Die Weihnachtsferien in Schleswig-Holstein starten wie geplant am vierten Adventswochenende, also am 19. Dezember 2020. Am 7. und 8. Januar 2021 gibt es für SchülerInnen Distanzlern-Übungstage – wegen Corona und Homeschooling und der fehlenden Erfahrung damit. Der Präsenzunterricht beginnt dann erst am 11. Januar 2021. 

Bildungsministerin Karin Prien sieht darin einerseits die Chance, nach einem eventuellen Familienbesuch zwischen den Jahren länger zu Hause zu bleiben und eine mögliche Ansteckung auszuschließen. Andererseits wisse man aus Erfahrung, dass das Distanzlernen geübt und Digitalkonzepte weiter entwickelt werden müssten. Insbesondere Grundschulen sollen die Übungstage für konzeptionelle Arbeit nutzen können.

Die Punkte im Einzelnen:

  • Für die Jahrgangsstufen 1 bis 7 findet am 7. und 8. Januar 2021 kein Unterricht statt. Sie bekommen vor den Weihnachtsferien Arbeitsaufträge für eigenverantwortliches Lernen.
  • Für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern an diesen beiden Tagen keine Betreuung organisieren können, werden die Schulen eine entsprechende Betreuung innerhalb der Kohorten anbieten. Die Lehrkräfte, die an diesen beiden Tagen keine Betreuungsaufgaben bzw. keine Schülergruppen im Distanzlernübungen unterrichten, werden diese Tage nutzen, um ihre digitalen Konzepte sowie Lehr- und Lernformen außerhalb des Präsenzunterrichts weiter zu entwickeln.
  • Für die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen ab Jahrgangsstufe 8 finden an diesen beiden Tagen zwei landesweite Distanzlernübungstage statt.
  • Für die Schülerinnen und Schüler der Förderzentren findet der Präsenzunterricht nach Plan statt.
  • Für die berufsbildenden Schulen finden am 7. und 8. Januar ebenfalls zwei landesweite Distanzlern-Übungstage für die Beruflichen Gymnasien sowie die Unter- und Mittelstufen der Dualen Ausbildung statt, sofern sie an diesem Tag keine Prüfungen der Kammern, beziehungsweise Klausuren haben. Die anderen Bildungsgänge an den beruflichen Schulen haben Präsenzunterricht.

Angebote dazu für Schulen werden bald online zu finden sein.

Quelle: Presse-Info des Bildungsministeriums SH1

Im unten gezeigten H5P-Adventskalender wird jeden Tag einem Schüler (m/w/d) gesagt, was ihn/sie als Mensch auszeichnet, er/sie besonders gut gemacht hat, oder warum er/sie im Klassenverband nicht fehlen dürfte. Einfach etwas Positives für Jeden!

Gibt es mehr als 24 Ki/Ju in der Klasse beziehungsweise Gruppe,  könnten ggf. hinter manch einem Türchen zwei Ki/Ju zusammen ausgelobt werden?! Beispiel (Anleitung siehe darunter):

Alternativen:

  • Natürlich kann daraus auch eine einfache Variante werden: Hinter jedem Türchen könnte auch einfach nur ein Name stehen. Jeweils des Schülers (m/w/d), der am jeweiligen Tag sein Adventsgeschenk bekommt.
  • Super schön ist auch die Idee der JLS Lübeck (Websdesign by Susanne Braun-Speck / tiefenschaerfe), den mit WordPress-Plugin erstellten Adventskalender mit Audios zu versehen. In deren Audios lesen Schüler Weihnachtsgeschichten vor :-)

Wie kommst Du an so einen Kalender für “Deine” Kids?

Hierfür brauchst Du das Plugin / die APP H5P. Dies ist in manchen Lern-Management-Systemen bereits vorhanden (z.B. in Moodle oder in SH z.B. in der Mediathek des IQSH). Alternativ kann H5P als Plugin in wenigen Sekunden z.B. auf einer WordPress-Website (z.B. der Schul-Website oder Online-Schülerzeitung) installiert werden.

Lehrkräfte aus SH, die auf Media4Teens.de (nicht -schools.de) bereits registriert sind, können das auch dort machen. Beiträge dazu bitte anlegen unter der Kategorie “H5P-Lernspiele > Advent 2020”

Egal, welches Portal Du nutzt: Ist H5P vorhanden, tue folgendes Schritt für Schritt:

  • siehe auf die linke, untere Ecke von diesem Adventskalender
  • dort findest Du die Funktion “Reuse” – klicke darauf
  • und wähle dann “Download as an H5P file”.
  • Danach erstelle, auf dem Portal Deiner Wahl, einen neuen H5P-Inhalt bzw. wähle dort “Hochladen” (lade die eben mit Reuse heruntergeladene Datei hoch).
  • danach bitte > benutzen
  • umbenennen (z.B. Adventskalender Kl. 7a)
  • und die Textbeispiele für jedes der 24 Türchen einzeln ändern.

Wer den Adventskalender auf Media4Teens.de (nicht -schools.de) erstellt, kann anschließend auch einen QR-Code dafür finden und teilen. Jeweils unten rechts auf dem jeweiligen Blogseite, die Ihr dazu ggf erstellt (im Footer).


Quellen: Die Vorlage mit den 12 Textbeispielen (weitere 12 Türtexte sind Platzhalter) habe ich (Susanne Braun-Speck) erstellt. Die Funktion des H5P-Adventskalenders hat Oliver Tacke (Link zur Website) entwickelt. Danke!!! Das Hintergrundbild fand ich auf Pixabay (Link zum Bild). Die Musik ist von Alexander-Nakarada (siehe filmmusic.io).

Theoretisch sollte es funktionieren, doch: Trotz Glasfaser, neuer Endgeräte wie Tablets sowie WLAN erleben Schulbeteiligte derzeit ständig ein Fiasko: Internetverbindungen gehen nicht. Damit funktioniert digitale Bildung nicht, noch nicht einmal Online-Konferenzen. Das erste, was System- und Netzwerkspezialisten als Lösungsmöglichkeit in Klassenräume stellen, sind WLAN-Verstärker also Access-Points oder Repeater.

Diese strahlen Elektrosmog aus – und der macht nicht nur nervös, sondern auf Dauer krank!

Medienentwicklungs- sowie externe IT-Beratungsteams sind selten interdisziplinär zusammengestellt. Das eine Team besteht aus Lehrkräften, das andere aus System- und Netzwerktechnikern – selten verstehen sie sich gegenseitig. Ihr jeweiliges Berufsfeld ist sehr speziell und von Fachworten geprägt, welche dem jeweils Anderen fremd sind. Das führt zu nichts Gutem. In jedem Fall offensichtlich nicht zu funktionierender digitaler Bildung. Jeder der Beteiligten guckt nicht über den eigenen Tellerrand, niemand ist da, der für ganzheitliche Betrachtung sorgt. Und:

Zwischen Pädagogik und Technik gibt es noch etwas was gänzlich fehlt: Fachleute für Gesundheit und Wohlbefinden – für das körperliche wie das seelische Wohlbefinden!

„Mehrfach habe ich selbst gesehen oder von Lehrkräften gehört, das WLAN-Router im Klassenzimmer stehen, anstatt zum Beispiel auf dem Dach des Schulgebäudes. Router erzeugen Elektrosmog, WLAN-Verstärker und -Repeater ebenso – und zwar dauernd, was bedeutet: Lehrkräfte und Schüler sind dem Elektrosmog den ganzen Schultag ausgesetzt. Täglich. Jahrelang. Das macht krank!“, erzählt Referentin für die digitale Bildung Susanne Braun-Speck. Sie war 20 Jahre lang IT-Personalvermittlerin, die sich zudem aus persönlichem Interesse mal intensiv mit Elektrosmog hat. Grundlegend meint sie, dass Schulen  Digitalisierungs-Manager brauchen, welche unter anderem dafür sorgen, dass Digitalisierungs-Projektteams interdisziplinär zusammengesetzt sind und somit von Anfang an eine ganzheitliche Betrachtung erfolgt.

So oder so: Digitale Bildung ist schwer möglich, wenn sich die Schüler-Endgeräte mit dem Router und damit Internet sowie dem Schulserver nicht stabil verbinden können – über WLAN oder Funk (Mobil-). Damit diese kabellosen Verbindungen besser werden, installieren IT-Experten immer mehr Access-Points oder Repeater in Schulgebäuden, oft in jedes Klassenzimmer.

Dabei lassen sie die gesundheitlichen Auswirkungen völlig außer Acht!

