Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender bemühen sich, aufgrund der aktuellen Schulschließungen, ihr Angebot an Lernvideos zu erweitern.

Der Bildungskanal ARD-alpha sendet ab Montag werktags zwischen 9 und 12 Uhr Lernformate für alle Jahrgänge. Bereit steht schon der YouTube-Bildungskanal »alphaLernen« mit einem umfassenden Sortiment an Lernvideos. Bereits seit dem ersten Lockdown im März 2020 lässt sich in der BR-Mediathek unter »Schule daheim« viele, viele Lernvideos finden.

Auch in der ZDF-Mediathek unter dem Titel »Terra X plus Schule« und auf dem entsprechenden YouTube-Kanal gibt es jetzt eine größere Auswahl.

Links zu o.g. Online-Angeboten:

In der Regel dürften die Lern-Videos der öffentlich-rechtlichen Sender auf Youtube werbefrei zu sehen sein, wenn nicht, siehe unten.

Wer informatische / digitale Grundbildung für seine Schüler sucht, findet hier auf Media4Schools einige Online-Kurse, teilweise auch mit Lernvideos. Link > https://media4schools.de/kurse/schueler-kurse/


Weiterer Tipp: Youtube-Videos Werbefrei nutzen

Super Sache aufgrund von Datenschutz und ggf. nicht erlaubter Werbung in Schulen: Hier gibt es eine Anleitung, wie Youtube-Videos ohne Werbung gezeigt werden können. Der Kurzlink, der dabei generiert wird, kann auch in Lern-Management-Systemen, Websites, Online-Schülerzeitungen, Blogs genutzt werden.

Theoretisch sollte es funktionieren, doch: Trotz Glasfaser, neuer Endgeräte wie Tablets sowie WLAN erleben Schulbeteiligte derzeit ständig ein Fiasko: Internetverbindungen gehen nicht. Damit funktioniert digitale Bildung nicht, noch nicht einmal Online-Konferenzen. Das erste, was System- und Netzwerkspezialisten als Lösungsmöglichkeit in Klassenräume stellen, sind WLAN-Verstärker also Access-Points oder Repeater.

Diese strahlen Elektrosmog aus – und der macht nicht nur nervös, sondern auf Dauer krank!

Medienentwicklungs- sowie externe IT-Beratungsteams sind selten interdisziplinär zusammengestellt. Das eine Team besteht aus Lehrkräften, das andere aus System- und Netzwerktechnikern – selten verstehen sie sich gegenseitig. Ihr jeweiliges Berufsfeld ist sehr speziell und von Fachworten geprägt, welche dem jeweils Anderen fremd sind. Das führt zu nichts Gutem. In jedem Fall offensichtlich nicht zu funktionierender digitaler Bildung. Jeder der Beteiligten guckt nicht über den eigenen Tellerrand, niemand ist da, der für ganzheitliche Betrachtung sorgt. Und:

Zwischen Pädagogik und Technik gibt es noch etwas was gänzlich fehlt: Fachleute für Gesundheit und Wohlbefinden – für das körperliche wie das seelische Wohlbefinden!

„Mehrfach habe ich selbst gesehen oder von Lehrkräften gehört, das WLAN-Router im Klassenzimmer stehen, anstatt zum Beispiel auf dem Dach des Schulgebäudes. Router erzeugen Elektrosmog, WLAN-Verstärker und -Repeater ebenso – und zwar dauernd, was bedeutet: Lehrkräfte und Schüler sind dem Elektrosmog den ganzen Schultag ausgesetzt. Täglich. Jahrelang. Das macht krank!“, erzählt Referentin für die digitale Bildung Susanne Braun-Speck. Sie war 20 Jahre lang IT-Personalvermittlerin, die sich zudem aus persönlichem Interesse mal intensiv mit Elektrosmog hat. Grundlegend meint sie, dass Schulen  Digitalisierungs-Manager brauchen, welche unter anderem dafür sorgen, dass Digitalisierungs-Projektteams interdisziplinär zusammengesetzt sind und somit von Anfang an eine ganzheitliche Betrachtung erfolgt.

So oder so: Digitale Bildung ist schwer möglich, wenn sich die Schüler-Endgeräte mit dem Router und damit Internet sowie dem Schulserver nicht stabil verbinden können – über WLAN oder Funk (Mobil-). Damit diese kabellosen Verbindungen besser werden, installieren IT-Experten immer mehr Access-Points oder Repeater in Schulgebäuden, oft in jedes Klassenzimmer.

