Lange Zeit hörte die Politik nicht richtig zu und nahm nicht ernst, was externe (Bildungs-) Experten veröffentlichten. Jetzt ist es belegt: Das Ergebnis des jüngsten Schulbarometers der Robert-Bosch-Stiftung zeigt: Lehrkräftemangel ist das größte Problem in Schulen. Anders als behauptet wird, kann es aber durchaus kurzfristige Lösungen geben. Der Einsatz von Freiberuflern & externen Projektanbietern sowie des 4plus1- oder +/- 20%-Modells von Susanne Braun-Speck (Media4Schools-Entwicklerin) können zur Lösung des Lehrkräftemangels beitragen.

Vom Deutschen Schulbarometern wurden im November 2022 Schulleiter:innen in einer repräsentativen Umfrage gefragt, was die größten Probleme in Schulen sind. Das Ergebnis laut Pressemitteilung vom 18. Januar 2023: Personalmangel ist mit Abstand die größte Herausforderung der Schulleitungen – 67% der Schulleiter:innen gaben das an (80% an sozial benachteiligten Standorten); gefolgt von Themen wie Digitalisierung, Bürokratie und eigener Arbeitsbelastung.

Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) spricht jetzt, 18.1.23, von Alarmstufe-Rot in puncto Lehrkräftemangel, siehe Beitrag auf deren Website.

Nachtrag vom 27.1.23: Eine repräsentative Eltern-Umfrage von forsa im Auftrag des Nachhilfeinstituts Studienkreis ergab: 62% der Mütter und Väter beobachten einen Lehrkräftemangel an der Schule ihres Kindes; an weiterführenden Schulen fast 75%. Von 1.018 im Januar 2023 von forsa befragten Eltern, stimmten 86% der Aussage zu, dass unter dem Lehrkräftemangel die Unterrichtsqualität erheblich leidet und deshalb Lernziele nicht erreicht werden. Die soziale Schere infolge der Personalengpässe an Schulen wird sich weiter öffnen. 73% beobachten außerdem, dass Ganztagesbetreuung und Förderangebote häufig ausfallen oder komplett gestrichen werden.

Andere Experten:innen hatten das längst kommen sehen! 

Ganz ehrlich? Dazu brauchte ich (Susanne Braun-Speck, aus Reinfeld (Holstein)), als ehemalige IT-Personalvermittlerin, keine Statistik. Mich beschäftigt das Thema seit 2018 (siehe Kommentar im STERN damals). Als aktive Elternvertreterin sah ich in der Schule meiner Tochter, woran es fehlte: an Grundlagenwissen im Bereich IT und Medien.

Als Personalerin meinte ich grundlegend:

Schulentwicklung muss als Teil von Standortpolitik gedacht werden, als Motor für die Wirtschaft – insbesondere in Zeiten der Digitalisierung, denn KI geht beispielsweise nicht ohne digital gebildeten Nachwuchs.

Selbstredend unterbreitete ich meine Lösungsideen damals schon dem Bildungsministerium von SH sowie dem Bund. Doch externe Experten in Schulen wurden und werden bisher als nicht kompetent genug für Schule herabgewertet. Das in einem Land, in dem Philosophen (Robert Habeck) Vizekanzler werden können? Als heutige Referentin für digitale Bildung weiß ich, wie zielführend und gewinnbringend es sein kann, wenn Externe wie ich mit Lehrkräften zusammen als multiprofessionelle Teams zusammenarbeiten oder auch alleine Projekttage mit Schüler:innen durchführen.

Der Einsatz von Freiberuflern & externen Projektanbietern sowie das 4plus1- oder +/- 20%-Modell sind meine Ideen zur Lösung des Lehrkräftemangel-Problems.

  • Während es durchaus vorstellbar ist und einige Schulleiter von positiven Erfahrungen berichteten, dass Lehramts-Studenten (aktuell über: Aufholen nach Corona) beispielsweise in Fächern wie Deutsch, Mathe oder Englisch so gesehen Nachhilfeunterricht geben oder als zweite Lehrkraft im Klassenzimmer unterstützen, halte ich es andererseits für notwendig, …
  • im MINT- und BNE-Umfeld auf externe Experten zurückzugreifen. Auf Freiberufler sowie Projektanbieter, so wie die Wirtschaft es auch macht! Auf Consultants for Schools, freiberufliche EdTechs, Medien- und IT-Experten sowie externe BNE-Projektanbieter, welche in Schulen arbeiten. 
    • Denn: Freiberufliche Experten sind als Einzige am Arbeitsmarkt verfügbar; ebenso wie externe Projektanbieter. Das im Bereich von der Digitalen Bildung, Schul-IT-Support, für Schulentwicklung, an Projekttagen und natürlich auch im Unterricht.  Zahlen und Fakten siehe im Buchbeitrag dazu.
    • Sie sollen lehren? Auch im Unterricht? Ja, als Quer- oder Seiteneinsteiger:innen. Einige können das ganz sicher direkt, ohne Fortbildung. Etwa solche Fachkräfte, welche auch Ausbilder sind oder schon jahrelang als Dozenten in der Wirtschaft gearbeitet haben. Und solche wie ich, die sowieso schon externe Referenten für Lehrkräfte und Schüler:innen sind. Wer keinerlei pädagogische Fähigkeiten besitzt, kann vielleicht ein Schnell-Aufbaustudium / Fortbildungen in Sachen Didaktik und Pädagogik absolvieren? Wichtig wäre, dass auch Experten ohne Studium, also mit Berufsausbildung und -erfahrung, diesen Einstieg gehen dürfen.
  • Umsetzung im Schulalltag durch ein 4plus1- oder auch +/- 20%-Konzept:
    • Beim 4plus1 Konzept wird einer von 5 Wochentagen zum regelmässigen Projekttag, an dem externe Experten (Freiberufler, Projektpartner) die Schüler:innen in Zukunftskompetenzen unterrichten. Beispiele dazu befinden sich in unserem Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”siehe Vereins-Website.
    • Beim +/- 20%-Konzept ist das beinahe genauso, aber inkl. Abspecken der Lehrpläne um 20% (5 Schultage/Woche sind 100%, 1 Tag davon wird freigemacht für Neues (20%). Ich denke, wir wissen alle, dass es viel Lernstoff gibt, den die Schüler:innen in ihrem späteren Leben nicht brauchen. Dieser soll Platz machen für neue 20% und zwar für zuvor bereits genannte Zukunftskompetenzen.
  • In jedem Fall wären, meiner Meinung nach, Büro- / Verwaltungs- sowie Organisations-Mitarbeiter: innen in Schulen gut. Diese können eine Reihe von administrativen Aufgaben übernehmen und das eine oder andere “managen”, was sonst die Lehrkräfte oder Schulleitungen tun müssten. Das schafft ihnen Freiraum für ihre eigentlichen Aufgaben. 

Statements zu anderen, derzeit in der Öffentlichkeit genannten Möglichkeiten (Nachtrag vom 28.1.23):

  • Mehr Anreize setzen, um Menschen zum Lehramtsstudium zu bewegen: gute Idee, aber das dauert zu lange! Eventuelle Boni, wie Frau Stark-Watzinger und auch die CDU-SH vor Kurzem vorschlug, nehmen den Lehrkräften auch NICHT den Stress, wirkt also kaum.
  • Ausländische Lehrkräfte: Durch die ukrainischen Lehrkräfte bei uns wissen wir, dass es schwerer ist, als es klingt, Menschen mit einer anderen Muttersprache und anderen pädagogischen Ansätzen in Deutschland lehren zu lassen.
  • Nicht gut: Die Idee der SWK / KMK größere Klassen zu bilden. Noch mehr Stress, noch weniger den Schüler:innen gerecht werden? Niemals!
  • Nicht gut: Die Idee der SWK / KMK, Lehrkräften, die in Teilzeit arbeiten, aufzwingen zu wollen, mehr oder sogar Fulltime zu arbeiten, halte ich – als ehemalige Personalerin – für eine ganz schlechte Idee. Denn: der Lehrerberuf ist einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige, welcher wirklich Familienfreundlich ist. Er ermöglicht Eltern, über ihren Arbeits- und Familienbetreuungsumfang selbst zu bestimmen und sich selbst um ihre Kinder zu kümmern; das insbesondere auch in den Schulferien. Es würde eher abschreckend und damit völlig kontraproduktiv auf zukünftige mögliche Lehrkräfte wirken, wenn sie nicht mehr in Teilzeit arbeiten könnten.

Erörterung dessen? Wie bereits geschrieben: gerne stehe ich als Gesprächspartnerin zur Verfügung > Kontakt.


Bereits 2018 versuchten einige andere Eltern und ich (alle Experten aus der IT- und Medien-Branche) in Schule zu unterstützen.

Lokal wurden wir mal angehört, aber auch nicht mehr. Dafür gab es aber später offene Ohren beim IQSH in Kiel für ihre Ideen, insbesondere für meine Workshops zum Thema Online-Schülerzeitungen (mit erkant.de als Projekt zum Nachmachen), welche nachhaltige, digitale Bildung in vielen Facetten ermöglicht. Seitdem konnte ich Lehrkräfte-Fortbildungen durchführen; war in SH auch die Erste, welche 2020 Workshops zum Thema “Videokonferenzen führen” gab. Meine Angebote dazu laufen freiberuflich sowie über mein Vereinsprojekt “Media4Teens & -Schools“. 

2018 entwickelte ich zudem ein Berufsprofil, welches “Digitalisierungs-Manager für Schulen” heißt – ich bin ja ehemalige Personalvermittlerin

Immer und immer wieder suchte ich den Kontakt zum Bildungsministerium in SH und beim Bund bezüglich IT- und Medien-Experten für Schulen. Zwar wurde mir durchaus geantwortet, aber es folgten keine Taten oder wurde auf die Verantwortung der Länder hingewiesen. Spätestens 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, wäre es im Sinne der Schüler:innen und Lehrkräfte (sowie der Eltern) notwendig gewesen, endlich Externe, freiberufliche Experten und Projektanbieter insbesondere, aber nicht nur aus der IT- und Medien-Branche in Schulen zu holen. Aber das wurde abgeblockt und/oder hausintern versucht zu lösen.