Das Handystrahlung nicht gesund ist, wurde jahrelang in breiter Fläche diskutiert. Nur, weil bisher nicht nachgewiesen wurde, dass durch elektromagnetischer Strahlung Krebs entstehen kann, stuft das Bundesamt für Strahlenschutz (Bundesnetzagentur), die ausgehende Mobilfunk- bzw. WLAN-Strahlung als ungefährlich ein. Die bisher einzige gesundheitsrelevante Wirkung, die nachgewiesen wurde, war die Erwärmung des Körpers. Aber es muss ja nicht gleich Krebs sein!

  • Reaktionen auf Elektrosmog sind Kopfschmerzen, innere Unruhe / Hyperaktivität und Gereiztheit – wer will das im Klassenzimmer?
  • nachgewiesene gesundheitliche Schäden sollen z.B. Schlafstörungen und Erschöpfungszustände sein
  • das vegetative Nervensystem wird beeinflusst und eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke soll es geben.

Heranwachsende, also Kinder und Jugendliche / die Schüler sollen davon besonders betroffen sein!

Grundsätzlich ist die Mobilfunk-Strahlung von Handys ungefähr 10x höher, als WLAN-Strahlung. Aber: letztere Funken dauerhaft und Handys nur bei Bedarf. Und: WLAN-Verstärker in der Steckdose und Access-Points an der Zimmerdecke erhöhen die Signalstärke des WLAN, wodurch natürlich auch die – gesundheitsrelevanten – SAR-Werte stark steigen. In einem Artikel von der Fachzeitschrift GEO (siehe Quellenangaben) aus 2015 steht:

„Die Belastung durch WLAN an einem Arbeitsplatz neben einem Access-Point kann um das 2500-Fache höher sein.“

Auch steht dort, dass der Umweltausschuss des Europarats im  Jahr 2011 schrieb: “Sämtliche Handys, DECT-Telefone oder W-LAN-Systeme sind in Klassenzimmern und Schulen zu verbieten, wie dies auch von einigen regionalen Behörden, medizinischen Berufsverbänden und Bürgerinitiativen gefordert wird.”

Laut dem Infoblatt Sprach- und Datenübertragung per Funk: Bluetooth und WLAN des Bundesamtes für Strahlenschutz, bleiben die SAR-Werte der WLAN-Geräte bei „körperfernem Einsatz unter den festgelegten Grenzwerten“. Allein „in ungünstigen Situationen (z.B. Laptop auf dem Schoß und Sender unmittelbar über dem Oberschenkel) können Werte in der Größenordnung des empfohlenen Höchstwerts auftreten.“ Nun: Tablets direkt vor dem Gesicht auf dem Schülerpult sind wohl ebenso körpernah. Also werden doch gesundheitliche Grenzwerte, die sogar Krebs verursachen können, überschritten?

Muss das sein? Muss digitale Bildung tatsächlich über WLAN laufen?

Nein. Hätte es interdisziplinäre Teams gegeben, die ganzheitliche Konzepte entwickeln, müsste es sowas nicht geben. Dann wären in Schulgebäuden samt aller Klassenzimmer Netzwerkkabel für kabelgebundene Geräte- und Internetverbindungen installiert worden. Dann würde kein WLAN gebraucht werden – so wie jahrzehntelang in Bürogebäuden, in denen zu jedem Schreibtisch Netzwerkkabel gelegt waren. Dort wurden PCs dann per LAN-Kabel mit dem Internet verbunden.

In Schulen, in denen jetzt WLAN samt Verstärker / Access-Points installiert sind, bleibt nur eines: Ausschalten, wann immer es geht. Das WLAN sollte nur bei Gebrauch im jeweils genutzten Klassenzimmer eingeschaltet werden. Manche Verstärker stecken in der Steckdose des jeweiligen Raums – die können einfach rausgezogen werden. An Access-Points an der Zimmerdecke können hoffentlich die Funkmodule ausgeschaltet werden.

Schulen, die jetzt noch in der Planungsphase ihrer neuen Infrastruktur sind, können auf so etwas achten und möglicherweise auf kabelgebundene Lösungen setzen!

Nun wird der eine oder Andere fragen: Was machen die, die bereits Tablets mit WLAN nutzen müssen? Tablets können doch nicht mit LAN-Netzwerken verbunden werden? Das ist nicht richtig, weiß Referentin Susanne Braun-Speck. In ihren Weiterbildungskursen für Lehrkräfte zeigt sich schon einmal am Bildschirm, wie das gehen kann. Auch in ihrem Blogbeitrag „Funkstille: Wie geht Homeschooling auf dem platten Land? beschreibt sie, wie Tablets ohne LAN-Steckplatz trotzdem kabelgefunden ins Home- oder Schulnetzwerk kommen. Über USB (C)-LAN-Adapter bzw. USB-Ethernet-Adapter.

Mit so einem Adapter können Tablets über Kabel und (Telefon-) Router mit dem Internet verbunden werden! Das hilft übrigens auch sehr Zuhause, während Corona-Quarantänen und Homeschooling-Phasen.


Repeater und Access-Points – der Unterschied:

Repeater wiederholen und verstärken WLAN; sie stecken in der (Strom-) Steckdose und erweitern die Reichweite von drahtlosen Netzwerken per Funk. Sie empfangen Signale vom Router, verarbeiten diese und senden sie verstärkt weiter – per Funk. Ein Access Point hängt oft an der Decke und funktioniert ähnlich wie ein Router. Er ist über Kabel mit dem Server und damit über Kabel mit dem Internet verbunden. Er funkt „nur“ innerhalb des Klassenzimmers und verbindet die Endgeräte untereinander und mit sich selbst. Der Access Point funkt anschließend auf einem anderen Kanal, als der Router – damit wird die Internetverbindung entsprechend schneller und stabiler. (Erklärung unter Vorbehalt der Überprüfung durch eine Netzwerk-Techniker)


Weiterführende Informationen / Quellen

Im Mittelpunkt der Corona-Krise steht insbesondere auch das Bildungssystem. Wie kann Schule funktionieren, wenn Schüler ständig in Quarantäne sitzen? Wie werden Lehrkräfte er- oder eingesetzt, die zu Corona-Risikogruppen gehören? Wie gelingt digitale Bildung krisengerecht und nachhaltig, wenn Erfahrung und Fachleute dafür fehlen? Endgeräte gerade erst geliefert und Lern-Management-Systeme im Quarantäne-Fall spontan eingerichtet werden? Das bei IT-Fachkräftemangel? Die Lösung in Kürze:

Freiberufler unterstützen Schulen!

IT- / Digitalisierungs-Manager und Medien-Coaches werden in Schulen grundlegend gebraucht, um digitale Bildung nachhaltig gestalten zu können. Genauso wie in Firmen – auf Dauer.

Mit #Freelancer4Schools können aber auch akute Corona-Probleme gelöst werden: freiberufliche IT- und Medien-Experten könnten als Helfer in der Krise, als Lernbegleiter und Aushilfslehrkräfte eingesetzt werden, womit sogar drei Ziele erreicht werden würden:

  • Corona-bedingten Lehrermangel ausgleichen
  • Freiberuflern in der Krise ein Einkommen sichern
  • IT- und Medien-Knowhow in die Schulen bringen.

Hier könnte eine neue “Symbiose-Art” entstehen, meint Susanne Braun-Speck, Referentin für digitale Bildung und ehemalige IT-Personalvermittlerin.

Ist-Situation Herbst 2020: Der Schulalltag ist von AHA-L-Regeln geprägt sowie von Bildung, die entweder im Eiltempo oder auf Sparflämme läuft. Einige Schulen setzen auf Vorarbeit und verlangen von Lehrkräften und Schülern 150% Leistung. Andere Schulen setzen auf Minimalismus und specken den Lehrplan auf das Notwendigste ab. Mögliche CoVid19-Erkrankungen und eventuelle Quarantänen erzeugen Druck und Stress – seit vielen Monaten! Die mangelnde Erfahrung mit Homeschooling, mit Fernunterricht, der pädagogischen Herangehensweise und der digitalen Technik dazu, sorgt zunehmend für Stress. Obwohl die Lehrkräfte teilweise in Sachen Lern-Management-Systemen, Online-Konferenzen führen, etc. mittlerweile geschult sind, Glasfaserleitungen, WLAN und mancherorts neue Endgeräte vorhanden sind, funktioniert es dennoch sehr, sehr häufig nicht. Und: Schüler werden darin noch längst nicht geschult. Sie müssen alles erproben und weitestgehend zusehen, wie sie klarkommen. Funktionierende und nachhaltige digitale Bildung ist das nicht.