Dabei lassen sie die gesundheitlichen Auswirkungen völlig außer Acht!

Das Handystrahlung nicht gesund ist, wurde jahrelang in breiter Fläche diskutiert. Nur, weil bisher nicht nachgewiesen wurde, dass durch elektromagnetischer Strahlung Krebs entstehen kann, stuft das Bundesamt für Strahlenschutz (Bundesnetzagentur), die ausgehende Mobilfunk- bzw. WLAN-Strahlung als ungefährlich ein. Die bisher einzige gesundheitsrelevante Wirkung, die nachgewiesen wurde, war die Erwärmung des Körpers. Aber es muss ja nicht gleich Krebs sein!

  • Reaktionen auf Elektrosmog sind Kopfschmerzen, innere Unruhe / Hyperaktivität und Gereiztheit – wer will das im Klassenzimmer?
  • nachgewiesene gesundheitliche Schäden sollen z.B. Schlafstörungen und Erschöpfungszustände sein
  • das vegetative Nervensystem wird beeinflusst und eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke soll es geben.

Heranwachsende, also Kinder und Jugendliche / die Schüler sollen davon besonders betroffen sein!

Grundsätzlich ist die Mobilfunk-Strahlung von Handys ungefähr 10x höher, als WLAN-Strahlung. Aber: letztere Funken dauerhaft und Handys nur bei Bedarf. Und: WLAN-Verstärker in der Steckdose und Access-Points an der Zimmerdecke erhöhen die Signalstärke des WLAN, wodurch natürlich auch die – gesundheitsrelevanten – SAR-Werte stark steigen. In einem Artikel von der Fachzeitschrift GEO (siehe Quellenangaben) aus 2015 steht:

„Die Belastung durch WLAN an einem Arbeitsplatz neben einem Access-Point kann um das 2500-Fache höher sein.“

Auch steht dort, dass der Umweltausschuss des Europarats im  Jahr 2011 schrieb: “Sämtliche Handys, DECT-Telefone oder W-LAN-Systeme sind in Klassenzimmern und Schulen zu verbieten, wie dies auch von einigen regionalen Behörden, medizinischen Berufsverbänden und Bürgerinitiativen gefordert wird.”

Laut dem Infoblatt Sprach- und Datenübertragung per Funk: Bluetooth und WLAN des Bundesamtes für Strahlenschutz, bleiben die SAR-Werte der WLAN-Geräte bei „körperfernem Einsatz unter den festgelegten Grenzwerten“. Allein „in ungünstigen Situationen (z.B. Laptop auf dem Schoß und Sender unmittelbar über dem Oberschenkel) können Werte in der Größenordnung des empfohlenen Höchstwerts auftreten.“ Nun: Tablets direkt vor dem Gesicht auf dem Schülerpult sind wohl ebenso körpernah. Also werden doch gesundheitliche Grenzwerte, die sogar Krebs verursachen können, überschritten?

Muss das sein? Muss digitale Bildung tatsächlich über WLAN laufen?

Nein. Hätte es interdisziplinäre Teams gegeben, die ganzheitliche Konzepte entwickeln, müsste es sowas nicht geben. Dann wären in Schulgebäuden samt aller Klassenzimmer Netzwerkkabel für kabelgebundene Geräte- und Internetverbindungen installiert worden. Dann würde kein WLAN gebraucht werden – so wie jahrzehntelang in Bürogebäuden, in denen zu jedem Schreibtisch Netzwerkkabel gelegt waren. Dort wurden PCs dann per LAN-Kabel mit dem Internet verbunden.

In Schulen, in denen jetzt WLAN samt Verstärker / Access-Points installiert sind, bleibt nur eines: Ausschalten, wann immer es geht. Das WLAN sollte nur bei Gebrauch im jeweils genutzten Klassenzimmer eingeschaltet werden. Manche Verstärker stecken in der Steckdose des jeweiligen Raums – die können einfach rausgezogen werden. An Access-Points an der Zimmerdecke können hoffentlich die Funkmodule ausgeschaltet werden.

Schulen, die jetzt noch in der Planungsphase ihrer neuen Infrastruktur sind, können auf so etwas achten und möglicherweise auf kabelgebundene Lösungen setzen!