Damit der Lehrkräftemangel und vieles mehr trotzdem in den Blick der Öffentlichkeit geriet, schrieb ich zusammen mit weiteren 18 Autor:innen ein Community-Buch. Es heißt: “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule” und erschien im August 2022. 

Darin hatte ich mich intensiv mit dem Lehrermangel sowie mit Schulentwicklung in puncto digitaler Bildung auseinandergesetzt. Der Beitrag zum Thema heißt darin: “Fach- & Honorarkräfte für eine nachhaltige Schulentwicklung”. Einleitend steht geschrieben: “Digitalisierung? Lehrkräfte-Mangel? Schüler:innen aus der Ukraine? Wie können der Schulalltag, die digitale Transformation und nachhaltige Schulentwicklung realisiert, wie kann hochwertige, chancengerechte Bildung entsprechend Nachhaltigkeitsziel 4 in Schulen gewährleistet werden? Die Antwort liegt in SDG 17: (Bildungs-) Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.” 

Weiter heißt es: “Ohne externe Partner steht das Bildungssystem vor einem beinahe unlösbaren Personalproblem, wie im Laufe dieses Beitrages ersichtlich wird!” Wer alles lesen möchte, kann auf die Website meines Vereins gehen. Dort wurde der Beitrag im November komplett veröffentlicht (Jahre vorher schon in Teilen). Link: https://sii-kids.de/fach-honorarkraefte-fuer-eine-nachhaltige-schulentwicklung/ 

In den sozialen Medien und auf Konferenzen tauchen immer mehr Redner und Blogger aus dem Bildungsbereich auf, die über künstliche Intelligenz und insbesondere ChatGTP sprechen und/oder schreiben. Einige sehen in der Text-/Sprachgenerierungs-Anwendung eine große Chance für das Bildungssystem. Andere halten sie für kontraproduktiv und fragen sich, ob Schüler:innen, Lehrkräften und anderen Personen das kritische Denken, die Kreativität und das selbstständige Schreiben von Texten abgenommen wird. Gefährdet KI die Förderung der 21st Century Skills?

Mit ChatGTP können ganz leicht Hausaufgaben, Projekt- und Abschlussarbeiten, Fachartikel, etc. erstellt werden, ohne dass der oder die Autor:in selbst auch nur ein Wort geschrieben hat. Insbesondere könnten damit Massenhaft FakeNews „geschrieben“ werden – fake deshalb, weil die ChatGTP viele Halbwahrheiten produziert, niemals alle Aspekte berücksichtigt, datenbasierte Stereotypen abbildet und nur auf Informationen zurückgreift, welche spätestens im Jahr 2021 bereit standen. Quellen kann sie nicht angeben.

Dadurch kann beispielsweise ein nicht-zeitgemäßer Beitrag zum Ukraine-Krieg entstehen – siehe Screenshot. Eine Schülerin hatte den 1. Absatz als aktuell verstanden – dabei bezieht sich der Textinhalt nicht auf den Angriffsgriff von Russland auf die Ukraine im Jahr 2022, sondern auf den im Jahr 2014.

Alternative Text-Generatoren sind: Neuroflash (aus D, Hamburg), JasperChat, conversionmaker.ai, writesonic sowie YouChat und weitere.

Bis hierhin ist der Text selbst geschrieben worden.

Für den folgenden Text wurden im ChatGTP Fragen gestellt – die richtigen Fragen zu stellen, ist hier die Herausforderung gewesen. Die Antworten sind von der KI.


Wie kann ChatGTP im Schul-Unterricht verwendet werden?

ChatGPT kann in vielerlei Hinsicht im Schulunterricht verwendet werden. Einige mögliche Anwendungen sind:

  1. Textgenerierung: ChatGPT kann Schülern helfen, kreative Schreibaufgaben zu erledigen, indem es ihnen Vorschläge für Sätze und Absätze gibt, die sie in ihre Arbeiten einbauen können.
  2. Unterstützung beim Lernen von Sprachen: ChatGPT kann Schülern helfen, ihre Fähigkeiten in Fremdsprachen zu verbessern, indem es ihnen hilft, Übersetzungen von Wörtern und Sätzen zu finden und indem es ihnen bei der Verfassung von Sätzen in der Fremdsprache unterstützt.
  3. Unterstützung bei der Recherche: ChatGPT kann Schülern helfen, Informationen zu bestimmten Themen zu finden und zusammenzufassen, indem es ihnen dabei hilft, relevante Suchbegriffe zu generieren und zusammenhängende Texte zu erstellen.
  4. Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung: ChatGPT kann Schülern helfen, Prüfungsfragen zu generieren und Antworten darauf zu finden, indem es ihnen dabei hilft, relevante Begriffe und Konzepte zu identifizieren und die dazugehörigen Informationen zusammenzufassen.
  5. Unterstützung bei der Verfassung von Essays: ChatGPT kann Schülern helfen, ihre Argumentation und ihre Schreibstile zu verbessern, indem es ihnen Vorschläge für Sätze und Absätze gibt, die sie in ihre Essays einbauen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass ChatGPT ein Werkzeug ist und es sollte von Lehrern und Schülern kritisch beurteilt werden. Es ist auch wichtig, die ethischen Aspekte und möglichen Probleme im Zusammenhang mit der Verwendung von AI in der Bildung zu berücksichtigen.

Fragen und Anmerkungen der Redaktion: Wie erkennen Lehrkräfte, wenn Schüler:innen Texte nicht selbst geschrieben haben? Am Schreibstil? An den vielen Wiederholungen (es nervt teilweise…) ? An den plötzlich tollen Schreibkenntnissen der SuS? Es wird eine Herausforderung, damit im Schulalltag umzugehen!

Idee von Susanne Braun-Speck: “Eine überprüfbare Möglichkeit ist die Angabe von Quellen! Meine Jugendredakteure von den Online-Schülerzeitungen müssen in ihren redaktionellen Beiträgen immer die Quellen angeben, dadurch kann ich einzelne Informationen inhaltlich punktuell überprüfen – damit auch die Herkunft. Da ChatGTP keine Quellen angegeben kann, ist das eine sinnvolle Methode.”

Link-Tipp: TaskCard zum Thema von Cornelia Stenschke

Link-Tipp: TaskCard zum Thema von Cornelia Stenschke

Link-Tipp: TaskCard zum Thema von Cornelia Stenschke

 


ChatGTP kann keine Quellen nennen. Wie sicher sind dann die Recherche-Ergebnisse der KI?

Es ist richtig, dass ChatGPT, wie die meisten AI-Modelle, die verwendet werden, um automatisch Texte zu generieren, nicht in der Lage ist, die Quellen zu nennen, auf denen es die generierten Texte basiert. Es ist ein generatives Modell, das auf großen Mengen an Texten trainiert wurde, die im Internet verfügbar sind, und es kann Schwierigkeiten haben, die genauen Quellen zu identifizieren, auf die es sich bezieht.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Recherche-Ergebnisse, die das Modell liefert, automatisch unsicher sind. ChatGPT ist ein fortschrittliches Modell, das auf großen Mengen an Texten trainiert wurde, und es hat eine gewisse Fähigkeit, relevante und zutreffende Informationen zu generieren. Es ist jedoch wichtig, dass die Ergebnisse, die es liefert, von Personen überprüft werden, insbesondere wenn sie verwendet werden, um wichtige Entscheidungen zu treffen oder um wissenschaftliche oder akademische Arbeiten zu unterstützen.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass ChatGPT ein Werkzeug ist und es kann auch Bias enthalten, der in den trainierenden Daten vorhanden ist und es kann auch Probleme bei der Generalisierung und dem Umgang mit unbekannten oder unerwarteten Eingaben haben, deswegen sollte man die Ergebnisse immer kritisch beurteilen und sicherstellen, dass die Informationen stimmen.


Kennst Du die 4K Kompetenzen? Schadet ChatGTP nicht der Kreativität?

Die 4C-Kompetenzen (auch als 21st Century Skills bekannt) beziehen sich auf Fähigkeiten, die Schüler in der heutigen Welt benötigen, um erfolgreich zu sein. Diese Fähigkeiten umfassen:

  1. Kommunikation: die Fähigkeit, klar und effektiv zu sprechen, zu schreiben und zu präsentieren.
  2. Zusammenarbeit: die Fähigkeit, erfolgreich mit anderen zusammenzuarbeiten, um gemeinsam Probleme zu lösen.
  3. Kritisches Denken: die Fähigkeit, Informationen zu sammeln, zu analysieren und Entscheidungen zu treffen.
  4. Kreativität: die Fähigkeit, neue und innovative Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

In Bezug auf die Verwendung von ChatGPT im Unterricht kann es dazu beitragen, die Schüler bei der Entwicklung ihrer kommunikativen und sprachlichen Fähigkeiten und ihrer Fähigkeiten im Zusammenarbeit und Recherche zu unterstützen. Allerdings, wie es bereits erwähnt wurde, kann es auch Bias enthalten und es kann Probleme bei der Generalisierung geben.

Die Media4Schools-Redaktion sieht das kritisch und geht davon aus, dass die 4k-Kompetenzen durch die Nutzung von ChatGTP eher schlechter, als gefördert werden.


Wer gilt als Urheber der ChatGTP-Texte?

Es kann argumentiert werden, dass das Modell selbst als Schöpfer der Texte betrachtet werden kann, da es die Texte auf der Grundlage des Trainings, das es erhalten hat, generiert. Andererseits könnte man argumentieren, dass die Urheberschaft bei den Autoren der Texte liegt, auf die das Modell trainiert wurde, da das Modell diese Texte verwendet, um seine eigenen Texte zu generieren.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass die Texte, die von ChatGPT generiert werden, als gemeinfrei gelten, da sie nicht als direkte Kopien der Quelltexte betrachtet werden können, sondern als neue Schöpfungen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Rechtslage in Bezug auf die Urheberschaft von AI-generierten Texten in vielen Ländern noch nicht abschließend geklärt ist.