„Oft bricht die Internetverbindung ab oder ist grundlegend zu schwach; bei Online-Konferenzen haben viele noch nicht einmal Ton – wie soll so digital kommuniziert werden? Außerdem sind auch Schüler zwar Smartphone-affin, aber nicht in der Anwendung von Tablets mit all seinen vielen Software-Anwendungen (APP´s) s und Tools geübt. In meinen Workshops erlebe ich seit Corona-Krisenbeginn ständig solche Situationen oder bekomme sie erzählt. Manchmal auch mit Beschwerden – ich hätte ja gesagt, das empfohlene Online-Konferenztool würde super funktionieren“, ist Braun-Specks Erfahrung.

Tut es auch, die Probleme liegen woanders. Aber wo?

Eins weiß die Referentin ganz sicher: Am Online-Konferenztool selbst liegt es nicht. Sie selbst nutzt BigBlueButton, welches seit 2007 für die Bildungsbranche entwickelt wird. Es ist datenschutzkonform und bietet mehr integrierte Funktionen als ähnliche Tools: zum Beispiel ein digitales Whiteboard als Tafelersatz. Wenn ihre Kursteilnehmer Zuhause sind und sich vor dort in die Onlinekurse einwählen, gibt es vereinzelt Verbindungsprobleme. Insbesondere dann, wenn die Teilnehmer im ländlichen Raum leben. Doch in Schulen vor Ort gibt es sehr oft, fast unlösbare Probleme mit Internetverbindungen bei allen Teilnehmern.

Was ist jeweils die tatsächliche Ursache dafür? Liegt es am (W)LAN der Schule? Am Landesserver? An den Endgeräten? Am Benutzer? An alten Kabeln oder falsch verlegten? An den Online-Konferenztools selbst liegt es nicht – möglicherweise aber an dem Server, auf dem sie installiert sind. Oder weil gerade Zuviele zeitgleich darauf zugreifen. Doch: Die Server-Leistung (RAM/Arbeitsspeicher, Kernel- oder sogar Server-Anzahl) könnte erhöht werden – aber wer weiß das schon? Wer sollte in der Schule herausfinden, was nicht funktioniert? Generell und in der Krise unter Corona-Bedingungen?

Es gibt in den Schulen niemanden, der einschlägiges Knowhow und die Zeit für sowas hätte. Also Niemanden, der Netzwerk- und Systemadministrator ist, Content-Manager oder Dozent für digitale Anwendungen.

„Es gibt mehr als 150 IT- und Medienberufe, für welche jeweils eine einschlägige Ausbildung, meistens ein Studium, erforderlich ist. Entsprechend ist verwunderlich, dass Politik und Gesellschaft erwarten, dass nicht-digitalaffine Lehrkräfte das mal eben nebenbei lernen und leisten. Auch können Schüler allein keine Websites entwickeln oder sind als Smartphone-User am PC fit – es sind doch nicht alle Wunderkinder“, meint Braun-Speck, welche vor 19 Jahren (2002) das erste Berufe-Glossar der Branche erstellt hatte (siehe Quellen unten oder Link).

Zwar ist auch auf Bundesebene mittlerweile angekommen, dass Schulen „IT- und Medienexperten“ brauchen – aber: wann die kommen können, steht in den Sternen.

Dabei spricht die Politik von „Informatikern“, aber: Das ist das falsche Berufsbild.

Im Sprachgebrauch von Beteiligten des Bildungssystems wird ständig von Informatik-Unterricht und Informatik-Fachlehrern gesprochen, welche dringend gebraucht werden. Doch: Tatsächlich müssen Lehrkräfte wie auch Schüler KEINE Aufgaben von Informatikern ausführen können. Informatiker beschäftigen sich in ihrer Berufstätigkeit überwiegend mit der Entwicklung von Programmen, Software, Hardware und Systemlösungen, sowie mit Künstlicher Intelligenz, Maschinen-Programmierung oder zum Beispiel mit der Installation und Administration von Systemen & Netzwerken.

Lehrkräfte und Schüler brauchen in einer digitalen Welt “nur” Anwender-Kenntnisse.

In der elektronischen Datenverarbeitung (kurz: EDV) steht der Ausdruck “Anwender / User / Benutzer” für eine Person, die einen Computer, eine APP, ein Online-Portal oder andere digitale Medien benutzt. Zukünftig werden sowohl in Schulen, wie auch in fast allen anderen Berufsbereichen solche digitalen Anwender-Kenntnisse benötigt. Also zum Beispiel digitales Schreiben und Kommunizieren, online Recherchieren und Lernen, etc.

Klar wird: Für manche Aufgaben auf Dauer, sowie für neue Vorhaben und Projekte, sowie für die Corona-Krise werden einschlägig qualifizierte ITK- und Medien-Experten in Schulen gebraucht. Anders ist nachhaltige, digitale Bildung nicht möglich.

Bereits im Sommer 2018 entwarf Braun-Speck den Beruf des IT- / Digitalisierungs-Managers für Schulen und versuchte, dafür im Bildungswesen Gehör und in der Wirtschaft Unterstützung zu finden. Solche Digitalisierungs-Manager oder auch Medien-Coaches sollen die treibende, führende und organisatorische Kraft zur Entwicklung und Einführung von Medienkonzepten und Technik sein. Für jede Schule einen Digitalisierungs-Manager war angedacht, denn:

Wie sollte sonst Digitalisierung in Schulen gelingen – mit beispielsweise 800 Schülern und 60 Lehrern (= 860 User), wenn kein einziger IT-Experte im Hause ist?

In der Regel ist es so, dass an einer Schule ein bis zwei Lehrer zwei Zusatzstunden pro Woche haben, um als technische Ansprechpartner und Supporter zu agieren. Bedeutet: sie haben ständig “Land unter” und wissen nicht, wie sie diese umfangreiche Zusatzaufgabe stemmen sollen. Erzählt wird auch von Schulen, wo die Schülertechnik-AG – auch oder insbesondere während des Unterrichts – diesen Job an der Schule machen. Hausmeister sind auch involviert. In manchen Bundesländern gibt es mittlerweile Medienzentren oder IT-Systemhäuser in öffentlicher Hand, sowie Beratungs- und IT-Unternehmen, aber … Es funktioniert ja nicht. Wie kann es sein, dass Schulen immer noch überwiegend alleine im Regen stehen?

Ein vergleichsweiser Blick in die Wirtschaft: In Unternehmen mit beispielsweise 860 Usern gäbe es eine ganze IT-Abteilung! Und externe Berater für neue Vorhaben und Projekte.

Zuletzt sprach Braun-Speck von der Situation und der Idee der Digitalisierung-Managern in Schulen im Juni 2020 mit ihrem gleichnamigen Impuls-Beitrag beim

Barcamp #SchuleNeuDenken von Dorothee Bär

Am 20.6. fand das Online-Barcamp #SchuleNeuDenken auf digitalitaet20.de statt. Veranstalter war das Bundeskanzleramt in Verantwortung der Beauftragten der Bundesregierung für Digitales, Dorothee Bär. Dabei: 1.700 aktive Teilnehmer plus Zuschauer, 32 Sessions (Aufgabenfelder), aufgeteilt in 80 Online-Konferenzräume (mit dem Tool BigBlueButton). In jeder Session gab es mehrere Impuls-Beiträge, welche dann in den Live-Sessions diskutiert wurden.

Leider wurde die Website des Barcamps https://digitalitaet20.de gehakt – aktuell (Stand: 6. und 7.11.20 morgens) ist die Website nicht erreichbar. Sie war gehakt worden und zwischenzeitlich mit Fremdinhalten gefüllt. Braun-Speck entdeckte das zufällig, weil sie Jemanden den Link zu ihrem Impuls senden wollte. Sie informierte sowohl die Staatssekretärin von Dorothe Bär – Dr. Dorit Bosch – wie auch die betreibende Agentur. Diese arbeitet bereits daran, die Website wiederherzustellen. Aber zum Glück gibt es noch eine weitere Domain, auf der die einleitenden Sessions des Barcamps erreichbar sind. Die von Braun-Speck ist diese > bitte Link im Webbrowser öffnen: https://digitalitaet20-impulse.de/?p=4273

Dennoch werden derzeit die Ergebnisse des Barcamps ausgewertet. Aber nicht vom Digitalisierungs-Ministerium, sondern von Privatpersonen und Unternehmern – warum? Dazu gab es bisher keine Antwort. Siehe Twitter unter den Hashtags #schuleneudenken #digitalitaet20

Problem: Der Arbeitsmarkt gibt solche Fachkräfte nicht her!