Nun wird der eine oder Andere fragen: Was machen die, die bereits Tablets mit WLAN nutzen müssen? Tablets können doch nicht mit LAN-Netzwerken verbunden werden? Das ist nicht richtig, weiß Referentin Susanne Braun-Speck. In ihren Weiterbildungskursen für Lehrkräfte zeigt sich schon einmal am Bildschirm, wie das gehen kann. Auch in ihrem Blogbeitrag „Funkstille: Wie geht Homeschooling auf dem platten Land? beschreibt sie, wie Tablets ohne LAN-Steckplatz trotzdem kabelgefunden ins Home- oder Schulnetzwerk kommen. Über USB (C)-LAN-Adapter bzw. USB-Ethernet-Adapter.

Mit so einem Adapter können Tablets über Kabel und (Telefon-) Router mit dem Internet verbunden werden! Das hilft übrigens auch sehr Zuhause, während Corona-Quarantänen und Homeschooling-Phasen.


Repeater und Access-Points – der Unterschied:

Repeater wiederholen und verstärken WLAN; sie stecken in der (Strom-) Steckdose und erweitern die Reichweite von drahtlosen Netzwerken per Funk. Sie empfangen Signale vom Router, verarbeiten diese und senden sie verstärkt weiter – per Funk. Ein Access Point hängt oft an der Decke und funktioniert ähnlich wie ein Router. Er ist über Kabel mit dem Server und damit über Kabel mit dem Internet verbunden. Er funkt „nur“ innerhalb des Klassenzimmers und verbindet die Endgeräte untereinander und mit sich selbst. Der Access Point funkt anschließend auf einem anderen Kanal, als der Router – damit wird die Internetverbindung entsprechend schneller und stabiler. (Erklärung unter Vorbehalt der Überprüfung durch eine Netzwerk-Techniker)


Weiterführende Informationen / Quellen

Lehrkräfte und Schüler sitzen (gesund, rein vorsorglich) in einer Corona-Quarantäne? Wie kann Homeschooling / Fernunterricht gelingen, wenn diese im ländlichen Raum leben und Zuhause nur eine sehr schlechte oder keine Internetverbindung möglich ist? Wenn die Schüler und Schülerinnen weder per PC und Internetverbindung über (W)LAN, noch per Mobilfunk über Handy digital kommunizieren können?

Funklöcher gibt es viele auf dem platten Land und die Nutzung von Smartphones ist vielerorts wirklich unmöglich. Doch: Die meisten privaten Haushalte dürften eine Festnetz-Telefonleitung mit Internet haben. Sofern es im Haus auch ein Endgerät gibt (PC, Notebook, Tablet, ggf. Leihweise von der Schule), dürfte den SuS über die Festnetz-Internetleitung fast alles möglich sein. Aber vielleicht gibt es keinen Drucker, um (Haus-) Aufgaben auszudrucken? Oder das Netz oder der PC ist viel zu langsam für Videokonferenzen? Welche Möglichkeiten gibt es?


Grundlegend: Schulbeteiligte, die einen Festnetz-Telefon & -Internetanschluss, aber kein Endgerät mit LAN-Steckplatz und kein funktionierendes WLAN-/Mobilfunk haben, können das Problem mit einem USB (C)-LAN-Adapter bzw. USB-Ethernet-Adapter lösen. Denn:

Mit so einem Adapter (rechtes Bild) können Smartphones & Tablets über Kabel und (Telefon-) Router mit dem Internet verbunden werden! Auf dem Foto links ist die Verkabelung zu sehen.

Achte ggf. bei einer Bestellung auf das richtige Betriebssystem (z.B. Adapter geeignet für MS-Windows oder Adapter für iPadOS – Beispielprodukte bei Amazon sind verlinkt)!

Das geht übrigens auch mit Smartphones – wie, steht in einem Artikel auf CHIP.


Teilnahme an Online-/Video-Konferenzen

  • außer Haus: SuS können mit ihrem Smartphone oder Tablet zu einem Ort gehen, wo eine sichere Mobilfunkverbindung möglich und bestenfalls ein öffentliches (kostenfreies) WLAN verfügbar ist. Mögliche Orte sind z.B.:
    • Hotels, Cafés und Restaurants
    • das jeweilige Gemeindehaus / vor dem Rathaus
    • große Firmen
    • Einzelhandelsgeschäfte

Jugendliche kennen solche Orte oft aus eigenem Interesse. Im Freien wäre das bei schlechtem Wetter natürlich nicht schön oder sogar unmöglich. Spontan geht das i.d.R. nicht, das heißt: ein Termin muss von der LK gut im Voraus geplant sein.