Anmerkung der Red.: Falls das Modell ChatGTP als Schöpfer und damit Urheber gelten sollte, dann könnte es sein, dass etwa Texte welche Lehrkräfte oder Schüler:innen damit geschrieben haben, ihnen nicht gehören. Wohin könnte das führen? Zur Allmacht der KI? Weil ihr alle Texte gehören? Zu Schadensersatzforderungen aufgrund von Urheberrechtsverletzungen?


Welche Probleme gibt es mit dieser KI?

ChatGPT, wie alle AI-Modelle, hat einige Probleme und Einschränkungen, die es zu berücksichtigen gilt.

Einige davon sind:

  1. Generalisierungsprobleme: ChatGPT wurde anhand einer großen Menge an Texten trainiert, die im Internet verfügbar sind, und es kann Schwierigkeiten haben, auf unbekannte oder unerwartete Eingaben zu reagieren.
  2. #Bias: ChatGPT kann Bias in Bezug auf Geschlecht, Rasse, ethnische Zusammensetzung, Alter und andere Faktoren aufweisen, die in den Daten enthalten sind, auf denen es trainiert wurde.
  3. Fehlerhaftes Verhalten: ChatGPT kann manchmal unangemessen oder fehlerhaftes Verhalten aufweisen, insbesondere wenn es dazu aufgefordert wird, unethische oder gefährliche Aktionen durchzuführen.
  4. Datenschutz und Sicherheit: Da ChatGPT auf großen Mengen an persönlichen Daten trainiert wird, gibt es Bedenken bezüglich des Schutzes dieser Daten und der Sicherheit des Modells gegen Angriffe.
  5. Ethische Bedenken: AI-Systeme wie ChatGPT können auch ethische Bedenken aufwerfen, insbesondere in Bezug auf die Kontrolle und Verantwortung für ihr Verhalten und die Auswirkungen, die sie auf die Gesellschaft haben können.

Es ist wichtig, dass diese Probleme bei der Entwicklung und Anwendung von ChatGPT berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass das Modell ethisch und verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Ein #Bias bezieht sich auf eine Verzerrung oder Unvoreingenommenheit in den Ergebnissen eines Modells oder Algorithmus. Im Kontext von künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernen kann Bias in Bezug auf die Daten entstehen, auf denen ein Modell trainiert wurde, oder in Bezug auf die Algorithmen, die verwendet werden, um das Modell zu trainieren und zu verarbeiten.

Ein Beispiel für Bias bei der Daten ist, wenn ein Modell, das für die Gesichtserkennung trainiert wurde, häufiger Personen mit hellerer Hautfarbe erkennt als Personen mit dunklerer Hautfarbe, weil die trainierenden Daten eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Bildern von Personen mit hellerer Hautfarbe enthalten.

Ein Beispiel für Bias in Bezug auf Algorithmen wäre, wenn ein Modell, das für die Vergabe von Krediten trainiert wurde, häufiger Kredite an Männer vergibt als an Frauen, weil der Algorithmus eine Verbindung zwischen Geschlecht und Kreditwürdigkeit unterstellt.

Es ist wichtig, Bias in AI-Modellen und -Algorithmen zu erkennen und zu bekämpfen, da sie dazu führen können, dass bestimmte Gruppen von Menschen benachteiligt werden und die Entscheidungen, die das Modell trifft, unfair oder ungenau sind.


Grundsatzfragen:

Was ist AI, was KI?

AI steht für Artificial Intelligence, was auf Deutsch künstliche Intelligenz (KI) bedeutet.

KI ist die Abkürzung für künstliche Intelligenz. Es handelt sich dabei um den Einsatz von Computer-Algorithmen und -Systemen, um Aufgaben zu lösen, die normalerweise den menschlichen Verstand erfordern, wie z.B. das Verstehen natürlicher Sprache, das Lernen aus Beispielen, die Prognose von Ereignissen und das Entscheiden. KI-Systeme können in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, wie z.B. in der Spracherkennung, der Bilderkennung, der medizinischen Diagnose, der autonomen Fahrzeugsteuerung und vieles mehr.


Gibt es einen Unterschied zwischen KI und AI?

(Anmerkung d. Red.: Das ist eine andere Aussage, als die erste, in der es heißt AI wäre die englische Form von KI) In der Regel bezieht sich AI auf den allgemeineren Begriff der Schaffung von Intelligenz durch Maschinen, während KI sich auf die spezifische Anwendung von AI auf bestimmte Aufgaben oder Probleme bezieht. (Anmerkung der Redaktion: erste Wiederholung …) KI ist ein Teilgebiet von AI und bezieht sich auf die Entwicklung von Algorithmen und Systemen, die Aufgaben lösen können, die normalerweise den menschlichen Verstand erfordern, wie z.B. das Verstehen natürlicher Sprache, das Lernen aus Beispielen, die Prognose von Ereignissen und das Entscheiden.

Einige Leute verwenden diese Begriffe jedoch auch synonym, da AI und KI oft miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig beeinflussen. Es gibt jedoch keine strikte Definition und es hängt von Kontext und persönlicher Präferenz ab, wie genau diese Begriffe verwendet werden.

KI-Systeme können unterteilt werden in drei Kategorien:

  • Die schwache KI (weak AI) ist auf eine bestimmte Anwendung oder Aufgabe ausgerichtet und kann diese Aufgabe gut erledigen, ist aber nicht in der Lage, andere Aufgaben zu übernehmen.
  • Die starke KI (strong AI) ist in der Lage, jede Aufgabe zu übernehmen, die ein Mensch auch kann.
  • Die Superintelligenz (super AI) ist ein hypothetischer Begriff und bezieht sich auf eine Intelligenz, die über die menschliche Intelligenz hinausgeht.

Im Allgemeinen ist AI ein breiterer Begriff, der sowohl KI als auch andere Aspekte der Schaffung von Intelligenz durch Maschinen umfasst, während KI sich auf die spezifische Anwendung von AI auf bestimmte Aufgaben oder Probleme bezieht.


Wie funktioniert ChatGTP?

ChatGPT ist ein sogenannter “Transformer”-basierter Sprachgenerierungs-Modell, das von #OpenAI trainiert wurde. Es nutzt die neuesten Fortschritte in der maschinellen Lernforschung, um natürliche Sprache zu verstehen und zu generieren. Das Modell wurde anhand einer großen Menge an Texten trainiert, die im Internet verfügbar sind , um es zu lehren, die Struktur und den Inhalt natürlicher Sprache zu verstehen.

Wenn das Modell eine Eingabe in Form eines Textes erhält, analysiert es die Eingabe und versucht, das nächste Wort oder die nächste Phrase vorherzusagen, die wahrscheinlich in dem Satz folgen werden. Es tut dies, indem es die Wahrscheinlichkeit jedes Wortes oder jeder Phrase anhand des Kontextes und des bisherigen Inputs berechnet. Dieser Prozess wiederholt sich, bis das Modell eine vollständige Antwort generiert hat.

Es ist zu beachten, dass ChatGPT wie alle AI-Modelle nur so gut ist wie die Daten, die es trainiert wurden und es kann Fehler oder Unvollständigkeiten in seinen Antworten enthalten.

ChatGPT wurde auf einer großen Menge an Texten trainiert, die im Internet verfügbar sind – bis 2021, noch nicht darüber hinaus. (Anmerkung d. Red.: Wiederholung)

Diese Texte kommen aus verschiedenen Quellen wie Nachrichtenartikeln, Büchern, sozialen Medien, Foren und anderen öffentlich zugänglichen Websites. Die genauen Quellen, die für das Training verwendet wurden, sind von OpenAI nicht veröffentlicht worden, aber es ist bekannt, dass die ursprüngliche Version von GPT (Generative Pre-trained Transformer) auf einem Datensatz von 40 GB Text trainiert wurde. (40 GB? Anmerkung der Redakteurin)

Es ist zu beachten, dass das Modell aufgrund der großen Menge an Daten, auf denen es trainiert wurde, eine Vielzahl von Themen und Sprachstilen beherrscht, aber es kann auch #Bias enthalten, der in den trainierenden Daten vorhanden ist und es kann auch Probleme bei der Generalisierung und dem Umgang mit unbekannten oder unerwarteten Eingaben haben.


Wer oder was ist OpenAI?

(Anmerkung d. Red.: Die Rechtschreibfehler des ChatGTP sind absichtlich stehen gelassen worden) OpenAI ist ein gemeinnütziger künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) forschungs und Entwicklungsunternehmen, das 2015 von Elon Musk, Sam Altman, Greg Brockman und Ilya Sutskever gegründet wurde.

Das Ziel von OpenAI ist es, die KI-Technologie für den Nutzen aller Menschen zu entwickeln und zu verbreiten. Sie tun dies, indem sie forschung betreiben, um die neuesten Fortschritte in der KI-Technologie zu erzielen und diese Ergebnisse dann in Form von offenen Quellcode-Software, Tools und Dienstleistungen verfügbar zu machen, damit jeder sie nutzen und weiter entwickeln kann. OpenAI hat auch eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen entwickelt, wie zum Beispiel GPT-3 (Generative Pre-trained Transformer 3), ein sehr fortschrittliches Sprachgenerierungsmodell, das für Anwendungen wie die Textgenerierung, die automatische Übersetzung und die Chatbot-Entwicklung verwendet werden kann. OpenAI arbeitet eng mit akademischen Institutionen, Unternehmen und Regierungen zusammen, um die Entwicklung und den Einsatz von KI-Technologie zu fördern und sicherzustellen, dass sie für alle Menschen nutzbar und ethisch vertretbar ist.

Offene Fragen der Redaktion: Versteht die KI, ChatGTP, Zusammenhänge? Die verbundenen Fragen? Wie kann, wie im oben genannten Anwendungsbeispiel zum Ukrainekrieg, verhindert werden, das falsche oder unvollständige, ggf. nicht zeitgemäße Informationen genutzt werden?

Hiermit liefern wir einige Unterrichtsideen! Den Flyer als PDF herunterladen geht hier.

