch üben oder sich im Kleinklein der Rechtschreibung aufhalten.

Workshops bzw. Fortbildungen dazu sind auf Media4Schools.de zu finden!

Auf dem Bild oben: die vier besten Schülerzeitungen (3 von 4 digital > Online-Schülerzeitungen) von Schleswig-Holstein des SZW-SH – wir freuen uns für sie. Eine davon – erkant.de – ist ein Projekt unseres Vereins und wird von unserer Vereinsvorsitzenden seit 2017 begleitet. Zwei weitere der Vier sind von uns im Rahmen der OKSH-Förderung technisch aufgesetzt worden. Außerdem nahmen die begleitenden Lehrkräfte an unseren Workshops teil.

“Ich fühle mich als Online-Schülerzeitungs-Macherin :-) – aber nicht nur in SH. Ich biete Workshops dazu mittlerweile bundesweit an”, meinte Vorsitzende Susanne Braun-Speck. “Bei der inhaltlichen sowie technischen Umsetzung ist für mich die Herausforderung, zusammen mit Lehrkräften und Schüler:innen jeweils einen eigenen (Marken-) Namen und ein individuelles Corporate Design zu entwickeln. Dabei gehen wir wie bei einer Unternehmensgründung vor, sofern die jeweilige Schülerzeitung nicht vorher schon bestand und es insbesondere den Namen ggf. schon gab. Aber tatsächlich starten die meisten Online-Schülerzeitungen ganz neu, wie zum Beispiel die zweite jetzt Ausgezeichnete – die GMS-Unzensiert. Aber auch die älteste Schülerzeitung von Schleswig-Holstein – die Weiße Brücke – habe ich 2021 bei der digitalen Realisierung begleitet.”

Ausgezeichnet wurden 3 Online-, sowie 1 Print-Zeitung – Screenshots:


Online-Schülerzeitungen sind digitale Produkte & damit digitale Bildung pur!

Online-Schülerzeitungs-Machen ist besonders förderlich für Schulen, Lehrkräfte und Schüler sowie Ausbildungsbetriebe (es kann auch Azubi-Betriebszeitungen geben), weil sie dabei ein Stück weit wie Digital-Unternehmer denken müssen, denn: sie Gründen, erschaffen ein digitales Produkt, betreiben eine Zeitung mit Unternehmensbereichen wie Marketing, Vertrieb, Personalwesen UND lernen dabei sehr viele digitale Methoden und Tools kennen. Es geht dabei um Content-Entwicklung, digitale Projektarbeit, SEO, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, digitale Medien-Formate wie Text, Bild, Videos, Audios, etc. – das ist Digitale Bildung  pur!

Hier sind unsere Workshops dazu: https://media4schools.de/kurse/

In den letzten Wochen sind neben den 5 neuen in 2021 auch bereits 2022 einige neue Online-Schülerzeitungen entstanden. Diese hier:

Das Internet ist voller Informationen, die nicht wahr sind – insbesondere in sozialen Netzwerken kursieren “Fake-News”. Sie verbreiten Lügen, stiften Unruhe, machen Angst, hetzen auf. Redakteure von Schülerzeitungen sind zum Beispiel zur Wahrheit verpflichtet, und müssen oft recherchieren. Aber auch beim digital-gestützten Unterricht gibt es viele Gelegenheiten, zu denen Fakten und Statistiken gebraucht und entsprechend recherchiert werden müssen. Doch woher nehmen?

Die Wahrheit herauszufinden, ist grundsätzlich schwer!

Beim Online-Recherchieren führt der erste Weg oft zu Wikipedia.org. Dieses Online-Nachschlagewerk (Enzyklopädie) wird durch freiwillige und ehrenamtliche Autoren aufgebaut und gepflegt – und grundsätzlich kann jeder Autor hineinschreiben, was er für richtig hält. Zwar werden mittlerweile Einträge auch überprüft oder gegengelesen, aber dennoch sind persönliche Ansichten und halbwahre Informationen in den Einträgen vorhanden.

Alternativen gibt es, zum Beispiel Statista.org – kostenfrei für Schulen!

Statista gehört zu einer Unternehmensgruppe in Hamburg und ist ein Online-Portal für Statistiken, das Daten von Markt- und Meinungsforschungs-Institutionen sowie aus der Wirtschaft und amtlichen Statistiken zugänglich macht. Nun hat sich das Statista-Team zum Ziel gesetzt, den Aufbau von Medienkompetenzen zu unterstützen und stellt es Schulen für 1 Jahr kostenfrei zur Verfügung.

Als Unterrichtstool schärft es das Bedienen & Anwenden digitaler Tools, die Analyse- & Recherchefähigkeit und das Produzieren sowie Präsentieren komplexer Zusammenhänge. Schüler und Schülerinnen, welche Projektarbeiten schreiben müssen oder möchten (zum Beispiel um Noten aufzubessern), können das Online-Portal auch gut brauchen.