  • im Haus: sollten Schüler so einen Ort nicht in der Nähe haben, und zuhause geht sowieso nichts, könnten Sie alternativ per Festnetz-Telefon an Online- / Video-Konferenzen teilnehmen. Wie das?
    • SuS rufen vom Festnetz einen Klassenkameraden (m/w/d) an, der eine stabile Internetverbindung hat und an Online-/Video-Konferenzen verlässlich teilnehmen kann. > Dieser Klassenkamerad nimmt den Anruf an und legt den Hörer neben seinen PC / Notebook / Tablet. Sofern der Ton (Musikboxen, PC-Lautsprecher) laut gestellt ist, kann der anrufende Schüler (m/w/d) wenigstens mithören. Sehen geht so natürlich nicht.

(Haus-) Aufgaben-Übertragung:

Jetzt wird es anstrengend – oder doch nicht? Wie kommen Schüler und Schülerinnen an ihre (Haus-) Aufgaben, wenn bei ihnen Zuhause komplett digitale Funkstille herrscht?

Zustellen:

  1. Lehrkräfte / SuS selbst könnten ein Elternteil / Freunde / Verwandten bitten, (Haus-) Aufgaben in der Firma abzurufen (per E-Mail, Messenger, LMS) und für diese SuS ausdrucken und an sie aushändigen. Dann können die HA in Papierform erledigt werden.
  2. Alternativ könnten Lehrkräfte natürlich 1x / Woche alle (Haus-) Aufgaben gedruckt per Post zusenden ODER in der Schule abholen lassen (Letzeres geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!).
  3. Sofern es z.B. Hotels gibt, die für ihre Gäste digitale Arbeitsräume mit PC´s und Druckern zur Verfügung stehen, könnten diese digital abgehängten SuS oder deren Eltern z.B. erlauben, dort ihre (Haus-) Aufgaben online abzurufen und auszudrucken (geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!).

Abgeben:

Wer (Haus-) Aufgaben nicht digitalisieren bzw. aufgrund von Funkstille nicht übertragen kann, könnte diese entweder …

  1. per Post zurücksenden
  2. in der Schule vorbeibringen (lassen) – das geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!
  3. mit ihrem Smartphone oder Tablet abfotografieren und zum Beispiel per Whatsapp oder anderem Messenger bei der nächsten Gelegenheit an die entsprechenden Lehrkräfte senden.

Feedback & Austausch ohne digitale Verbindungen

  • Telefonieren per Festnetz
  • Audiobotschaften per Messenger bereitstellen (der Abruf dürfte irgendwo in der Gegend wohl möglich sein, ggf beim Einkauf mit den Eltern).

Lernen, Wissensvermittlung


Hieraus entstandene Corona-Troubleschooting-Idee: #Unterricht_im_Hotel

Kitas & Schulen sind systemrelevant und bleiben offen. Hotels, etc sind Corona-bedingt derzeit geschlossen. Diese haben aber oft nicht nur WLAN, sondern auch Konferenzräume mit Whiteboards, etc. Wäre es eine gute Idee, die Personendichte in Schulen zu verringern,  indem die oberen Klassenstufen ihren Unterricht in Hotel-Konferenzräumen bekommen?

Ziel: Corona-Ansteckungsgefahr senken! Nebenziel: Hotels wirtschaftlich stärken. (Raumnutzung natürlich nur zu moderaten Preisen).


Weitere Ideen bitte gerne auf Twitter beitragen!

Vielzählig von Lehrkräften in Online-Kursen gehört: Das funktioniert nicht: das Programm, das WLAN, das Videokonferenz-Tool. Merkwürdig wird es, wenn einige der Teilnehmer von Zuhause aus am Online-Kurs teilnehmen – und bei ihnen alles funktioniert. Wie kann das sein trotz Glasfaser und neuer Endgeräte?

Diese Woche hatte ich einen extremen Fall, bei einem meiner Online-Kurse. Mehrere Lehrkräfte nahmen gemeinsam von der Schule aus teil; nur die Schulleiterin schaltete sich von Zuhause aus zu. Letztere konnte an dem Online-Kurs völlig störungsfrei, bei bester Verbindung teilnehmen, während die Lehrkräfte in der Schule es zunächst schwer hatten, mit ihren Laptops online zu gehen und anschließend, ihre Mikrofone anzuschalten, und vor allem: alles auf ihren Bildschirmen zu sehen.