Auf unserer Online-Schülerzeitung zum Thema “Ukraine-Krieg & das Leben in Deutschland” gibt es aktuell mehr als 100 Artikel – von Schüler:innen geschrieben. Lehrkräfte könnten ihren DAZ-Schüler:innen in Freiarbeitszeit die Aufgabe geben, darauf zu lesen. Mittelfristig dürften sie dadurch ihre Lesekompetenz stärken; das über Themen, die sie interessieren dürften.

Die Website ist mehrsprachig angelegt! Kleiner Hinweis dazu: Aktuell müssen wir noch den Google-Translator dafür nutzen. Leider sind die Übersetzungen ins Ukrainische manchmal missverständlich. Unser Vorschlag ist, dass Schüler:innen explizit darauf hingewiesen werden, dass sie ggf. Dinge hinterfragen.

Auch für deutschsprachige Schüler:innen sind auf der ukraine-bulletin.de Themen, die z.B. in einer Freistunde gelesen und ggf. mit Aufgaben versehen werden können. Wie wäre es mit einer Pressetext-Analyse in Deutsch? Und der Aufgabe, eine Stellungnahme dazu zu schreiben?  Schüler:innen können sich darin zu Thema, Aufbau, Inhalt, Sprache und Internet-Lesbarkeit äußern, sowie die Intention des Autors (m/w/d) herausfinden (was hat oder wollte er/sie herausarbeiten?).

Natürlich wäre es toll, würden noch weitere Artikel erscheinen. Insbesondere würden wir uns freuen, wenn Ihr vielleicht ein Interview mit Ukrainer:innen macht. Das beste Beispiel dafür ist das Interview vom Schüler Florian mit Katya. Aber ein Lehrer-Interview ist auch super, siehe Beispiel.

Alternativ sind auch inhaltliche Auseinandersetzungen mit Artikelthemen möglich, das in den Fächern wie Wirtschaft / Politik, Geschichte, Weltkunde, Biologie (Umwelt & Natur). Siehe passende Kategorie auf der Startseite.

Link zur Homepage

Am 5. Oktober ist der Welttag der Lehrer:innen! Die UNESCO hat 1994 diesen Welttag ausgerufen. Er erinnert an die ILO/UNESCO-Empfehlung über die Stellung der Lehrkräfte (1966) und die bedeutende Rolle dieser für qualitativ hochwertige Bildung. Ziel des Welttags ist es, auf die verantwortungsvolle Aufgabe von Lehrkräften aufmerksam zu machen und das Ansehen weltweit zu steigern.

Info: ukrainische Lehrkräfte mit abgeschlossener beruflicher Qualifikation im Herkunftsland können in Deutschland als Lehrkräfte arbeiten. Dazu müssen sie als erstes eine „Anerkennung der Lehramts-Qualifikation ausländischer Berufsqualifikation beantragen“. Das beim Bildungsministerium des Bundeslandes, in dem sie in Deutschland wohnen.

Wir wollten jetzt mal wissen:

Wie ist das Lehrer:innen-Leben in Deutschland und der Ukraine im Vergleich?


Die ukranische Lehrerin Lilija aus einem Ort nahe Mariupol (Donezk), derzeit wohnhaft im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein, beantwortete unsere Fragen. In Deutschland arbeitet sie aktuell in einer Gemeinschaftsschule in einer DAZ-Klasse und als Springerin in Klassen mit ukrainischen Schüler:innen. Sie spricht sehr gut Deutsch!


Niels Winkelmann arbeitet an der Cäcilienschule in Wilhelmshaven und hat die Fragen für Deutschland beantwortet. Er ist Lehrer für katholische Religion, Deutsch und Mathematik sowie WPK/ Seminarfach Medien.


Den Artikel geschrieben und beteiligt an den Antworten, war Susanne Braun-Speck, sii-kids & -talents e.V., welche auch das Projekt ukrbt.media4teens.de verantwortet. Dafür ist dieser Beitrag entstanden! Nach heutigen Erkenntnisse, wäre sie gerne Lehrerin geworden …



Welche Ausbildung ist nötig, um Lehrer:in zu werden? Wie ist der Ablauf?

Lilija über die Lehrkräfte-Ausbildung in der Ukraine: „Um Lehrer:in in der Ukraine zu werden, muss an einem pädagogischen Institut (für Grundschule) oder einer Universität (für Mittel- und Oberschule) ein Studium absolviert werden. Das Studium dauert 5-6 Jahre. Während der Ausbildung absolvieren die Studierenden zwei Praktika in der Schule (einmal 8 Wochen, einmal 1 Semester). Am Ende legen die Studierenden ein Staatsexamen ab und erhalten ein Diplom des entsprechenden Modells. Für das Arbeiten an Grundschulen wird kein Fach studiert (Lehrkräfte unterrichten hier alle Fächer und studieren dafür Pädagogik, Didaktik und Psychologie); für das Unterrichten an weiterführenden Schulen wird ein Fach studiert, aber auch zwei sind möglich – allerdings verwandte Fächer, zum Beispiel Biologie und Erdkunde.“

Niels für die Lehrkräfte-Ausbildung in Deutschland: „Zunächst steht ein eher theoretisches Studium an, erst der Bachelor und dann der Master (4 bis 5 Jahre, in denen man auch kurze Praktika macht). Es werden mindestens zwei Fächer studiert, zum Beispiel Mathe (ein Hauptfach) und Sport (ein Nebenfach). Danach steht das Referendariat als praktische Ausbildung in den Schulen an.“

Susanne: „Gut zu wissen für Ukrainer:innen, welche in Deutschland auf Lehramt studieren möchten: in jedem Bundesland ist das Studium ein wenig anders. In der Regel umfasst es für die Grundschule/ Primarstufe 6 Bachelor- und 2 Master-Semester (4 Jahre); für Sekundarstufe I oder II (siehe Grafik) 6 Bachelor und 4 Master-Semester (5 Jahre). Danach folgt das 12- bis 21-monatige Referendariat beziehungsweise der Vorbereitungsdienst in einer Schule. In der Ukraine begleiten junge Lehrer:innen auch erst erfahrene (Klassen-) Lehrer, hatte Liliya erzählt.“


Was kann verdient werden? Und: Ist Lehrer:in sein ein beliebter Beruf? Ja oder nein: warum?

Lilija: „Das Anfangsgehalt eines Lehrers beträgt 6.000 Griwna im Monat (circa 200 €). Lehrkräfte mit Berufserfahrung, einem hohen Arbeitspensum (viele Stunden) und Spezialisierungen (durch Weiterbildungen) können bis zu 15.000 Griwa (ca. 450 €) erhalten, soweit ich weiß. Da bin ich mir nicht ganz sicher. Auf jeden Fall ist der Lehrerberuf in der Ukraine nicht sehr beliebt. Das, weil das Gehalt so gering ist. Die meisten Lehrkräfte sind entsprechend Frauen und Rentner. Über die vielen männlichen Lehrkräfte hier in Deutschland bin ich deshalb sehr überrascht gewesen!“

Niels: „Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 3500-4500 € brutto, abhängig vom Bundesland und von der Schulform. Dazu kann (besonders an Gymnasien) noch mehr verdient werden, das mit besonderen oder höheren Funktionen in der Schulleitung. Außerdem steigt das Gehalt automatisch mit der Berufserfahrung für alle. Zugleich ist der Beruf nicht sehr beliebt, da trotz einer guten Bezahlung auch die Belastung sehr hoch ist. Aktuell haben wir zu wenig Studierende, die Lehrer:in werden wollen.

Susanne: „In Deutschland bekommen Lehrkräfte im Referendariat ein „Ausbildungsgehalt“ (Anwärterbezüge) in Höhe von circa 1.500 € (je nach Bundesland). Was netto (ausgezahlt) vom Bruttolohn übrig bleibt, hängt davon ab, ob eine Lehrkraft angestellt oder verbeamtet ist. Beamte haben netto deutlich mehr als Angestellte! Männliche Lehrkräfte: in Grundschulen gibt es auch sehr wenige, am meisten an den Gymnasien.“


Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Von wann bis wann geht die Arbeitszeit?

Lilija: „Der Arbeitstag einer Lehrkraft beginnt normalerweise um 8:00 Uhr, in einigen Schulen um 9:00 Uhr. Die Unterrichtszeit beträgt 18 Stunden pro Woche, die maximale Arbeitsbelastung 27 Stunden. Wir haben 56 Kalendertage Urlaub im Jahr. Zu den Aufgaben eines Lehrers gehören die Durchführung und Vorbereitung des Unterrichts sowie die außerschulische Arbeit.“

Niels: „Der Schultag beginnt gegen 8 und endet je nach Schulform unterschiedlich. An vielen Schulen endet der Unterricht gegen 13 Uhr, Ganztagsschulen, aber besonders auch gymnasiale Oberstufen haben bis 16 Uhr oder länger Unterricht. Je nach Schulform müssen die Lehrer:innen 23,5-28 Stunden Unterricht erteilen, offiziell liegt die Arbeitszeit bei ca. 40 Wochenstunden, aufgrund der Ferienzeiten ist die tatsächliche Arbeitszeit in den Schulwochen höher. Viele Lehrer:innen arbeiten daher beispielsweise in Abiturzeiten auch nachts oder am Wochenende. Einen Feierabend muss man selbst festlegen.“

Susanne: „Urlaubsanspruch im eigentlichen Sinne haben deutsche Lehrkräfte für 30 Tage pro Jahr. Die Schulferien an sich dauern aber 12 Wochen, in denen Lehrkräfte teilweise auch arbeiten müssen. Die Sommerferien in der Ukraine sind sehr lang, ist mir aufgefallen. In 2022 beispielsweise vom 1.6. bis 31.8.22, siehe Ferienkalender.“


Was möchtest Du noch erzählen?