Selbst wenn die Politik bereits IT- / Digitalisierungs- sowie Medien-Experten im Bildungssystem vorsehen würde und die Finanzierung sichergestellt wäre: Am ITK-Arbeitsmarkt fehlen laut dem Branchenverband BITKOM circa 125.000 IT-Fachkräfte. Entsprechend gibt es KEINE Fachkräfte, die das Bildungssystem für sich finden könnte. ITK ist die Abkürzung von Informations- und Telekommunikations-Technik. Für die pädagogischen Aufgaben gibt es mittlerweile den Beruf des Medienpädagogen – aber welche Schule hat so jemanden? Wie viele sind davon auf dem Arbeitsmarkt verfügbar?

Die Einzigen, die zu moderaten Honoraren wenigstens tage-, wochen- oder monatsweise bzw. projektweise helfen können, sind hochqualifizierte Freiberufler.

Zwar könnten – bei ausreichender Mitarbeiteranzahl – auch IT-Systemhäuser und Beratungsfirmen solche Fachkräfte für Schulen  liefern, doch: Dort kosten diese 1/3 bis doppelt soviel. Freiberufler sind dagegen inklusive aller Arbeitgeber- und Personalnebenkosten nicht teurer als zum Beispiel Lehrer. Das im Durchschnitt 75 €/Stunde (netto). Berechnung dazu siehe Quellen-Angaben oder direkt hier.

Insbesondere, aber nicht nur während der Corona-Krise, könnten Freiberufler aus der ITK-/ Digitalisierungs- & Medienbranche eingesetzt werden. Kurz: #Freelancer4Schools oder auch #Consultants4Schools.

Diese könnten als medienpädagogische Lernbegleiter & Coaches in Schulen unterstützen; dort und fernmündlich mit Rat und Tat (Support) helfen; auch Workshops geben, etc. Sie könnten die Aufgaben übernehmen, für die weder Lehrkräfte noch Hausmeister ausgebildet worden sind. Das geht auch kurzfristig und relativ spontan und würde enorm beim Homeschooling helfen! Zunächst stunden- oder tageweise? Auf jeden Fall auf Abruf und nur bei Bedarf. Das heißt, es entstehen keine Fixkosten. Außer Einzelne, die als schuleigene Digitalisierungs-Manager auf Dauer besser bleiben sollten und so für nachhaltige digitale Bildung sorgen können.

Um das realisieren zu können, brauchen Schulen im Grunde genommen nur einen “Topf”, sprich finanzielle Mittel, mit denen sie Freiberufler-Honorare bezahlen könnten. Möglicherweise aus den Vertretungsfonds? Dem Digitalpakt?

Sogar die am schlimmsten von der Corona-Krise gebeutelten Freiberufler, die Kreativen und Künstler, könnten in Schulen eingesetzt werden – als Lernbegleiter für digitale Bildung.

Wie das? Digital, digital, digital … Die Lehrpläne und Medienkonzepte sehen vor, dass Lehrkräfte und Schüler sich zunehmend mit Software-Anwendungen und Medien auseinandersetzen. Sie sollen digitale Texte schreiben, digitale Videos und Podcasts (Audios) erstellen, digitale Bilder und Videos – das ist digitaler Content!

Solch ein digitaler Content wird teilweise, nicht nur, von freiberuflichen Künstlern erstellt. Diese heißen Webdesigner, Content-Manager, Online-Journalisten, Video-Producer und und und. Sie könnten derzeit als Lernbegleiter in Schulen aushelfen – und Geld verdienen, wodurch sie dann nicht auf Hilfen vom Staat angewiesen wären.

Content ist eins der neuen Buzz-Worte im Bildungssystem!

„Content ist King“ heißt es seit Jahren in der Wirtschaft, wenn es um Online- und Social-Media-Marketing geht. Jetzt auch in der Bildung! Denn: Die Lerninhalte in Lern-Management-Systemen (kurz: LMS) sind Content. LMS basieren zudem auf Content-Management-Systemen – sie sind technisch in der Regel das Gleiche. Das bedeutet: Webdesigner können Lern-Management-Systeme betreuen, Lehrkräfte und Schüler in der Nutzung schulen und die Lerninhalte (Content) dafür produzieren. Ja, sogar freiberufliche Kunstmaler könnten die fehlenden Kunstlehrer in Schulen ersetzen – wenigstens zeitweise. Auch freiberufliche Event-Manager könnten bei Corona-Quarantänen helfen. Organisation und Planung ist ihr Job.

Aus welch einem Grund, sollen sie arbeitslos Zuhause sitzen, „Stütze“ bekommen, obwohl sie in Schulen gebraucht werden?

Klar wird durch diese Ausführung: Informatiker sind dafür nicht die Richtigen. Aber in der Kreativ- / Künstler-Branche sind die dafür passenden Fachkräfte zu finden. Sind sie Freiberufler und keine Festangestellten, sind sie auch in nennenswerter Zahl am Arbeitsmarkt verfügbar. Heute, während der Corona-Krise, aber auch auf Dauer.

Lehrer-Risikogruppen fit für Homeschooling machen.

Erste Aufgabe der Freiberufler könnte sein, die Lehrkräfte, welche zu Corona-Risikogruppen gehören und aktuell vorsorglich krankgeschrieben sind, absolut fit in Sachen digitaler Bildung zu machen? Dann könnten diese Lehrkräfte vorn Zuhause aus Arbeiten und Schüler unterrichten, die in Corona-Quarantäne sitzen.

Bleibt nur noch die Frage, wie nun diese Freiberufler bezahlt werden und wie sie mit den Schulen zusammenkommen. Finanzierung ist Bundes- bzw. Ländersache. Für die Prozesse und Technik dazu hat Braun-Speck ebenfalls ein Konzept parat und die technische Lösung dafür vorbereitet. Mit dem Bildungsministerium von Schleswig-Holstein steht sie dazu bereits in Kontakt. Doch um das aus den Angeln zu heben wird ein interdisziplinäres Team gebraucht, sowie die Förderung und Unterstützung der Politik und Wirtschaft.

Wie einige Andere meinen, sagt auch sie:  „Digitale Bildung muss nachhaltig angelegt sein und kann nur gemeinsam gelingen. Wirtschaft und Bildung müssen hier eng zusammenwirken. Freiberufler (aus der Wirtschaft) für Schulen sind eine mach- und verfügbare sowie finanzierbare Ressource. Dafür suche ich Unterstützung!“ Kontakt: kontakt@media4schools.de


Urheber des Textes und der oben genannten Ideen:

Susanne Braun-Speck, 52j aus SH, ist heute freie Referentin für digitale Bildung und freiberufliche Online-Marketing-Beraterin mit Schwerpunkt Webdesign und Content-Management. Zuvor 1996-2016 war sie IT-Personalvermittlerin und Franchise-Geber mit ehemals größerer (eigener) Firma. Kunden waren Mittelstand und Großunternehmen wie T-Systems, Dräger Medizintechnik, und viele mehr in der Größenordnung. Es gab von ihrer Vermittlungsagentur 9 Franchise-Niederlassungen in Deutschland.

Seit 2011 engagiert sie sich in Schulen, organisierte zunächst Kurse im Ganztagsbereich für hochbegabte Kinder (mit Themen wie Bionik, Scratch, Robotik, etc); wurde dann selbst zur Referentin im Enrichment-Bereich; war mehr als 4 Jahre aktive Elternvertreterin, und kennt somit Schule in mehreren Rollen. 2017 gründete sie mit Schülern eine Online-Schülerzeitung (als digitales Lernprojekt), welche 2018 und 2020 die beste Online-SZ von Deutschland wurde (Niveau: GYM/GMSmO). Seit Anfang 2019 führt sie auch für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein Workshops zu digitalen Themen durch. Aktuelles steht hier: media4schools.de (Betreiber ist ihr Verein sii-kids & -talents e.V.). Ihre Freiberufler-Website ist tiefenschaerfe.de


Quellenangaben:

  • IT- und Medien-Berufe: Booklet von S. Braun-Speck von 2002 (Link)
    • IT-Berufe > Berufe-Net der Agentur für Arbeit (Link)
    • Medien-Berufe > Berufe-Net der Agentur für Arbeit (Link)
  • IT-Fachkräftemangel Bitkom (Link)
  • Lernplattformen / Content > Wikipedia (Link)
  • Barcamp SchuleNeuDenken, Digitalitaet20 (Link)
  • Was kosten Freiberufler, was Mitarbeiter im öffentlichen Dienst? (Link)

Lehrkräfte und Schüler sitzen (gesund, rein vorsorglich) in einer Corona-Quarantäne? Wie kann Homeschooling / Fernunterricht gelingen, wenn diese im ländlichen Raum leben und Zuhause nur eine sehr schlechte oder keine Internetverbindung möglich ist? Wenn die Schüler und Schülerinnen weder per PC und Internetverbindung über (W)LAN, noch per Mobilfunk über Handy digital kommunizieren können?