Fernunterricht mit Hindernissen …

In dem Kurs musste ich, als Referent und Kursleiter, häufig meinen Bildschirm teilen und den Teilnehmern Etwas erklären, was auf meinem PC zu sehen war. Bei einer stabilen Internetverbindung klappt das wunderbar. Seit Beginn der Coronakrise hatte ich selbst bisher nur ein einziges Mal Probleme damit.

Heute wurde mir eingangs erzählt, diese Schule hätte sich vorher schon mit Jitsi versucht (über Dataport) und es hätte nicht funktioniert. Aber heute gab es dieselben Probleme mit BigBlueButton.

Allerdings hörte und höre ich immer und immer wieder aus Schulen, dass sie mit Online-Konferenz-Tools und Lern-Management-Systemen wie iServ, Moodle, Itslearning, BigBlueButto, Jitsi, etc. massive Verbindungsprobleme haben – klar, im April und Mai waren die vermutlich alle zeitweise überlastet. Aber aktuell kann das nicht sein. Wenn, dann sind ja gegebenenfalls „nur“ Kohorten im Homeschooling und nicht alle Schüler (m/w/d).

Am Tool und dem Server (z.B. bei einem Internet-Provider / Hoster), wo das jeweilige Online-Konferenztools installiert ist, wird es nicht liegen. Ich äußerte diese Annahme in meinem hier beschrieben Online-Kurs, aber die Schulleiterin dementierte: Glasfaser ist verlegt. Soweit gut, aber:

Warum gab es keine stabile Internetverbindung in der Schule? Aber von Zuhause aus lief es?

Da es elementar wichtig war, dass die Teilnehmer sehen, was ich auf meinem Bildschirm aus der Ferne teilte, bat ich die Lehrkräfte sich testweise mit Smartphone einzuwählen – über Mobilfunk.

Und siehe da: Über Mobilfunk klappte es!

In Sekundenschnelle konnten sie alles sehen und aktiv teilnehmen. Tatsächlich funktionierte die Verbindung zur BigBlueButton Online-Konferenz über die Handys völlig störungsfrei und gut. Natürlich nur solange, bis das Datenvolumen aufgebraucht war … Parallel konnte die Schulleiterin von Zuhause aus auch die ganze Zeit problemlos teilnehmen.

Ich, als alter Hase der IT- und Medienbranche, merkte an, dass das Internet-Verbindungs-Problem in der Schule zum Beispiel folgende Ursache haben kann:

  1. einen überlasteten – internen – Router
  2. alte Kupferkabel, die von der Glaserfaserleitung von der Straße, in die Schule führen
  3. oder der Datenübertragungs-Leistung des Internetanschlusses (Telekom, o.a. Anbieter)
  4. ggf an den Leistungen der Endgeräte (ein Lehrer konnte nach einer gewissen Wartezeit und Verbindungsdauer endlich meinen geteilten Bildschirm sehen).
  5. zu wenig Glasfaser-Anschlüsse?
  6. der Landesserver

Die Schulleiterin versicherte, dass der Vertrag der Telekom ausreichend Übertragungsrate enthält. Und die Endgeräte waren alle neu und hatten wohl alle 8 GB Arbeitsspeicher – sollte reichen.

Also ist das ein Netzwerk-/ Router-Problem? Wie funktioniert das?

Das LAN und WLAN in der Schule läuft über den Router des Telefon-/Internet-Anbieters.

  • Das entweder mit Kabel vom PC zum Router (LAN-Verbindung),
  • oder kabellos über WLAN vom PC zum Router

Vom Router aus ist es für alle Teilnehmer gleich: die Internetverbindung läuft über (Netzwerk-) Kabel im Schulgebäude und -gelände über Telefonleitungen (ggf. aus Kupfer) bis zur Straße, wo in der Regel das Glasfasernetz beginnt. Anders ist das bei Handys / Smarthones: die können statt WLAN auch Mobilfunk nutzen (Datenvolumen muss verfügbar sein).

Ab der Straße laufen alle Daten über eine Glasfaserleitung zu einem Landesserver.

In Schleswig-Holstein soll es laut einem Netzwerktechniker sowie weiteren Informanten so sein, dass die Landesrechner (also Notebooks und Tablets, die an Schulen ausgeliefert worden sind) immer eine Verbindung zum Landesserver eingehen und dort über eine einzige Glasfaser-Verbindung mit einem einzigen Server verbunden werden. Diese Leitung ist quasi dauerhaft überlastet!

Dazwischen geschaltet ist (laut Dritter), aus Datensicherheitsgründen, ein VPN-Tunnel, der zusätzlich dafür sorgt, dass manche Teilnehmer einige Online-Dienste, APP´s etc garnicht erst aufrufen können.