Lilija: „In den Ferien finden viele Veranstaltungen für Lehrkräfte statt, die dem Erfahrungsaustausch, der Selbstbildung, der Information, etc dienen. Und alle 5 Jahre muss sich eine Lehrkraft weiterbilden und zertifizieren lassen. Basierend auf den Ergebnissen der Zertifizierung kann er / sie die Qualifizierung bestätigen oder erhöhen. Die Höhe des Gehalts von Lehrer:innen hängt davon ab!“

Niels: „Viele Lehrer:innen und Lehrer unterrichten gerne, fühlen sich aber vor allem von der Vielzahl an Aufgaben überlastet, die nicht direkt etwas mit dem Unterricht zu tun haben. Besonders der bürokratische Aufwand wird als sehr hoch angesehen. Dabei ist es etwas Wunderbares, Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen zu dürfen, leider kommt das oft zu kurz.“

Susanne: „Weiterbildungen, Elterngespräche, Gremien-Sitzungen, etc finden in Deutschland in der Regel nicht in den Ferien statt, sondern an Wochenenden oder an Nachmittagen und Abenden nach der Unterrichtszeit. Das ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass Lehrkräfte soviel Stress haben. Vielleicht wäre es gut, das zu ändern und mehr Aufgaben in die Ferienzeit zu verlegen?“


Quellen:

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Ihr habt eine Schülerzeitung oder wollt eine gründen? Workshops dazu wären gut? Eure Redaktion möchte ukrainischen Schüler:innen mit Berichten, Infos, etc. helfen und deren Geschichten erzählen? Ausgezeichnet werden und einen Preis gewinnen, wäre auch cool? Dann macht mit bei unserem Schülerzeitungs-Projekt „Ukraine-Bulletin“!

Aus einzelnen Artikeln verschiedener Schülerzeitungen oder -blogs wird ein Gemeinschaftsprojekt: die „Ukraine Bullentin“ – digital, multimedial, mehrsprachig. Bestehende oder in Gründung befindliche Redaktionen beteiligen sich. Deren Jugendredakteure und betreuende Lehrkräfte bekommen dafür kostenfreie Workshops (siehe Event-Kalender), Peer2Peer-Support, 5 neue Online-Schülerzeitungen sowie 3 Auszeichnungen mit Preisen.

Zu gewinnen gibt es 3x 333 €

Direkt zur (unverbindlichen) Anmeldung


Projektträger ist der Verein sii-kids & -talents e.V. aus Reinfeld (Holstein), wofür er finanzielle Unterstützung aus dem D-S-E-E Förderprogramm „EHRENAMT HILFT GEMEINSAM – Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine“ erhält.

Einzelne Artikel einreichen oder alles mitmachen.

Alle, die sich beteiligen möchten, können entweder sporadisch oder einzelne Artikel zum Thema Ukraine-Krieg / Leben in Deutschland schreiben, dafür filmen, fotografieren, etc. sowie Interviews durchführen und damit am Wettbewerb teilnehmen, ODER alles mitnehmen und nutzen, was unser Projekt anbietet.

Teilnehmende Redaktionen (m/w/d) bekommen kostenfrei:

  • Online-Schülerzeitungs-Workshops sowie
  • Zugriff auf Erklärvideos /-texte
  • Online-Support (!) – Peer2Peer per Chat und in Videokonferenzen
  • die Chance, 1 von 3 Preisen zu gewinnen
  • 5 neue Online-SZs,  genauer: die Websites dazu

Mitmachen können:

  • Schüler- / Jugendzeitungs-Redaktionen aus ganz Deutschland (auch i.G. befindliche)
  • Jahrgang / Klasse 8 bis 13
  • von Gymnasien, Gemeinschafts- & Berufsschulen, etc. sowie unabhängige Redaktionen

Support von besten!

Zwei Jugend-Redakteure (m/w/d) von den besten Online-Schülerzeitungen der letzten Jahre – von erkant.de sowie kalkuhlsz.de – helfen.


Zeitraum / wichtiger Termine

  • Beiträge / Artikel einreichen ab: 15.9.22
  • Schülerzeitungs-Wettbewerb-Einreichung bis spätestens: 15.12.22
  • Preisverleihung: 22.12.22 (online)

Um Mitmachen zu können, melden Lehrkräfte oder redaktionsleitende Schüler:innen das Team an. Jugendliche, welche keiner Schülerzeitung angehören, können sich auch direkt beteiligen. > hier unverbindlich Anmelden & News dazu abonnieren (Link)


Ziele: Aufklären, Vermitteln, Gemeinschaft stärken.

In der Ukraine ist vieles anders als bei uns. Weiterhin gibt es viele Fehl- und Falsch-Informationen sowie Hilfsbedarfe. Hier können Online-Schülerzeitungen Peer2Peer aufklären, Außerdem kann das Zusammenwachsen und damit die Gemeinschaft gestärkt werden: durch Interviews (Erzähle mir Deine Geschichte) lernen deutsche und ukrainische Schüler:innen sich besser kennen und finden zusammen. Sprachbarrieren können durch Übersetzungs-Funktionen auf der Online-SZ überwunden werden. Artikel können zum Beispiel zu folgenden Themen veröffentlicht werden:

  • Hilfsaktionen an der Schule,
  • den Krieg, politische Entwicklungen,
  • Flüchtlingsunterkünfte, die Flucht an sich,
  • wie das Leben in Deutschland ist, wie in der Ukraine.
  • über Religion, Gesellschaft, Werte, Alltag, Schule.
  • insbesondere soll es auch Interviews und Zusammenarbeit in den Redaktionen mit Ukrainern:innen geben.

Soziales Engagement & Demokratie-Bildung

Die meisten Schülerzeitungen in Deutschland werden außerunterrichtlich geführt und sind ein Teil der demokratischen Struktur in Schule. Durch die Teilnahme am Ukraine-Bullentin-Projekt helfen sie nun auch noch ukrainischen Schüler:innen – das ist lobenswert und zeugt von sozialem Engagement!

Das Ukraine-Bullentin- Projekt wird durch finanzielle Mittel aus dem D-S-E-E Förderprogramm „EHRENAMT HILFT GEMEINSAM“ Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine möglich. Projektträger ist der Verein sii-kids & -talents e.V. aus 23858 Reinfeld; Projektmanagerin ist die Vereinsvorsitzende Susanne Braun-Speck. Sie plant und organisiert das Projekt, kümmert sich zusammen mit zwei erfahrenen Jugendredakteuren um die Beteiligten und stellt die Plattform dafür. Kontakt: s.braun-speck@sii-kids.de

 

Autorin: Susanne Braun-Speck. Beitrag aus dem Community-Buch “Nachhaltige Bildung. Nachhaltige Schule”. Beitrag (mit Bildern und Grafiken) als PDF herunterladen > klick hier.

Digitalisierung? Lehrkräfte-Mangel? Schüler:innen aus der Ukraine? Wie können der Schulalltag, die digitale Transformation und nachhaltige Schulentwicklung realisiert, wie kann hochwertige, chancengerechte Bildung entsprechend Nachhaltigkeitsziel 4 in Schulen gewährleistet werden? Die Antwort liegt in SDG 17: (Bildungs-) Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Ohne externe Partner steht das Bildungssystem vor einem beinahe unlösbaren Personalproblem, wie im Laufe dieses Beitrages ersichtlich wird!

Am 29. Mai 2022 veröffentliche das Institut für Wirtschaft (* Quelle 1a), dass durch die ukrainischen Schüler:innen hochgerechnet zwischen 13.500 und 19.400 Lehrkräfte zusätzlich gebraucht werden, in Kitas ähnlich viele Betreuer. Zur Lösung dieses Personalproblems sollen einerseits Lehrkräfte aus dem Ruhestand zurückgeholt und andererseits ukrainische Lehrkräfte eingestellt werden. Wie viele Lehrpersonen geben ihren Ruhestand auf? Wie überwinden ukrainische Lehrkräfte die Sprachbarriere?

Das ist nur ein akutes Personalproblem. Doch Schulen stehen ständig vor neuen Herausforderungen und Aufgaben! Zum Beispiel sollen sie jetzt und in naher Zukunft…

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung und Entrepreneurship (Gründergeist) Education inkludieren
  • das Pflichtfach Informatik einführen
  • und/oder Digitale Bildung nachhaltig in alle Fächer integrieren
  • dafür medienpädagogische Konzepte (weiter-) entwickeln
  • (mehr) digitale Endgeräte beschaffen und regelmäßig nutzen
  • fachübergreifende nachhaltige Schulentwicklung gestalten
  • Lehrkräfte-Fortbildungen und Schüler-Projekte durchführen
  • IT-Netzwerke betreuen & technischen Anwender-Support leisten
  • weiterhin mit sozialpädagogischen Herausforderungen kämpfen
  • Geflüchtete, aktuell aus der Ukraine, integrieren
  • und Vieles mehr

Wie sollen Schulen das realisieren? Trotz Lehrkräftemangel, welcher seit Jahren stetig steigt? Trotz viel zu wenig „Informatik“-Lehrkräften und Medienpädagogen?

Aktuell und in den letzten Jahren gab es je Schule ein bis zwei Lehrkräfte, die als „Digitalisierungs-Experten“ gelten und zwei (manchmal mehr) bezahlte Zusatzstunden pro Woche haben, um als technische Ansprechpartner und Supporter zu agieren. Für alle Endgeräte-User an ihrer Schule mit beispielsweise 800 Schülern und 60 Lehrern. Wie sollen sie diese umfangreiche Zusatzaufgabe für so viele User in so kurzer Arbeitszeit bewältigen können? Erzählt wird auch von Schulen, wo die Schülertechnik-AG – auch oder insbesondere während des Unterrichts – IT-Support leisten und den Lehrkräften helfen. Wohin dieser Zustand in der Corona-Krise geführt hat? Jede Lehrkraft, alle Schüler:innen und ihre Eltern haben eine eigene Antwort darauf.

So oder so: Wer leitet und steuert IT- und Medien-Projekte in Schulen? Und schreibt ein Medienentwicklungskonzept mit IT-Knowhow? Wer beantwortet die vielen Fragen der Anwender? In oben genanntem Beispiel der 860 Anwender? Wer liefert Support vor Ort? Wer installiert neue Geräte, z.B. digitale Whiteboards?

Ein vergleichsweiser Blick in die Wirtschaft: In Unternehmen mit so vielen Mitarbeitern gäbe es eine ganze IT-Abteilung! Mit 20, 30 oder mehr IT-Fachkräften. Wie sollen Schulen das ohne vergleichsweise viele IT-Mitarbeiter schaffen? “Das Problem zu lösen, ist Aufgabe der jeweiligen Schule”, sagte Schleswig-Holsteins Digitalisierungs-Minister Jan Philip Albrecht, als ich ihm 2019 in Kiel diese Frage stellte. Es müssten halt Personal-Ressourcen dafür freigeschaufelt werden. Doch: Lehrkräfte sind dafür nicht ausgebildet, weswegen „Personal freischaufeln“ nicht die richtige Antwort sein kann.