Funklöcher gibt es viele auf dem platten Land und die Nutzung von Smartphones ist vielerorts wirklich unmöglich. Doch: Die meisten privaten Haushalte dürften eine Festnetz-Telefonleitung mit Internet haben. Sofern es im Haus auch ein Endgerät gibt (PC, Notebook, Tablet, ggf. Leihweise von der Schule), dürfte den SuS über die Festnetz-Internetleitung fast alles möglich sein. Aber vielleicht gibt es keinen Drucker, um (Haus-) Aufgaben auszudrucken? Oder das Netz oder der PC ist viel zu langsam für Videokonferenzen? Welche Möglichkeiten gibt es?


Grundlegend: Schulbeteiligte, die einen Festnetz-Telefon & -Internetanschluss, aber kein Endgerät mit LAN-Steckplatz und kein funktionierendes WLAN-/Mobilfunk haben, können das Problem mit einem USB (C)-LAN-Adapter bzw. USB-Ethernet-Adapter lösen. Denn:

Mit so einem Adapter (rechtes Bild) können Smartphones & Tablets über Kabel und (Telefon-) Router mit dem Internet verbunden werden! Auf dem Foto links ist die Verkabelung zu sehen.

Achte ggf. bei einer Bestellung auf das richtige Betriebssystem (z.B. Adapter geeignet für MS-Windows oder Adapter für iPadOS – Beispielprodukte bei Amazon sind verlinkt)!

Das geht übrigens auch mit Smartphones – wie, steht in einem Artikel auf CHIP.


Teilnahme an Online-/Video-Konferenzen

  • außer Haus: SuS können mit ihrem Smartphone oder Tablet zu einem Ort gehen, wo eine sichere Mobilfunkverbindung möglich und bestenfalls ein öffentliches (kostenfreies) WLAN verfügbar ist. Mögliche Orte sind z.B.:
    • Hotels, Cafés und Restaurants
    • das jeweilige Gemeindehaus / vor dem Rathaus
    • große Firmen
    • Einzelhandelsgeschäfte

Jugendliche kennen solche Orte oft aus eigenem Interesse. Im Freien wäre das bei schlechtem Wetter natürlich nicht schön oder sogar unmöglich. Spontan geht das i.d.R. nicht, das heißt: ein Termin muss von der LK gut im Voraus geplant sein.

  • im Haus: sollten Schüler so einen Ort nicht in der Nähe haben, und zuhause geht sowieso nichts, könnten Sie alternativ per Festnetz-Telefon an Online- / Video-Konferenzen teilnehmen. Wie das?
    • SuS rufen vom Festnetz einen Klassenkameraden (m/w/d) an, der eine stabile Internetverbindung hat und an Online-/Video-Konferenzen verlässlich teilnehmen kann. > Dieser Klassenkamerad nimmt den Anruf an und legt den Hörer neben seinen PC / Notebook / Tablet. Sofern der Ton (Musikboxen, PC-Lautsprecher) laut gestellt ist, kann der anrufende Schüler (m/w/d) wenigstens mithören. Sehen geht so natürlich nicht.

(Haus-) Aufgaben-Übertragung:

Jetzt wird es anstrengend – oder doch nicht? Wie kommen Schüler und Schülerinnen an ihre (Haus-) Aufgaben, wenn bei ihnen Zuhause komplett digitale Funkstille herrscht?

Zustellen:

  1. Lehrkräfte / SuS selbst könnten ein Elternteil / Freunde / Verwandten bitten, (Haus-) Aufgaben in der Firma abzurufen (per E-Mail, Messenger, LMS) und für diese SuS ausdrucken und an sie aushändigen. Dann können die HA in Papierform erledigt werden.
  2. Alternativ könnten Lehrkräfte natürlich 1x / Woche alle (Haus-) Aufgaben gedruckt per Post zusenden ODER in der Schule abholen lassen (Letzeres geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!).
  3. Sofern es z.B. Hotels gibt, die für ihre Gäste digitale Arbeitsräume mit PC´s und Druckern zur Verfügung stehen, könnten diese digital abgehängten SuS oder deren Eltern z.B. erlauben, dort ihre (Haus-) Aufgaben online abzurufen und auszudrucken (geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!).

Abgeben:

Wer (Haus-) Aufgaben nicht digitalisieren bzw. aufgrund von Funkstille nicht übertragen kann, könnte diese entweder …

  1. per Post zurücksenden
  2. in der Schule vorbeibringen (lassen) – das geht ggf nicht in einer Quarantäne-Situation!
  3. mit ihrem Smartphone oder Tablet abfotografieren und zum Beispiel per Whatsapp oder anderem Messenger bei der nächsten Gelegenheit an die entsprechenden Lehrkräfte senden.

Feedback & Austausch ohne digitale Verbindungen

  • Telefonieren per Festnetz
  • Audiobotschaften per Messenger bereitstellen (der Abruf dürfte irgendwo in der Gegend wohl möglich sein, ggf beim Einkauf mit den Eltern).

Lernen, Wissensvermittlung


Hieraus entstandene Corona-Troubleschooting-Idee: #Unterricht_im_Hotel

Kitas & Schulen sind systemrelevant und bleiben offen. Hotels, etc sind Corona-bedingt derzeit geschlossen. Diese haben aber oft nicht nur WLAN, sondern auch Konferenzräume mit Whiteboards, etc. Wäre es eine gute Idee, die Personendichte in Schulen zu verringern,  indem die oberen Klassenstufen ihren Unterricht in Hotel-Konferenzräumen bekommen?

Ziel: Corona-Ansteckungsgefahr senken! Nebenziel: Hotels wirtschaftlich stärken. (Raumnutzung natürlich nur zu moderaten Preisen).


Weitere Ideen bitte gerne auf Twitter beitragen!

Liebe Lehrkräfte in #Bildung_SH,

bis Mitte November kann ich mit einigen Schulgruppen noch KOSTENLOSE Kurse per #Fernunterricht über das #Videokonferenztool #BigBlueButton durchführen. Inhaltliches Thema ist “Nachhaltigkeit & Smartphones”.

Bei diesem #Onlinekurs lernen Alle zunächst mal die Teilnahme an Fernunterricht per Videokonferenz! Das ist eine Chance mehr, im Fall einer #Corona-#Quarantäne vorbereitet zu sein. Termine anfragen per E-Mail: s.braun-speck@sii-kids.de

#twlz #eduSH #twittercampus #edupnx @LSVGemS_SH

Infos zum inhaltlichen Thema:

 

 

Vielzählig von Lehrkräften in Online-Kursen gehört: Das funktioniert nicht: das Programm, das WLAN, das Videokonferenz-Tool. Merkwürdig wird es, wenn einige der Teilnehmer von Zuhause aus am Online-Kurs teilnehmen – und bei ihnen alles funktioniert. Wie kann das sein trotz Glasfaser und neuer Endgeräte?

Diese Woche hatte ich einen extremen Fall, bei einem meiner Online-Kurse. Mehrere Lehrkräfte nahmen gemeinsam von der Schule aus teil; nur die Schulleiterin schaltete sich von Zuhause aus zu. Letztere konnte an dem Online-Kurs völlig störungsfrei, bei bester Verbindung teilnehmen, während die Lehrkräfte in der Schule es zunächst schwer hatten, mit ihren Laptops online zu gehen und anschließend, ihre Mikrofone anzuschalten, und vor allem: alles auf ihren Bildschirmen zu sehen.


Fernunterricht mit Hindernissen …

In dem Kurs musste ich, als Referent und Kursleiter, häufig meinen Bildschirm teilen und den Teilnehmern Etwas erklären, was auf meinem PC zu sehen war. Bei einer stabilen Internetverbindung klappt das wunderbar. Seit Beginn der Coronakrise hatte ich selbst bisher nur ein einziges Mal Probleme damit.

Heute wurde mir eingangs erzählt, diese Schule hätte sich vorher schon mit Jitsi versucht (über Dataport) und es hätte nicht funktioniert. Aber heute gab es dieselben Probleme mit BigBlueButton.

Allerdings hörte und höre ich immer und immer wieder aus Schulen, dass sie mit Online-Konferenz-Tools und Lern-Management-Systemen wie iServ, Moodle, Itslearning, BigBlueButto, Jitsi, etc. massive Verbindungsprobleme haben – klar, im April und Mai waren die vermutlich alle zeitweise überlastet. Aber aktuell kann das nicht sein. Wenn, dann sind ja gegebenenfalls „nur“ Kohorten im Homeschooling und nicht alle Schüler (m/w/d).