Netzlast bei Online-Konferenztools:

Außerdem soll das Online-Konferenztool #Jitsi, welches vom Bildungsministerium SH kostenfrei über Dataport bereitgestellt wird, je Teilnehmer einen bis zwei Kanäle eröffnen. Zwei sind es je TN, wenn auch die Webcam aktiviert wird. Bei 40 TN wären das in der Summe 80 (Daten-) Kanäle! Vergleichsweise werden die Kanäle bei #BigBlueButton auf der Serverseite zu einem (1) Kanal gebündelt, weswegen die Server entsprechend weniger belastet werden. Bedeutet: Allein wegen vielfach höheren Netzlast sollte Bigbluebutton dem Jitsi-Tool vorgezogen werden.

Zu wenig Glasfaser-Leitungen je Schule?

Schlussendlich schrieb vor Kurzem jemand auf Facebook in der Gruppe Medienpädagogik, dass EINE einzige Glasfaserleitung je Schule natürlich auch schnell überlastet ist. Derjenige wirkte durchaus so, als wäre er vom Fach! Kurze Lösung laut ihm: Es muss mehrere Glasfaserleitungen je Schule geben.

Auch oben genannter Netzwerktechniker erzählte, dass eine “seiner” Schulen das Problem mehr oder wenig zufällig dadurch gelöst hätte, dass der Schulträger, neben dem Landesserver / Landes-Glasfaser-Anschluss, einen zweiten Glasfaseranschluss über einen anderen Telefonanbieter hatte legen lassen. Dort funktioniert die Internetverbindung deutlich besser und damit auch das Homeschooling – zumindest technisch betrachtet.

 

Fernunterricht / Distanzlernen mit BNE-Thema üben.

Aktuell wird der digitale, medienpädagogische Workshop “Nachhaltige Smartphones, digital präsentiert” von Media4Schools / sii-kids & -talents e.V. angeboten und durchgeführt. Darin erfassen die Teilnehmer das Thema “Nachhaltigkeit” sowie “digitales Lernen“ in vielen Facetten.

Durch den Bezug zu Smartphones werden globale Zusammenhänge mit der Lebenswelt der Schüler hergestellt und macht für sie das Verstehen der Thematik leichter. Außerdem üben wir hierbei digitalen Fernunterricht – das hilft bei der Vorbereitung auf eventuelle Corona-Quarantänen.

Vereinfacht ab Kl. 4; perfekt für Schüler ab der 7. Klasse,

Dieser Online-Kurs eignet sich inhaltlich für (Berufs-) Schüler / Jugendliche ab der 7. / 8. Klasse, insbesondere gut für Jahrgänge, in denen Projektarbeiten anstehen.

Ab Klasse 4 kann eine inhaltlich vereinfachte Form ermöglicht werden!

Inhaltlich geht es um Grundlagen über Nachhaltigkeit, Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitziele. Wir führen H5P-Online-Spiele durch und lernen, wie auf Media4Teens.de “Content” entsteht und Teams digital zusammenarbeiten können. Jede Teilnehmergruppe gestaltet eine eigene Online-Präsentation auf der Website Media4Teens.de – der letzte Teil entfällt bei Schülern der Klasse 4-6.

Genutzt wird dafür der vereinseigene BigBlueButton-Server.

Dieser Online-Workshop kann dazu dienen, Fernlern- bzw. Hybrid-Unterricht zu üben – kostenFREI bis Mitte November. (Gefördert durch öffentliche Mittel des Offenen Kanals SH für Schul-/Jugendgruppen aus Schleswig-Holstein).

Zahlen & Fakten:

Veranstaltungs-Ort:  auf unserem Vereins-Webkonferenz-Server: https://bbb.media4schools.de/b/

Kosten: Keine, kostenfrei

Teilnehmerzahl: 7-24

Dauer: jeweils 2 x 2 Stunden je Gruppe (Klassen können auch in 2 Gruppen geteilt werden)

Wunsch-Termine bitte anfragen bei: Susanne Braun-Speck, s.***********@si******.de, Tel. 0172 – 4332277


Fasst vergessen: Unter den teilnehmenden Schülern verlosen wir 3 Software-Lizenzen für das Erweiterungspack “Nachhaltig leben…” für das PC-Spiel SIMS4 (kennen die SuS > Link).