IT-Fachkräfte könnten solche Aufgaben, die mittlerweile fast existenziell sind, übernehmen. Sie könnten “Digitalisierungs-Manager für Schulen”, „Medien-Coaches“  oder „Schul-Supporter“ sein.

Das Berufsprofil “Digitalisierungs-Manager für Schulen” hatte ich bereits 2018 entwickelt und in Schleswig-Holstein wie auch in Berlin an manch einer Stelle vorgestellt (per E-Mail). Doch der Digitalisierungs-Transformationswunsch und die IT-Lehrkräfte-Not waren offensichtlich nicht groß genug – jetzt, nach Corona, dürfte das anders sein. Sollte an dieser Stelle mehr über das Distanzlernen, über Homeschooling während der Corona-Pandemie geschrieben stehen? Über die flächendeckende untragbare, katastrophale Situation für alle am Schulsystem beteiligten? Ich lasse es, verweise aber auf einen Artikel, den ich mit Jugendlichen für unsere Schülerzeitung geschrieben hatte: Ausgebremst! Corona, Homeschooling & die Folgen für Ki/Ju. 5.

Nur auf ein Thema, von Vielen selbst erlebt, möchte ich hier eingehen. Während der Homeschooling-Zeit brach oft die Internetverbindung ab oder war grundlegend zu schwach; bei Online-Konferenzen hatten viele noch nicht einmal Ton – wie soll so digital kommuniziert werden? In meinen Lehrkräfte-Workshops hörte ich ständig von solchen Situationen. Manchmal fielen im Nachgang auch Beschwerden – ich hätte ja gesagt, das empfohlene Online-Konferenztool würde super funktionieren, täte es aber nicht. Doch. Denn die Ursache für die Probleme liegen woanders. Aber wo?

Spezialisierte IT-Experten hätten helfen können.

Netzwerk- und System-Administratoren in jedem Fall, aber auch Medien-Coaches und/oder IT-Berater hätten vermutlich gewusst, wie ich selbst auch: Am Online-Konferenztool selbst liegt es nicht. Ich selbst nutzte BigBlueButton, welches seit 2007 für die Bildungsbranche entwickelt wird. Es ist datenschutzkonform und bietet mehr integrierte Funktionen als ähnliche Tools: insbesondere ein digitales Whiteboard als Tafelersatz. Wenn meine Fortbildungs-Teilnehmer Zuhause waren und sich vor dort in die Onlinekurse einwählten, gab es nur vereinzelt Verbindungsprobleme – Zuhause hatten und haben sehr viele Teilnehmende eine stabile Internetverbindung. Doch nahmen die Lehrkräfte von ihrer Schule aus teil, war die Nutzung des browserbasierten Videokonferenztools am Computer oder Tablet manchmal völlig unmöglich. Einziger Ausweg: das eigene Handy benutzen, wobei aber Datenvolumen nötig ist und verbraucht wird. Selbiges wurde während des coronabedingten Distanz-Unterrichts erlebt, was das Homeschooling erheblich erschwerte, wenn nicht sogar unmöglich machte.

Was ist jeweils die tatsächliche Ursache für diese Verbindungsprobleme? Die übliche Antwort: Das liegt am Videokonferenztool! Das ist schuld! Aber: das ist falsch! Ja, die nicht-datenschutzkonformen APP-basierten Videokonferenz*-Tools (kurz: ViKo) funktionieren besser, als datenschutzkonforme Browserbasierte, aber grundlegend ist die Ursache woanders zu finden. Wer beruflich aus der IT- und Medienwelt kommt, würde fragen: Liegt es am (W)LAN der Schule? Am Landesserver? An den Endgeräten? Am Benutzer? An alten Kabeln oder falsch verlegten? An dem Server, auf dem das Videokonferenztool installiert ist? Gerade bei Bigbluebutton (kurz: BBB), welches u.a. auch in den Lern-Management-Systemen Moodle und iServ verwendet wird, war häufig das Problem, dass nur die Mindestkonfiguration* mit 4 CPU-Kernen und 8 GB Arbeitsspeicher pro BBB-Server eingerichtet war. Diese muss bei vielen ViKo-Nutzern aber deutlich höher sein. Umso mehr Nutzer, umso höher – aber wer weiß das schon? Wer sollte in Schulen herausfinden, was das Problem mit den Videokonferenzen ist, und wie das Problem behoben werden kann? Wer? Es gibt in den Schulen niemanden, der einschlägiges Knowhow und die Zeit für so etwas hätte. Niemand ist Netzwerk- und Systemadministrator (ein Ausbildungsberuf: Fachinformatiker:in Fachrichtung Systemintegration), Informatiker, Digitalisierungs-Manager oder IT-Berater. Letztere wissen sowas ggf. auch nicht, denn sie sind eher IT-Generalisten und keine spezialisierten Techniker oder Administratoren.

Deutlich wird auch: solche Tätigkeiten gehören nicht zum digitalen Lehren und Lernen dazu – die Aussage „Schulen brauchen Informatiker für digitale Bildung und digitale Transformation“ ist also nicht ganz richtig.

Tatsächlich gibt es mehr als 150 IT- und Medienberufe.

Für jeden dieser Berufe ist eine einschlägige Ausbildung oder Studium erforderlich – wobei Quereinstiege in der IT- sowie Medien-Branche durchaus üblich sind. Siehe Berufeglossar*4.

Entsprechend ist verwunderlich und ein Ding der Unmöglichkeit, dass Politik und Gesellschaft erwarten, dass Lehrkräfte das mal eben „nebenbei“ lernen und leisten. Dafür sind sie nicht ausgebildet. Nicht digital-affinen Lehrkräften darf entsprechend kein Vorwurf gemacht werden! Zwar ist auch bei Politikern mittlerweile die Botschaft angekommen, dass Schulen „IT- und Medienexperten“ und mehr Informatik-Lehrkräfte brauchen – aber: wann die kommen können und wo sie gefunden werden sollen, steht in den Sternen. Denn:

Es gibt zu wenig Informatik-Lehrkräfte, aber der Bedarf steigt. Und: IT- & Medien-Experten am Arbeitsmarkt fehlen auch!

Problem: Lehrkräftemangel, insbesondere im MINT-Umfeld

In Deutschland wird der Lehrkräfte- sowie Sonder- und Sozialpädagogen-Mangel immer größer. Zwar spricht die Kultusministerkonferenz (KMK) auch im März 2022 nur von einem Mangel von 2.700 Lehrkräften bis zum Jahr 2026. Danach rechnet sie in einigen Schulformen sogar mit einem Überangebot an Lehrkräften. Aber: Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat errechnet, dass im Jahr 2030 bis zu 155.000 Lehrkräfte fehlen könnten. In der Pressepräsentation vom 31.3.22 des VDE von Bildungsforscher Prof. i. R. Dr. Klaus Klemm (Universität Duisburg-Essen) steht u.a. geschrieben: „Dem von der KMK bis 2035 ermittelten Bedarf von 501.420 Lehrkräften steht nach Angaben der KMK bis dahin ein Angebot von 477.580 neu ausgebildeten Lehrkräften gegenüber, so dass 23.840 Lehrkräfte fehlen werden. Wenn das
Neuangebot bis 2035, wie es Klemm ermittelt, dagegen nur bei 374.300 liegen wird, fehlen bis dahin dann 127.120 neu ausgebildete Lehrkräfte.“ *1c

Laut weiterer Tabellen von Prof. Klemm, basierend auf Erhebungen des Bundeslandes NRW, werden beispielsweise in NRW immer mehr MINT-Fachkräfte fehlen. Das I in MINT steht für Informatik und hier liegt die Bedarfsdeckungs-Quote in NRW im Jahr 2030/31 vermutlich bei nur 5,8 %.

Mit so unfassbar wenigen Fachlehrkräften wird digitale Bildung nicht gelingen können!

An dieser Stelle möchte ich lediglich tiefer auf den Informatik-Lehrkräftemangel eingehen, denn dieser hat unmittelbaren Einfluss darauf, ob überhaupt und wie nachhaltig unsere Schüler:innen auf ihre digitale Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden können.

In Schleswig-Holstein zum Beispiel gab es im Jahr 2019 lediglich 164 Informatik-Lehrkräfte für ALLE allgemeinbildenden Schulen (758 im Jahr 2020) sowie beruflichen Schulen (34 im Schuljahr 2019/20) zusammen also 792 Schulen (*2b). Der Abgeordnete Martin Habersaat (SPD) hatte beim Landtag eine entsprechende Anfrage gestellt, siehe Quellenangabe *2a

Laut Dreisatzrechnung sind das 0,2 Informatik-Lehrkräfte pro Schule gewesen?!

Für 290.000 Schüler:innen an allgemeinbildenden Schulen sowie 88.000 an Berufsschulen des Bundeslandes Schleswig-Holstein gab es so wenig?! Zwar soll es in 2022 bereits deutlich mehr Informatik-Lehrberechtigte geben, aber dazu dürften wohl auch die für Informatik-Unterricht neu zugelassenen Lehrkräfte mit entsprechenden Weiterbildungen gezählt worden sein.

Wer Informatik studieren möchte, tut dies immer seltener, um Lehrkraft zu werden. Das Arbeiten in der Wirtschaft ist viel attraktiver. Als Alternative werden Lehrkräfte anderer Fächer nun weitergebildet. In 2021 begann in SH zum Beispiel die Weiterbildung von 75 Lehrkräften im Fach Informatik. 200 weitere Lehrkräfte sollen infolge dafür qualifiziert werden. *2c In Wahrheit werden sie fachfremde Quereinsteiger sein und haben weder Informatik noch irgendetwas mit digitalen Medien studiert oder in einer Berufsausbildung gelernt. Hätten sie 10, 15, 20 oder mehr Jahre praktische Berufserfahrung als Quereinsteiger, wäre das ja in Ordnung. Denn Praxiserfahrung ist in einigen Berufen deutlich mehr wert als ein theoriegeprägtes Studium. Aber so eine Praxiserfahrung haben diese neuen IT-Lehrkräfte ja nicht.