Mit de.statista.com erhalten Schulen Zugang zu Statistiken aus über 22.500 geprüften Quellen. Neben aktuellen Markt- und Branchendaten finden SchülerInnen und Lehrkräfte auch Statistiken zu geschichtlichen Ereignissen, sowie aktuelle und historische Meinungsumfragen zu politischen Ereignissen. Von Geschichte, Politik, Wirtschaft, Mathematik bis in den Sprachunterricht – Statista liefert für die gesamte (Berufs-) Schulwelt belegte Informationen – statt Fake-News.

Der Verein sii-kids & talents e.V. hat für die Online-Schülerzeitung erkant.de auch so einen kostenfreien Zugang erhalten :-)

Das kostenfreie Angebot können Schulleitungsmitglieder für ihre Lehrkräfte und Schüler beantragen, und zwar hier: https://de.statista.com/page/schulen oder persönlich per E-Mail bei: dorothee.falkenberg@statista.com

Achtung: Diesen Beitrag haben wir von unserem Vereins-Förderprojekt, der Online-Schülerzeitung erkant.de, kopiert:

Was für ein Wochenende war das? Das vom 21. & 22. März? Eins voller Arbeit, toller Ideen und Inspirationen! Ausgehend von der Website wirvsvirushackathon.org  fand online, auf DevPost und Slack, der #WirVsVirus-Hackathon der Bundesregierung statt, woran 27.000 Menschen aus Deutschland aktiv teilnahmen. Dabei wurde unfassbar viel bewegt und höchst spannende Projekte zur Lösung verschiedenster Corona-Probleme entwickelt!

Im Live-Stream auf Youtube gab es gerade (30.3.20 um 20.20 Uhr) eine Diskussion und Beschwerden darüber, dass kein einziges Projekt im Bereich Digitaler Bildung / e-Learning dabei ist.

Das, obwohl es in Deutschland 8,3 Millionen Schüler (an allgemeinbildenden Schulen) plus 773.280 Lehrer gibt, die direkt betroffen sind. Argument: Es gibt schon genug Angebote am Markt. Hackathon-Bildungsprojekte sind (auf DevPost) zum Beispiel: Online Abiverwaltung, Bananasplit, Roomie und viele mehr. Insgesamt: 76 Stück.

In die Top 191-Liste (von 1.500 Projekten) des Auswahlgremiums haben es aber einige Bildungs-Projekte geschafft! Dabei ist auch das Projekt des sii-kids & -talents e.V., der auch erkant.de unterstützt und Media4Teens & Schools betreibt. Das Video (siehe Projekt Nr. 157 auf Youtube) ist eigentlich nur ein Bilderslider und kein Erklärvideo. Aber natürlich kam es auf den Inhalt an – und der steht hier: Media4Teens & -Schools: so wird Bildung DIGITALgenial | Devpost


So war es und das kommt:

Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts und Schirmherr des Hackathons, sagte es:

Das war der größte Hackathon Allerzeiten!

  • 7 gemeinnützige Institutionen organisierten ihn
  • es gab 42.968 Anmeldungen
  • 27.000 aktive Nutzer:innen auf der Plattform Slack
  • 2922 Mentor:innen
  • 1900 Pat:innen für Herausforderungen
  • 13.000 Profile bei DevPost
  • 1.500 eingereichte Projekte
  • davon 100 Projekte aus den Ministerien

Und: bisher gibt es 464.866 Slacknachrichten – weiter wachsend …

“Hackathon” ist eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ und bezeichnet eine Soft- und Hardware-Entwicklungs-Veranstaltung, bei der kollaborativ zusammengearbeitet wird. Kollaborativ heißt, das Menschen oder Menschengruppen gemeinsam und zusammen arbeiten. Die Leute, die daran teilnehmen, kennen sich häufig vorher nicht und müssen sich online, in diesem Fall auf Slack, erst zusammenfinden. Außerdem können sie sich überall und nirgends befinden, das heißt an vielen verschiedenen Orten. Sie treffen sich nur online. Diskutiert und sich ausgetauscht wurde beim #WirVisVirus auf Slack. Das ist sowas wie eine Web-App zur Team-Kommunikation und eine Plattform für Zusammenarbeit.

Aufgabe des Hackathons #WirVsVirus: Lösungen für die Corona-Krise zu finden.

Ziel ist es, während eines Hackathons, gemeinsam nützliche, kreative oder auch unterhaltsame digitale Lösungen für gegebene Probleme zu finden. Bei diesem ging es um Lösungen, die durch die Corona-Krise entstanden sind oder noch entstehen können. Mit den Ergebnissen soll vielen Menschen Hoffnung gegeben werden und konkrete Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Krise auf den Weg gebracht werden.

Die erKant-Redaktion nahm an der heutigen Online-Pressekonferenz teil.

In dieser sagte Dorothee Bähr, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung:

“Die Bundesregierung unterstützt Projekte, als Pate und wird bei der Umsetzung von Projekten helfen. Es wird praktische und organisatorische, sowie finanzielle Unterstützung durch das Bundeskanzleramt und diverse Ministerien geben. Es gibt bereits ein Umsetzungprogramm für die nächsten Monate. Außerdem sind wir bereits mit der EU im Gespräch, damit Projekte über die Grenzen von Deutschland hinaus wirken können.