Folgende Probleme und diverse Andere können bei Online-Konferenzen mit Tools wie BigBlueButton (BBB) auftreten. Meistens kann und muss der jeweilige Konferenz-Teilnehmer das Problem selbst lösen. Moderatoren sind in der Regel weder Verursacher, noch diejenigen, die die Probleme beheben können – aber Ihr Rat kann natürlich helfen :-)

Wichtig und oft gemachter Fehler (Absatz hinzugefügt am 5.12.)

Teilnehmer kann das Mikrofon nicht aktivieren?

Jeder Teilnehmer, auch alle SchülerInnen, müssen beim Einwählen der Konferenz mit Mikrofon beitreten UND den Echotest machen! Auch Schüler! Mehr dazu im neuen Artikel zu iPads.


Probleme, die die Teilnehmer und der Moderator nicht selbst beheben können sind:

  1. langsame Telefon / Internet-Verbindung (hängt von Anbietern wie der Telekom ab)
  2. schlechte Funkverbindung, sofern WLAN oder Smartphone benutzt wird (Hilfe: LAN-Kabel stecken oder vom Handy auf Festnetz und PC wechseln)
  3. langsamer BBB-Server (Hilfe: Administrator das mitteilen, der muss dann für mehr RAM auf dem BBB-Server sorgen)

Weitere, typische Teilnehmer-Probleme:

Problem Mögliche Lösung
Der Bildschirm ist blau und ich sehe kein Whiteboard.
  • Vermutlich wurde das Whiteboad von dem TN ausgeschaltet! Auf dem blauen Hintergrund dürfte unten rechts ein Monitor-Symbol zu sehen sein. Einfach daraufklicken, um die Präsentation wiederherzustellen!
Einige Teilnehmer sind laut, andere leise …
  • schnelle Hilfe: Bitten Sie entsprechende Teilnehmer sich ggf etwas näher oder weiter weg von ihrem PC zu setzen.
  • ggf sollten sehr leise oder sehr laute Teilnehmer ihre Geräteeinstellungen in Windows überprüfen
    • > in Windows-Taskleiste  (unten links am Bildschim) suchen: “Sound”
    • > dort gehen zu “Eingabe”
    • > “Mikrofon”
    • > und hier auf “Geräteeigenschaften” klicken. Hier ggf die Lautstärke verändern (leiser oder lauter). > siehe auch MS-Support-Seite
Ich höre wenig / nur sehr leise …
  • Lautstärkeeinstellung am Computer überprüfen (siehe Symbol rechts unten auf dem Bildschirm, in der Windows-Leiste rechts, neben der Uhrzeit)
  • Lautstärke an eigenen Boxen höherstellen
  • Lautstärke am eigenen Headset überprüfen
Keiner hörte mich, wenn ich spreche …
  • Eventell liegt es an den Datenschutz-Einstellungen von Windows! Mikros und ggf. Videos müssen zugelassen sein.
  • Die Lautstärke des eigenen Mikrofons in den PC-Einstellungen überprüfen – ist es an? Laut genug? (siehe unten rechts am Bildschirm)
  • In den PC-Einstellungen überprüfen, ob das genutzte Mikrofon dem entspricht, was in den Windows-Einstellungen ausgewählt ist > siehe MS-Support-Seite.

  • Ggf. ist das Mikro falsch am PC angeschlossen? Richtig ist:
    • Mikrofon > rosa Steckplatz
    • Audio > grüner Steckaplatz
    • Headsets haben oft einen Stecker für Beides …
  • Falls es sich um einen Bluetooth-Headset handelt: checken, ob dies korrekt mit dem Computer gekuppelt ist, evtl. Koppelung erneut durchführen.
Ich höre ständig ein Echo
  • ggf. hilft es, die Lautsprecher weiter entfernt vom Mikrofon zu stellen.
  • Empfinglichkeit des Mikros in Windows verändern > unter Windows-Sound-Einstellungen (siehe oben)
  • ggf. Headsets benutzen, anstatt Mikrofon und Boxen (besser mit Kabel, anstatt drahtlos)
  • in Windows-Einstellungen “Aufzeichnungen” ggf. “aufgezeichnetes Audio” > “Audio bei Aufzeichnung eines Spiels” AUSschalten.
  • wenn nichts hilft: eigenes Mikrofon ausschalten
Das Audio/Video stockt
  • das liegt relativ sicher einer der eigenen PC-Leistung (kann kurzfristig nicht geändert werden)
  • oder an der Internetverbindung / oft am WLAN
    • WLAN – ggf näher am Rooter platzieren
  • möglicherweise ist das nicht zu ändern. Schalte die eigene Video-Funktion aus und mache ohne selbst gesehen zu werden mit.
Das Bild meiner Kamera ist eingefroren!
  • ggf. hilft es, die eigene Webcam einmal aus- und wieder anzuschalten.
Kamera – kein Bild
  • eventuell liegt es an den Datenschutz-Einstellungen von Windows! Mikros und ggf. Videos müssen zugelassen sein.