Ob das zielführend ist? Können diese Peer2Peer ihre Kollegen:innen und Schüler:innen fit für ihre digitale Lebens- und Arbeitswelt machen? Aber so oder so wird die Anzahl der für Informatik-Unterricht zugelassenen Lehrkräfte nicht reichen! Und:

Wer vor 20 oder 30 Jahren Informatik auf Lehramt studierte, hat veraltete Kenntnisse.

Aufgrund der Altersverteilung der Lehrkräfte dürften rund 2/3 vor so langer Zeit studiert haben.

Damals wurde während des Studiums zum Beispiel Cobol- oder Assembler-Programmierung gelernt. Hiermit können sie Schüler:innen in den 2020er Jahren und später nicht die notwendigen digitalen Kenntnisse inklusive Medienkompetenz in all seinen Facetten mit Kommunikations-, Kollaborations-, Kreativitäts-Techniken, und den gesetzlichen Rahmenbedingungen, Datenschutz und jüngsten Themen wie Künstlicher Intelligenz vermitteln.

Als Referentin für digitale Bildung hatte ich (Susanne Braun-Speck) in den letzten Jahren auch immer wieder Informatik-Lehrkräfte in meinen Workshops. Zum Beispiel im WS „Digitale Projekte planen – egal ob Website, Schülerzeitungen oder Wiki“. Anfangs war ich besorgt, sagte: „Was machst Du hier? Du bist doch als Informatik-Lehrkraft bereits qualifiziert. Was soll ich Dir vermitteln können?“ Deren Einwand lautete immer so oder ähnlich: „Warte mal ab. In meinem Studium habe ich doch etwas ganz Anderes gelernt.“ Ich lernte: so ist es! Klassische Informatik ist für jegliches digitales Medium zwar die Basis, aber wie wir sie im Schulumfeld und Alltag verstehen und nutzen, hat damit wenig zu tun! Wer braucht dafür beispielsweise Datenbank- und APP-Programmier-Kenntnisse?

Aus diesem Grunde, und weil es circa 150 verschiedene IT- und Medienberufe gibt *6, und nicht nur „Informatiker“, müssen sowohl das neue Pflichtfach Informatik als auch der Lehrkräftebedarf neu gedacht werden.

Zudem: Auch IT- und Medienexperten können am Arbeitsmarkt nicht gefunden werden!

Selbst wenn die Politik bereits flächendeckend in allen Schulen IT- / Digitalisierungs- und/oder Medien-Experten vorsehen würde, sowie das Pflichtfach Informatik & digitale Medien eingeführt wäre:

Am IT-Arbeitsmarkt fehlen laut dem Branchenverband BITKOM circa 96.000 IT-Fachkräfte (Stand: Jan/Feb 2022, *6). Wie also sollen für die 41.101 (*7) allgemein- und berufsbildenden Schulen in Deutschland „IT-Fachkräfte“ gewonnen werden?

Zitat von Bitkom: „Der sich verschärfende Mangel an IT-Spezialistinnen und -Spezialisten wächst sich zu einer ganz realen Bedrohung für Deutschlands große Transformationsaufgaben aus. Das Thema digitale Bildung gehört ganz oben auf die Prioritätenliste der Bundesregierung.“

An digitaler (Weiter-) Bildung arbeiten alle irgendwie, auch in Schule, auch in den Fortbildungs-Instituten der Länder. Doch: Für eine flächendeckende digitale Transformation brauchen wir viel, viel mehr Experten, auch oder insbesondere an Schulen, als wir haben. In einer Pressemitteilung des BMBF (*8a), von Bettina Stark-Watzinger und Karin Prien, vom 4.3.22 heißt es zur Beantragung von Mitteln aus dem Digitalpakt: „… sie verfügen oft nicht über ausreichendes und hinreichend qualifiziertes Personal, um zügig die Mittel beantragen zu können. Hier braucht es unkomplizierte Verfahren und eine Finanzierung externer Beratungskosten. … Weiterhin steht dort:

Im Digitalpakt waren 500 Millionen Euro zur Förderung von Administratoren geplant, die sich um die digitale Technik kümmern sollen. … Im Zusatzprogramm für Administratoren flossen aber bisher nur rund 11 Millionen.

Leider sind zum Beispiel in der Schleswig-Holsteinischen Digitalpakt-Richtlinie Honorare / externe Berater nicht Gegenstand der Förderung (Stand: 11/2020.). Wie hätten sie also abgerufen werden können? Im Digitalpakt des Bundes sind aber tatsächlich projektvorbereitende und –begleitende Beratungsleistungen externer Dienstleister vorgesehen, siehe Ziff. 3.2.4 DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 *8c.

 

Das heißt: Es ist möglich! Freiberufliche IT-Administratoren und IT-Berater können als Honorarkräfte in Schulen arbeiten! Auch in anderen Tätigkeitsfeldern könnten Honorarkräfte und Projektanbieter eingesetzt werden.

Die Lösung: Temporärer Einsatz von Honorarkräften und externen Partner.

Nicht nur IT-Fachkräfte, sondern diverse freiberufliche Honorarkräfte und Projektanbieter sollten von Schulen, Schulträgern & Bildungsinstituten jederzeit, nach Bedarf, eingesetzt werden können – wie in Unternehmen seit Jahrzenten! Insbesondere (alle m/w/d):

  • IT- / Digitalisierungs-Begleiter
  • Referenten für Fortbildungen
  • Medienpädagogen / -Coaches als Unterrichtsbegleiter
  • DAZ- / DAF Lehrkräfte
  • LMS- & Web-Designer / Content-Manager
  • IT-System- & Netzwerktechniker
  • Anbieter von Schüler-Projekten insbesondere, aber nicht nur im MINT sowie BNE-Umfeld
  • und Weitere

Tatsächlich sind freiberufliche Honorarkräfte die Einzigen, die zu moderaten Honoraren wenigstens tage-, wochen- oder monatsweise bzw. projektweise helfen können. IT-Systemhäuser sind dagegen viel zu teuer! Normale Freiberufler (außer stark spezialisierte Nischen-Experten), kosten ähnlich viel wie Lehrkräfte inklusive aller Arbeitgeber- und Personalnebenkosten. Eine Lehrkraft kostet den Arbeitgeber pro effektive Arbeitsstunde im Durchschnitt 75 €/Stunde* – hierfür, zu zuzüglich Mehrwert-/Umsatzsteuer, sind auch Honorarkräfte buchbar! Und diese gibt es in jedem Ort, in jedem Bundesland. Vom einzelunternehmerischen Netzwerktechniker, freiberuflichen Medienexperten und -Dozenten, Webdesignern und Content-Entwicklern. Alle werden in Zukunft in Schulen gebraucht!

*Nicht von allen Bundesländern sind Personalkostentabellen im Internet verfügbar. Ich stellte meinen Honorar-Gehalts-Vergleich mit Zahlen aus Schleswig-Holstein her, siehe Quellen-Angabe 9 oder direkt hier, auf meiner Website.

Insbesondere, aber nicht nur für IT- und Medien-Support sowie bei einmaligen Vorhaben, Schulentwicklungstagen und Schülerprojektwochen sowie als Lernbegleiter im Unterricht könnten freiberufliche Honorarkräfte und Projektanbieter in Schulen arbeiten. Ich nenne sie: “Consultants for digital and sustainable Education.”

Diese könnten als medienpädagogische Lernbegleiter und Coaches Schulen unterstützen; dort und fernmündlich mit Rat und Tat (Support) helfen; auch Workshops und Fortbildungen geben, etc. Sie könnten die Aufgaben übernehmen, für die weder Lehrkräfte noch andere Mitarbeiter in Schulen ausgebildet worden oder verfügbar sind. Zunächst stunden- oder tageweise, zeitlich begrenzt – entsprechend des Bedarfs. Zudem sollte es schuleigene Digitalisierungs-Manager auf Dauer geben und so für nachhaltige digitale Bildung sorgen können. Um das realisieren zu können, brauchen Schulen im Grunde genommen nur einen “Topf”, sprich finanzielle Mittel, mit denen sie Freiberufler-Honorare und Schulprojektanbieter bezahlen könnten. Möglicherweise aus den Vertretungsfonds? Dem neuen Digitalpakt? Die finanziellen Mittel müssen die Länder dafür bereitstellen.

Auf jeden Fall kann eine nachhaltige Entwicklung von Schule in Bezug auf die digitale Transformation, laut vieler öffentlicher Stimmen, nur gemeinsam gelingen. Bildungssystem und Wirtschaft müssen hier eng zusammenwirken! Freiberufliche Honorarkräfte und Projektanbieter aus der Wirtschaft und dem gemeinnützigen Non-Profit-Umfeld sind für Schulen eine sinn-, mach- und verfügbare sowie finanzierbare Ressource.

Wo solche Fach- und Honorarkräfte zu finden sind?            Einige hier im Buch, siehe ab Seite 329; weitere bald auf der Online-Plattform co-edu.de

Bevor wir diesen Beitrag im Buch schließen, noch eine Ausführung, die sein muss:

Die Politik spricht ständig von „Informatikern“ – aber diese sind keine Medienexperten!

Es wird im Bildungssystems ständig von Informatik-Unterricht / -Pflichtfach und den Informatik-Lehrkräften gesprochen – doch: Tatsächlich müssen Lehrkräfte wie auch die meisten Schüler:innen (außer solche, die einen entsprechenden Beruf ergreifen möchten) niemals Aufgaben von Informatikern ausführen können. Denn Informatiker:innen beschäftigen sich überwiegend mit der Entwicklung von Anwendungen (PC-Software, Web- und Smartphone-Anwendungen), Hardware (-nahe) Programmierung und Systemlösungen, sowie mit Künstlicher Intelligenz, Maschinen-Programmierung, etc. Weiterhin beschäftigen sich Techniker / IT-Administratoren (nicht Informatiker) zum Beispiel mit der Installation und Administration von Netzwerken, Servern, Computern sowie Telefon- und Funkanlagen, hier in einer Client-Server-Umgebung.