Dieser Hackathon ist ein Vorzeigeprojekt! Lösungen sollen nun schnell in die Fläche gelangen. Die Bundesregierung möchte zum Beispiel Lösungen für schnellere Antragstellung von finanziellen Hilfen, solche die Schutz vor Gewalt liefern oder die Organisation von medizinischen Ressourcen verbessern, unterstützen.”

Sandy Jahn von der Organisation berichtete:

“Es gab 850 Rückmeldungen zu unserer Umfrage zum Hackthon. 79% der Teilnehmer würden wieder einen mitmachen und Freunden empfehlen. Schöne Aussagen waren z.B. “Das war eine Sternstunde der Demokratie” und: “Was für eine Tsunami an Ideen!” Obwohl beim Hackerthon viele Programmierer teilnahmen, was es keine Männerveranstaltung. 36% identifizieren sich als Weiblich; 42% der Mentoren waren Frauen. Grundsätzlich entstanden sehr heterogene und interdisziplinäre Teams, deren Teilnehmer nur zu 42% aus der Internet- & Digitalisierungs-Branche kamen; ansonsten aus allen möglichen Berufsbereichen. Das war mein Woodstock 4.”!”

Nach dem Hackathon-Wochenende wurden alle 1.500 Projekte gesichtet und bewertet.

Es gab ein Auswahlgremium von 600 Experten, die sich jeweils mindestens 10 Projekte ansahen und beurteilten. Jedes Projekt wurde von 5 verschiedenen Experten bewertet; das nach 5 Hauptkriterien:

  • gesellschaftlicher Mehrwert
  • Innovationsgrad
  • Skalierbarkeit
  • Fortschritt
  • Verständlichkeit

Durch diesen Auswahlprozess sind circa 10 % der Projekte als besonders gut bewertet worden; das aus allen 48 Handlungsfeldern / Kategorien (siehe Bilddatei).

00 sind bei der Jury in engere Wahl gekommen und werden am Abend, um 19 Uhr, live auf Youtube vorgestellt.

Infolge bekommen 100 bis 150 Projekte umfangreiche Unterstützung, um ihre Projekte realisieren zu können. Dazu gibt es ein Umsetzungsprogramm, wodurch die ausgewählte Projekte schnell und nachhaltig für die Menschen nutzbar gemacht werden sollen. Es besteht aus 4 Elementen beziehungsweise Bausteinen:

  1. Solution Enabler (Lösungshelfer)
  2. Solution Builder (Lösungsmacher)
  3. Community-Management (Austausch der Beteiligten, Unterstützer, etc)
  4. Matching-Fonds (eine Form der Finanzierung)

Mit dem Baustein “Solution Enabler” werden 100 bis 150 Projekte unterstützt. Dabei gibt es zwei große Ziele: 1. Schnell, in Hochgeschwindigkeit, sollen Projekte getestet und marktreif werden. 2. Ziel: Die Lösungen der Akteure sollen auf den Markt gebracht werden, um all den Menschen während der Corona-Krise zu helfen.Dafür gibt es programmatische Begleitung, enge Zusammenarbeit, wöchentliche Sprints; Teams mit ähnlichen Projekten werden zusammengeführt; es wird Themen-Cluster geben, unterstützt von Paten. Expertise dafür liefern über 1.000 Experten aus dem Kreis der Mentoren. Außerdem gibt es bedarfsgerechte Unterstützung durch ProBono-Leistungen; Unterstützung beim Ausrollen & der Implementierung; finanzielle Unterstützung soll es auch geben.

2. Baustein “Solution Builder” wird Projekte mit Dringlichkeit schnellstens möglich machen, Hands-On-Unterstützung liefern – das sogar Fulltime 24/7. Für den 3. Baustein: “Community Management” wird ein Team zusammengestellt, um das Hosting des Slack-Kanals weiter zu betreiben und allgemein die Community auszubauen.

Für die Projekt-Realisierungen werden 3-4 Millionen Euro zusammenkommen müssen!

Das Team des 4. Bausteins “Matching-Fonds” wird eine Finanzierung aufbauen und eine Crowdfunding-Kampagne aufsetzen. Damit wird am Freitag gestartet. Für die Finanzierung von Projekten soll eine starke Allianz aufgestellt werden. Dazu gehört die Bundesregierung, zeitgleich wird es Mittel von Stiftungen, etc geben. Die Vodafone- sowie die BMW-Stiftung haben schon zugesagt. Das Bewerbungsverfahren dafür beginnt nächste Woche.

Die Ergebnisse und Rechte an den Projekten sollen OpenSource sein, niemanden gehören und der Öffentlichkeit nutzen. Dies schnell und effektiv.


Zu den 20 Gewinner-Projekten gehören zum Beispiel:

IRIS, DeaLog, Colivery, SicherTest, digitales Wartezimmer, Print4Live (aus Lübeck), RemedyMatch, Jay, OpenLogistics, Wir bleiben Zuhause und weitere.