Sie möchten einen eigenen BigBlueButton-Server erhalten? Hier ist das spezielle Angebot unseres Internet-Providers aus Hamburg für Schulen: pdf-download. Darin ist ein Rabattcode, mit dem Sie 10% erhalten (der ist ggf. auch bei telefonischer Bestellung anzugeben!)

Blogartikel:

Corona-bedingtes Homeschooling und Distanzlernen sind für alle Beteiligten eine Herausforderung – für Lehrkräfte, Schüler (m/w/d) und deren Eltern. Das auf menschlicher, organisatorischer sowie auf technischer Ebene. Um dabei ein wenig helfen zu können, hat der Verein sii-kids & -talents e.V. über sein Projekt Media4Schools.de Lösungen entwickelt.

Dazu gehören Online-Kurse zum Thema “virtuelle Klassenzimmer” und Technik-Angebote, mit der Online-Konferenzen über BigBlueButton möglich sind.

Der Online-Kurs bzw. das Webinar kann von Lehrkräften, Schüler- und Elternvertretern aus Schleswig-Holstein über das IQSH wahrgenommen werden (siehe Formix: PRV0104 und PRV0106). Dabei geht es um die Durchführung von Online-Konferenzen mit dem Tool BigBlueButton (kurz: BBB), welches als “Online-Klassenzimmer mit Whiteboard und vielem mehr” ein wichtiger Baustein beim #Homeschooling bzw. #Distance-, #Blended- und #e-Learning ist.

BigBlueButton wird seit 2007 als Webkonferenztool für die Bildungsbranche entwickelt.

Es wird bei #Iserv (Quelle) sowie #Moodle (Quelle) verwendet und ist vergleichbar mit ZOOM, Jitsi & Adobe Connect, aber ist teilweise einfacher, funktionaler, günstiger & datenschutzkonform!

So ein Webkonferenztool dient als Distanz-überbrückendes Kommunikations-Tool unter Kollegen, mit Schülern, etc. (z.B. vom Homeoffice aus oder von unterwegs übers Smartphone); macht es Lehrkräften leichter, Schüler beim Homeschooling, ggf. auch einzeln oder in Projektteams, zu unterstützen; es unterstützt die Kollaboration von Teams; kann fürs Aufnehmen & Speichern von Erklärvideos genutzt werden, etc. Auf einem BBB-Server können bis zu 100 Konferenzteilnehmer ZEITgleich teilnehmen.

Dass das BBB-Online-Konferenztool den Datenschutzrichtlinien entspricht, wurde dem Vereinsvorstand vom Datenschutzbeauftragten für Schulen des Bildungsministerium in Schleswig-Holstein bestätigt.

Ein gutes und faires Angebot in Zeiten von Corona!

Zunächst stellt der Verein den eignen BBB-Server Schulen für erste Testzwecke zur Verfügung (abgelaufen, Stand: 12/2020)

Das Vertrags-Angebot (download) des Providers enthält 0,00  Einrichtungskosten – die Installation ist also kostenfrei; monatlich wären es knapp 44,- oder 53,- € (entweder mit oder ohne Speicher für Videos) und sogar Support und 24/7 Monitoring sind inklusive. Das detaillierte Komplettangebot mit AVV-Vertrag kann bei S.***********@si******.de angefordert werden.

Bei Vertragsabschluss gibt es 10% auf den Monatspreis, wenn folgender Rabattcode verwendet wird: K49590


Workshops für Lehrkräfte, Schüler- und Elternvertreter:

Informationen zu den dazu passenden Online-Kursen stehen im Event-Kalender des Vereins. Titel eins ist: “Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen führen“. Kurs-Titel zwei lautet: “Homeschooling – digitale Lerngruppen fürs #Distancelearning organisieren”. Obwohl diese Angebote erst am Freitag feinkonzipiert und online gestellt worden sind, sind die ersten beiden Termine bereits so gut wie ausgebucht! Es sind aber bereits zwei Folgetermine geplant …

Fragen beantwortet Susanne Braun-Speck gerne. E-Mail: s.***********@si******.de