Am Tool und dem Server (z.B. bei einem Internet-Provider / Hoster), wo das jeweilige Online-Konferenztools installiert ist, wird es nicht liegen. Ich äußerte diese Annahme in meinem hier beschrieben Online-Kurs, aber die Schulleiterin dementierte: Glasfaser ist verlegt. Soweit gut, aber:

Warum gab es keine stabile Internetverbindung in der Schule? Aber von Zuhause aus lief es?

Da es elementar wichtig war, dass die Teilnehmer sehen, was ich auf meinem Bildschirm aus der Ferne teilte, bat ich die Lehrkräfte sich testweise mit Smartphone einzuwählen – über Mobilfunk.

Und siehe da: Über Mobilfunk klappte es!

In Sekundenschnelle konnten sie alles sehen und aktiv teilnehmen. Tatsächlich funktionierte die Verbindung zur BigBlueButton Online-Konferenz über die Handys völlig störungsfrei und gut. Natürlich nur solange, bis das Datenvolumen aufgebraucht war … Parallel konnte die Schulleiterin von Zuhause aus auch die ganze Zeit problemlos teilnehmen.

Ich, als alter Hase der IT- und Medienbranche, merkte an, dass das Internet-Verbindungs-Problem in der Schule zum Beispiel folgende Ursache haben kann:

  1. einen überlasteten – internen – Router
  2. alte Kupferkabel, die von der Glaserfaserleitung von der Straße, in die Schule führen
  3. oder der Datenübertragungs-Leistung des Internetanschlusses (Telekom, o.a. Anbieter)
  4. ggf an den Leistungen der Endgeräte (ein Lehrer konnte nach einer gewissen Wartezeit und Verbindungsdauer endlich meinen geteilten Bildschirm sehen).
  5. zu wenig Glasfaser-Anschlüsse?
  6. der Landesserver

Die Schulleiterin versicherte, dass der Vertrag der Telekom ausreichend Übertragungsrate enthält. Und die Endgeräte waren alle neu und hatten wohl alle 8 GB Arbeitsspeicher – sollte reichen.

Also ist das ein Netzwerk-/ Router-Problem? Wie funktioniert das?

Das LAN und WLAN in der Schule läuft über den Router des Telefon-/Internet-Anbieters.

  • Das entweder mit Kabel vom PC zum Router (LAN-Verbindung),
  • oder kabellos über WLAN vom PC zum Router

Vom Router aus ist es für alle Teilnehmer gleich: die Internetverbindung läuft über (Netzwerk-) Kabel im Schulgebäude und -gelände über Telefonleitungen (ggf. aus Kupfer) bis zur Straße, wo in der Regel das Glasfasernetz beginnt. Anders ist das bei Handys / Smarthones: die können statt WLAN auch Mobilfunk nutzen (Datenvolumen muss verfügbar sein).

Ab der Straße laufen alle Daten über eine Glasfaserleitung zu einem Landesserver.

In Schleswig-Holstein soll es laut einem Netzwerktechniker sowie weiteren Informanten so sein, dass die Landesrechner (also Notebooks und Tablets, die an Schulen ausgeliefert worden sind) immer eine Verbindung zum Landesserver eingehen und dort über eine einzige Glasfaser-Verbindung mit einem einzigen Server verbunden werden. Diese Leitung ist quasi dauerhaft überlastet!

Dazwischen geschaltet ist (laut Dritter), aus Datensicherheitsgründen, ein VPN-Tunnel, der zusätzlich dafür sorgt, dass manche Teilnehmer einige Online-Dienste, APP´s etc garnicht erst aufrufen können.

Netzlast bei Online-Konferenztools:

Außerdem soll das Online-Konferenztool #Jitsi, welches vom Bildungsministerium SH kostenfrei über Dataport bereitgestellt wird, je Teilnehmer einen bis zwei Kanäle eröffnen. Zwei sind es je TN, wenn auch die Webcam aktiviert wird. Bei 40 TN wären das in der Summe 80 (Daten-) Kanäle! Vergleichsweise werden die Kanäle bei #BigBlueButton auf der Serverseite zu einem (1) Kanal gebündelt, weswegen die Server entsprechend weniger belastet werden. Bedeutet: Allein wegen vielfach höheren Netzlast sollte Bigbluebutton dem Jitsi-Tool vorgezogen werden.

Zu wenig Glasfaser-Leitungen je Schule?

Schlussendlich schrieb vor Kurzem jemand auf Facebook in der Gruppe Medienpädagogik, dass EINE einzige Glasfaserleitung je Schule natürlich auch schnell überlastet ist. Derjenige wirkte durchaus so, als wäre er vom Fach! Kurze Lösung laut ihm: Es muss mehrere Glasfaserleitungen je Schule geben.

Auch oben genannter Netzwerktechniker erzählte, dass eine “seiner” Schulen das Problem mehr oder wenig zufällig dadurch gelöst hätte, dass der Schulträger, neben dem Landesserver / Landes-Glasfaser-Anschluss, einen zweiten Glasfaseranschluss über einen anderen Telefonanbieter hatte legen lassen. Dort funktioniert die Internetverbindung deutlich besser und damit auch das Homeschooling – zumindest technisch betrachtet.

 

Ob Schüler (m/w/d) ihre Smartphones in der Schule nutzen dürfen sollen oder nicht, ist seit Jahren ein leidenschaftliches Diskussionsthema. Spätestens seit der Corona-Krise sind die Mobilgeräte allerdings für die Nutzung zu Unterrichtszwecken nicht mehr wegzudenken. Wie sieht es damit jetzt im Schulalltag aus? Fakt ist: Es muss immer Regelungen für so Etwas geben – zum Beispiel in Form einer Nutzungsordnung > hier steht ein Muster dafür bereit.

Die folgende Handy / Mobilgeräte-Nutzungsordnung hat Susanne Braun-Speck (media4schools / sii-kids) 2018 für eine Gemeinschaftsschule geschrieben. Der erste Absatz wurde später erweitert und die Reihenfolge von zwei Ziffern geändert, aber ansonsten ist diese Nutzungsordnung so noch im Einsatz – sie scheint sich bewährt zu haben. Hiermit stellt sie diese Handy- bzw. Mobil-Nutzungsordnung gemeinfrei als Muster anderen Schulen zur Verfügung.

Beachte: Dies ist ein Muster, welches auf eigene Verantwortung genutzt, sowie in eigenem Ermessen verändert und ergänzt werden kann. Die zur Verfügungstellung des Musters stellt keinen Rechtsrat dar und jegliche Haftung durch die Urheberin entfällt. Eine rechtliche Prüfung, z.B. durch einen Rechtsanwalt, fand nicht statt. Aber natürlich wurde sie, bei oben erwähnter Schule, von allen Gremien geprüft – wobei bis heute ein fehlendes Teilwort niemanden aufgefallen ist (ergänzt: heute).

Download als PDF oder als Word-Datei möglich.

Copyright-Hinweis: Nutzung und Weitergabe sowie Veränderung erlaubt – mit Namensnennung – nicht-kommerziell – Urheber: Susanne Braun-Speck, media4schools.de by sii-kids.de, Kontakt: s.braun-speck@sii-kids.de


(Handy-) Nutzungsordnung für mobile Geräte in der Schule (Muster)

 

Präambel

Grundsätzlich ist die Nutzung von mobilen Geräten (Handys, Smartphones sowie Tablet-PC) an unserer Schule / auf dem Schulgelände erlaubt. Damit für alle Beteiligten (Schüler, Lehrer, Besucher, etc) gleiche und verbindliche Rechte und Regeln gelten sowie im Unterricht die Nutzung von Online-Medien möglich wird, ist in dieser Mobil-Nutzungs-Ordnung Folgendes geregelt:

  1. Grundsätzlicher Umgang mit mobilen Geräten in der Schule und auf dem Schulgelände inkl. Pausen-Regelung:
    1. In wichtigen Angelegenheiten darf jederzeit telefoniert werden. Die Gespräche sind kurz zu halten und auf das Wichtigste zu begrenzen. Zum Beispiel
      1. wenn Stunden ausfallen und ihr dies mit den Eltern absprechen müsst.
      2. bei Notfällen jeder Art.
    2. Bei Veranstaltungen, an Projektentagen, etc. dürfen die Geräte – insbesondere die Kameras – benutzt werden, damit Schüler und Lehrer über diese Ereignisse berichten können. Hierbei sind besondere Regelungen hinsichtlich Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten.
    3. In den Pausen dürfen mobile Geräte wie folgt genutzt werden:
      1. Ab dem 7. Jahrgang dürfen die Geräte in den Pausen benutzt werden.
      2. Eine Nutzung in der Mensa oder auf den Toiletten ist untersagt.
        1. Beim Musikhören müssen Kopfhörer benutzt werden. Die Lautstärke darf Menschen in der Umgebung nicht stören. Man muss weiterhin ansprechbar bleiben.
  2. Nutzung im Unterricht
    1. Natürlich soll der Unterricht im Interesse der Schüler möglichst störungs- und ablenkungsfrei gestaltet werden. Entsprechend ist im Unterricht grundsätzlich die Nutzung zu persönlichen Zwecken (außer bei Notfällen) untersagt.
    2. Sofern Mobilgeräte nicht zu Unterrichtszwecken genutzt werden, sind diese in der Tasche (Schulrucksack, Jacke, nicht Hosentasche/nicht direkt am Körper) komplett ausgeschaltet oder auf Flugmodus
    3. Dagegen soll die Nutzung von mobilen Geräten in Zusammenhang mit Online-Medien beim Unterricht gefördert Deshalb ist in Absprache mit dem jeweiligen Lehrer während des Unterrichts Folgendes möglich:
      1. Insbesondere dürfen Mobilfunkgeräte zur Recherche von Informationen und zur Veranschaulichung (z.B. durch das Zeigen von Bildern oder Videos zum jeweiligen Thema) genutzt werden.
      2. Beteiligte (Lehrer und Schüler) dürfen interessante Tafelbilder, Kunstwerke, Projektarbeiten o.ä. fotografieren. Urheberrechte sind zu beachten!
      3. Im naturwissenschaftlichen Unterricht dürfen interessante Experimente gefilmt oder fotografiert werden.
      4. Auf Ausflügen und Klassenfahrten darf zu Dokumentations- oder Erinnerungszwecken gefilmt oder fotografiert werden. Beachte hierzu Ziffer 4 dieser Nutzungsordnung!
      5. Im Musikunterricht darf man das Handy zum Aufnehmen oder Abspielen von Musik nutzen.
      6. Und im Mathematik-Unterricht darf z.B. der Taschenrechner, die Uhr, der Kalender oder die Stoppuhr genutzt werden.
  3. Gesundheit
    1.  Die Nutzung von mobilen Geräten ist in vielerlei Hinsicht nicht gesund, worauf wir hier hinweisen möchten. Bedenke also jederzeit: Jedes elektrische Gerät gibt „Elektro-Smog“ ab. Ein mobiles Gerät tut dies in zweifacher Hinsicht und beides ist ungesund:
      • Mobil-Funk (beim Telefonieren und z.B. bei Datenübertragung) ist hochfrequente Strahlung
      • Die Stromversorgung darin ist niederfrequente Strahlung (magnetische bzw. elektrische Energie)
      • Der kleine Bildschirm strengt die Augen an und überfordert sie schnell.
      • Nur gesunde Ernährung und Sport halten euch schlank, Bewegung ist das A und O. Das krumme Beugen über Smartphones kann dem Körper massiv schaden.
  4. Persönlichkeits- und Datenschutzrechte
    1. Jeder Schüler ist für die Sicherung seiner Mobilfunkgeräte samt Inhalten selbst verantwortlich und hat diese mit einem Passwort zu schützen.
    2. Die Schule übernimmt keinerlei Haftung!
    3. Niemand darf die Inhalte persönlicher Gegenstände kontrollieren, d.h. Lehrer dürfen beispielsweise nicht die Nachrichten auf Schüler-Handys lesen.
    4. Alle Beteiligten an der Schule dürfen keine digitalen Beiträge, Nachrichten, Fotos, Videos machen, sehen, veröffentlichen oder verteilen, die
      1. gegen die guten Sitten oder geltendes Recht verstoßen (z.B. als Mobbing betrachtet werden können).
      2. deren Veröffentlichung einen Straftatbestand erfüllt oder eine Ordnungswidrigkeit darstellt,
      3. die gegen das Urheberrecht, Markenrecht oder Wettbewerbsrecht verstoßen
      4. der beleidigende, rassistische, diskriminierende oder pornographische oder gewaltverherrlichende Inhalt haben.
    5. Fotos und Videos von anderen, einzelnen Schülern oder kleinen Gruppen dürfen nur mit deren persönlicher Einwilligung gemacht werden. Für Schulzwecke liegt ein formuliertes Genehmigungsformular im Sekretariat bereit.
    6. Fotos von Gruppen mit mehr als 15 Personen auf dem Bild dürfen gemacht werden, solange sie nicht gegen Ziffer 4.4. verstoßen.
  5. Folgen bei Missachtung der Nutzungsregeln:
    1. Störungen durch Mobilfunkgeräte im Unterricht können wie folgt geahndet werden:
      1. Bei 1maligen Klingeln, Vibrieren oder ähnlichem wird der jeweilige Schüler aufgefordert, das Handy in den Flugmodus zu versetzen.
      2. Sollte ein Schüler ein Gerät aktiv nutzen (z.B. unter dem Tisch oder in der Hosentasche) darf der anwesende Lehrer das Gerät einsammeln und bis zur Abholung am Ende des Schultages im Sekretariat abgeben.
      3. Sofern ein Schüler über mehrere Wochen immer wieder diese Regeln missachtet, kann er ein bis zu 14-tägiges komplettes Nutzungsrechtsverbot auferlegt zusammen mit einer Missbilligung bekommen. In solch einem Fall werden die Eltern benachrichtigt.
    2. Bei Missachtung der Persönlichkeitsrechte (Ziffer 4) gibt es folgende Möglichkeiten:
      1. Sollte jemand feststellen (zum Beispiel, weil ein Bild oder Video unter Schülern verteilt wurde), dass z.B. gegen die Persönlichkeitsrechte von sich oder anderen Schülern verstoßen wurde, können Betroffene selbst oder Freude/Klassenkameraden und/oder Lehrer sowie Eltern Beschwerde bei der Schulleitung einreichen und/oder sich Hilfe bei den Schulsozialarbeitern holen.
      2. Jeder ist berechtigt und darf sich aufgefordert fühlen, freiwillig die Inhalte seines eigenen Mobilgerätes zu zeigen, sofern er den Inhalt für persönlichkeitsverletzend, gefährlich oder straffähig hält.
      3. In Zweifelsfällen bzw. bei starkem Verdacht auf solche Rechtsverletzung wird die Polizei hinzugezogen und ggf. Anzeige erstattet.

Feburar 2018 (überarbeitet 2020/10)

Fernunterricht / Distanzlernen mit BNE-Thema üben.

Aktuell wird der digitale, medienpädagogische Workshop “Nachhaltige Smartphones, digital präsentiert” von Media4Schools / sii-kids & -talents e.V. angeboten und durchgeführt. Darin erfassen die Teilnehmer das Thema “Nachhaltigkeit” sowie “digitales Lernen“ in vielen Facetten.

Durch den Bezug zu Smartphones werden globale Zusammenhänge mit der Lebenswelt der Schüler hergestellt und macht für sie das Verstehen der Thematik leichter. Außerdem üben wir hierbei digitalen Fernunterricht – das hilft bei der Vorbereitung auf eventuelle Corona-Quarantänen.

Vereinfacht ab Kl. 4; perfekt für Schüler ab der 7. Klasse,

Dieser Online-Kurs eignet sich inhaltlich für (Berufs-) Schüler / Jugendliche ab der 7. / 8. Klasse, insbesondere gut für Jahrgänge, in denen Projektarbeiten anstehen.

Ab Klasse 4 kann eine inhaltlich vereinfachte Form ermöglicht werden!

Inhaltlich geht es um Grundlagen über Nachhaltigkeit, Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitziele. Wir führen H5P-Online-Spiele durch und lernen, wie auf Media4Teens.de “Content” entsteht und Teams digital zusammenarbeiten können. Jede Teilnehmergruppe gestaltet eine eigene Online-Präsentation auf der Website Media4Teens.de – der letzte Teil entfällt bei Schülern der Klasse 4-6.

Genutzt wird dafür der vereinseigene BigBlueButton-Server.

Dieser Online-Workshop kann dazu dienen, Fernlern- bzw. Hybrid-Unterricht zu üben – kostenFREI bis Mitte November. (Gefördert durch öffentliche Mittel des Offenen Kanals SH für Schul-/Jugendgruppen aus Schleswig-Holstein).

Zahlen & Fakten:

Veranstaltungs-Ort:  auf unserem Vereins-Webkonferenz-Server: https://bbb.media4schools.de/b/

Kosten: Keine, kostenfrei

Teilnehmerzahl: 7-24

Dauer: jeweils 2 x 2 Stunden je Gruppe (Klassen können auch in 2 Gruppen geteilt werden)

Wunsch-Termine bitte anfragen bei: Susanne Braun-Speck, s.braun-speck@sii-kids.de, Tel. 0172 – 4332277


Fasst vergessen: Unter den teilnehmenden Schülern verlosen wir 3 Software-Lizenzen für das Erweiterungspack “Nachhaltig leben…” für das PC-Spiel SIMS4 (kennen die SuS > Link).

Schleswig-Holsteiner Schulen können ab sofort das Learning-Management-Systems “ItsLearning” inklusive Beratungsleistungen sowie ein Online-Konferenz-System nutzen. Außerdem ist die kurzfristige technische Ausstattung über das Sofortprogramm des DigitalPakts möglich, und: das Weiterbildungs-Angebot für Lehrkräfte wird erweitert.


Die folgenden Informationen stammen teilweise von der Pressekonferenz der Bildungsministerin Karin Prien am 5.8.; weitere aus Insider-Quellen.

Innovationsschub in der digitalen Bildung

Karin Prien berichtete unter Anderem, dass die Corona-Pandemie zu einem gewaltigen Innovationsschub in der digitalen Bildung führte, die das Ministerium mit allen Mitteln weiter verfolgen wird. Zum Beispiel stellt es ab sofort allen Schulen ein einheitliches Lernmanagementsystem (kurz: LMS) zur Verfügung.

Die Wahl fiel auf ItsLearning, welches das Schulportal von SH (betrieben von Dataport, basierend auf dem System von Univention, bekannt als UCS) ergänzen wird.


ItsLearning ist eine kommerzielle, webbasierte Lern- und Community-Plattform, welche 1999 von Studenten des Bergen University College in Norwegen gegründet wurde und heute weltweit vertreten ist. Die deutsche Niederlassung ist in Berlin. ItsLearning wurde als bestes Produkt in der Kategorie Lehr- und Lern-Management-Systeme mit der Comenius-EduMedia-Medaille 2013 ausgezeichnet.

Im Dezember 2019 wurde ItsLearning von der Sanoma Group übernommen, einem führenden europäischen Lern- und Medienunternehmen mit Hauptsitz in Helsinki, Finnland. ItsLearning ist jedoch ein eigenständiges Unternehmen innerhalb des Konzerns, das 2019 einen Nettoumsatz von 913 Mio. EUR erzielte und 4.000 Fachkräfte beschäftigt.


In Schleswig-Holstein zeigten 415 Schulen (circa 50% der Schulen) Interesse an dem LMS.

Ob diese es tatsächlich nutzen werden oder sich für ein anderes LMS entscheiden, bleibt diesen überlassen.

Einen Antrag können und müssen Schleswig-Holsteiner Schulen ggf.  hier stellen: https://mbforms.schleswig-holstein.de/?view=lmstermin

Später nutzbare ItsLearning-Startseite: https://sh.itslearning.com/


Für die Einführung von ItsLearning werden jetzt die Fortbildungs-Angebote beim IQSH erweitert (siehe FORMIX, suche dort nach ItsLearning). 100 Schulen pro Woche sollen an das LMS angeschlossen werden können. Natürlich sollen auch Fortbildungs- und Beratungsangebote von Lehrkräften dazu genutzt werden können und werden entsprechend ausgebaut. Die Kosten dafür trägt das Land, wobei die Mittel dafür vermutlich teilweise aus dem DigitalPakt des Bundes stammen (Annahme der Redaktion*).

Nachtrag vom 20.8.: Laut Pressemitteilung des BIMI vom 19.8. stimmt die #Annahme der Redaktion. Darin steht folgendes:

“Die Kosten für das LMS werden vom Land und vom Bund Schleswig-Holstein aus den Mitteln des DigitalPaktes Schule getragen.”


Gegenstände der Förderung der DigitalPakt-Vereinbarung in der Vergaberichtlinie von SH gestrichen.

Laut der Verwaltungsvereinbarung vom #DigitalPakt Ziffer 3.1.3 und 3.2. sowie 3.4 können auch Lehr-Lern-Infrastrukturen, z.B. #Lernportale sowie Beratungsleistungen daraus finanziert werden.

Aber: in der Vergabe-Richtlinie von SH ist das nicht wiederzufinden.

Laut Auskunft der Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke war im Vorwege bereits vorgesehen gewesen, dass finanzielle Mittel für Lehr-Lern-Management-Systeme, Lernportale, etc sowie Beratungsleistungen aus dem DigitalPakt nur vom Land genutzt werden sollen.

Im Umkehrschluss haben dadurch weder Schulen noch Schulträger diese, vom Bund vorgesehene, Möglichkeit und müssen Beratungsleistungen und Lernportale / Lern-Management-Systeme selbst finanzieren – sofern es sich nicht um das einheitliche System des Landes handelt. Anders ist das z.B. in Bremen (siehe pdf)und Hamburg (siehe pdf) – dort können sehr wohl Lehr-Lern-Infrastrukturen aus DigitalPakt-Mitteln bezahlt werden.

Download DigitalPakt des Bundes – Download der Vergabe-Richtlinie SH.

Entsprechend zählt neben den laufenden Lizenz- / Nutzungskosten und den technischen Möglichkeiten und Funktionen des LMS, für die Schulen wohl auch, wer die Kosten trägt. Sie selbst, wenn sie etwas Anderes als ItsLearning nutzen. Dieses durfte übrigens aufgrund der Corona-Krise ohne Ausschreibung eingekauft werden. Aber nicht für die Nutzung auf Dauer. In 2021 muss das Land eine öffentliche Ausschreibung durchführen.

Sollte es soweit kommen, das ItsLearning danach nicht mehr DAS einheitliche LMS des Landes ist, haben Schulen aber durchaus die Möglichkeit, es weiterhin zu nutzen.

Denn: sie können es ja in eigener Regie weiterbetreiben und ihre Schulträger die Kosten dafür selbst tragen – so, wie die anderen 50% der Schulen im Land, die bereits vor oder seit der Corona-Krise Learning-Management-Systeme wie Moodle oder iServ nutzen. Alternativ wäre der Wechsel des LMS (z.B. von ItsLearning zu iServ) technisch durch einen Ex- und Import der Daten möglich.


Ein Video-Konferenz-System wird von Dataport zum Schulbeginn zur Verfügung stehen.

Welches es ist, wurde während der Pressekonferenz nicht genannt. Zur Debatte standen, nach den uns bekannten Informationen, entweder #Jitsi oder #BigBlueButton. Beide sind datenschutzkonform, sofern sie auf eigenen Servern (hier den Servern von Dataport), betrieben werden. #BigBluebutton bietet sehr viel mehr Funktionen für digitalen Unterricht als Jitsi, insbesondere aber nicht nur hat es ein digitales Whiteboard sowie ein (Ether-) Pad. #Jitsi ist dagegen einfacher zu installieren, sowie leichter zu nutzen.

Nachtrag: Auf Nachfrage erfuhr die erKant-Redaktion, dass das Online-Konferenz-System #Jitsi sein wird. Link: https://video.openws.de/ – bitte den Chrome-Browser dafür nutzen.

Gut zu wissen: An das LMS “ItsLearning” kann wahlweise BBB oder Jitsi angebunden werden. Auch dazu gibt es eine Schulung beim IQSH.

Da diverse Schulen und Schulträger bereits in der Corona-Schulschließungs-Phase auf BigBlueButton (BBB) setzten und eigene Server betreiben oder bei einem Hoster “gemietet” hatten, können sie BBB auch dann weiterhin nutzen, wenn sie sich für das LMS #ItsLearning entscheiden.


Außerdem wurden, laut der Presse-Informationen des Bildungsministeriums, die formalen Voraussetzungen (um Mittel aus dem Digitalpakt zu erhalten) weiter vereinfacht. Heißt: es werden zusätzliche Stellen geschaffen, um die Schulen bei der Digitalisierung zu beraten.

“Das Sofortausstattungsprogramm um Schulen mit digitalen Endgeräten zu versorgen ist, seit ich mich erinnern kann, das erste Bundesprogramm dieser Art, das seinen Namen wirklich verdient“, betonte die Ministerin. Schon seit Anfang Juni hätten die Schulträger sich auf die Beschaffung der Geräte einstellen können. „Spätestens seit dem 14. Juli konnten die Schulträger über das Sofortprogramm digitale Ausstattung beschaffen“, so Prien. Seitdem seien 7,35 Millionen Euro vergeben und insgesamt 9,18 Millionen Euro von 107 Schulträgern beantragt worden.