Deutlich wird erneut: solche Tätigkeiten gehören nicht zum digitalen Lehren und Lernen dazu – die Aussage „Schulen brauchen Informatiker für digitale Bildung und digitale Transformation“ ist also nicht ganz richtig.

„Programmiert“ werden muss dafür in Schule selbst eigentlich nichts; IT-Administratoren für die hausinterne Client-Server-Umgebung und Anwendersupport werden gebraucht. Aber Lehrkräfte und Schüler selbst benötigen in einer digitalen Welt „nur“ ganzheitliche, weitgreifende Anwender-Kenntnisse.

In der elektronischen Datenverarbeitung (kurz: EDV) steht der Ausdruck “Anwender / User / Benutzer” übrigens für eine Person, die einen Computer, eine APP, ein Online-Portal oder andere digitale Medien benutzt. Zukünftig werden sowohl in Schulen, wie auch in fast allen anderen Lebens- und Berufsbereichen solche digitalen Anwender-Kenntnisse benötigt. Diese sollen digital kommunizieren können (das beherrscht jede Chefsekretärin, jede Bürokauffrau). Sie sollen zudem digitale Texte schreiben, digitale Videos und Podcasts (Audios) erstellen und/oder nutzen – und das ist digitaler Content! Solch ein digitaler Content wird teilweise von Webdesignern, in jedem Fall von Content-Managern /-Entwicklern, Online-Journalisten, Video-Producern oder, oder, oder erstellt. Medienpädagogen können das auch, aber klassische Informatiker können das nicht!

Auch die Lerninhalte in Lern-Management-Systemen (kurz: LMS) sind Content. LMS basieren auf Content-Management-Systemen – sie sind technisch das Gleiche. Das bedeutet: Webdesigner und Content-Entwickler, etc. können Lern-Management-Systeme betreuen, Lehrkräfte und Schüler:innen in der Nutzung und Produktion von Lehr- und Lern-Inhalten unterstützen oder selbst die Lerninhalte (Content) dafür produzieren.

Aus Sicht der Künstlersozialkasse* sind zuvor genannte Berufsbilder übrigens künstlerische Berufe im digitalen Kontext. Solche Künstler sind keine Informatiker!

Abschließend: Einerseits ist kaum möglich, die digitale Transformation so zu realisieren, wie die Politik es sich derzeit vorstellt. Andererseits ist es möglich: durch den Einsatz von freiberuflichen Honorarkräften aus verschiedenen Berufsfeldern (nicht nur aus der Informatik), was die Möglichkeiten vervielfältigt!

Auf den letzten Buchseiten stellen sich die Autoren vor, welche teilweise Lehrkräfte und Pädagogen, teilweise freiberufliche Honorarkräfte sind.


Kontakt zur Autorin: s.braun-speck@tiefenschaerfe.de oder s.braun-speck@sii-kids.de


*Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) und die vom Gesetzgeber mit der Umsetzung dieses Gesetzes beauftragte Künstlersozialkasse (KSK) sorgen dafür, dass selbständige Künstler und Publizisten einen ähnlichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung genießen wie Arbeitnehmer. Siehe: https://www.kuenstlersozialkasse.de/


Quellen (alle zuletzt abgerufen in der letzten Mai-Woche 2022):

  1. Lehrkräfte-Bedarf
    1. IW-Köln. Bedarf durch ukrainische SuS, Mai 2022: https://www.iwkoeln.de/studien/wido-geis-thoene-moegliche-auswirkungen-des-kriegs-in-der-ukraine-im-deutschen-bildungssystem.html
    2. KMK https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kmk-legt-neuen-bericht-zum-lehrkraeftebedarf-vor-weiterhin-steigender-bedarf-aber-auch-gute-aussicht.html
    3. VBE: https://www.vbe.de/service/expertise-lehrkraeftebedarf-angebot-bis-2035
  2. Zahlen aus SH:
    1. Informatik-Lehrer in SH 2019: https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01700/drucksache-19-01737.pdf
    2. Anzahl Schulen in SH 2021: https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/umdrucke/04400/umdruck-19-04460.pdf
  3. BigBlueButton-Konfiguration: https://docs.bigbluebutton.org/2.2/install.html#minimum-server-requirements
  4. Berufe-Glossar von S. Braun-Speck: https://media4schools.de/berufeglossar/ oder hier: https://tiefenschaerfe.de/berufe-it-medien/
    1. und/oder: Berufe-Net der Agentur für Arbeit: Direkt-Link oder: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/berufsfelder/suchergebnisseBerufsfelder&fil=eJwzNCAKGIIAcUqJBABqvRa3
  5. Artikel: Ausgebremst! Corona, Homeschooling & die Folgen für Ki/Ju https://erkant.de/corona-hinterfragt/
  6. Bitkom, 1/2022: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/IT-Fachkraefteluecke-wird-groesser
  7. Statistiken zu Schulen:
    1. Destatis: 3/2022: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Schulen/_inhalt.html
    2. Oder: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=themes&levelindex=0&levelid=1653726058568&code=21#abreadcrumb
      1. Allgemeinbildende. Schulen (GS, GMS, GYM, Sonder-) : https://www.statistischebibliothek.de/mir/receive/DEHeft_mods_00136642
      2. Berufsschulen: https://www.statistischebibliothek.de/mir/receive/DEHeft_mods_00136955
    3. Digitalpakt:
  1. Honorar-Gehalts-Vergleich: https://tiefenschaerfe.de/was-kosten-freiberufler/
  2. Informatik-Pflichtfach:
    1. https://informatik-monitor.de/
    2. https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Presse/PI/2021/November_2021/III_informatik.html
    3. https://fachportal.lernnetz.de/sh/faecher/informatik/aktuelles/pilotphase-pflichtfach.html

 

Online-Schülerzeitungen sind Produkte, die wie ein (Schüler-) Unternehmen gegründet und geführt werden müssen – das ist eine Herausforderung: Redaktions-Mitglieder (Schüler:innen) setzen dabei ihre Kreativität und verschiedenste Begabungen ein – wodurch sie gefördert, gefordert und gestärkt werden können.


Dieser Beitrag von Autorin Susanne Braun-Speck ist ein Auszug aus dem Community-Buch “Kreative und (Hoch-) Begabte in Schule finden, fördern und stärken” – an dem Buch arbeiten wir noch. Mit-Autor werden? Schau hier.

Online-Schülerzeitungs-Machen ist besonders förderlich für alle Beteiligten, weil diese – zeitgemäß – annähernd wie Digital-Unternehmer denken müssen: sie Gründen, erschaffen ein digitales Produkt, betreiben das „Unternehmen“ Schülerzeitung mit Bereichen wie Marketing, Vertrieb, Personalwesen, Organisation, etc. – das fördert den Unternehmergeist (Entrepreneurship)! Außerdem lernen sie dabei diverse digitale Methoden kennen, denn es geht im Redaktions-Alltag um Online-Recherchen, digitaler Arbeit im Content-Management-System, SEO, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, um die Produktion und Bearbeitung von digitalen Medien-Formaten wie Text, Bild, Videos, Audios, etc. – das ist in der Summe digitale Bildung pur.

Redaktions-Mitglieder können dabei verschiedenste Talente und Begabungen einbringen und entfalten!

Tipp 1: Selbst Lehrkräfte, welche eine Online-Schülerzeitung ins Leben rufen, um besonders Kreative & Begabte zu fördern, sollten dies nicht unter dem Deckmantel der Begabtenförderung tun. Schnell würden die beteiligten Schüler:innen schräg angeguckt, ggf. als Nerds betrachtet oder sogar gemobbt werden. Besser ist: Das Kollegium darum zu bitten, unten aufgeführte Talente unter den Schüler:innen zu suchen und für die (Online-) Schülerzeitung zu empfehlen.

Bei Online-Schülerzeitungen gibt es verschiedenste Rollen und Positionen, welche unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse brauchen.

  • Führungskräfte / Organisatoren. Jede Schülerzeitung hat Antreiber, Menschen welche die Fäden in der Hand halten und alles organisieren und planen. Tatsächlich ist es so, dass wenige Schülerzeitungen ohne begleitende Lehrkräfte lange am Ball bleiben. Doch auch wenn eine Lehrkraft der Dreh- und Angelpunkt ist: Sie sollte es wenigstens gemeinsam mit ein, zwei, drei Redaktions-Leiter:innen aus der Schülerschaft das Zepter in der Hand halten ODER tatsächlich nur der begleitende Coach sein, der nur dann da ist, wenn er gebraucht wird (Offenes Wort? Letzteres gibt es eher selten.). Auf jeden Fall ist das Führen und Organisieren ein ganz eigenes Talent.
  • Influencer / Speaker – sind Goldwert. Es gibt ja überall im Leben immer irgendwelche „Schnacker“, die gerne im Rampenlicht stehen und ziemlich von sich überzeugt sind und entsprechend selbstbewusst auftreten. Für Schülerzeitungen sind die Goldwert, wenn sie zudem sympathisch sind und bei Anderen gut ankommen. Wenn diese von der Schülerzeitung überzeugt sind und damit unter der Schülerschaft (den Lesern = der Zielgruppe) mit ihrer Überzeugung hausieren gehen – auf Schulevents, in der Schülervertretung, etc. – dann ist das sehr werbewirksam. Gerne natürlich auch digital, als Influencer für die Schülerzeitung z. B. auf Instagram.
  • IT-Nerds. Es klingt verlockend, „Informatiker“ oder solche, die es mal werden wollen, im Redaktionsteam zu haben, um die Website zu betreuen. Aber zweimal Achtung: 1. überschätzen viele Schüler:innen mit Web-/Internet- und/oder Informatik-Knowhow ihre Fähigkeiten. Sie glauben, ein Content-Management-System sei leicht zu betreuen – aber ihnen fehlen neben Informatik-Kenntnissen, andere (z.B. Datenschutz-) und tiefere (z.B. Webdesign-) Kenntnisse! Denn: Wie im echten Berufsleben, sind Informatiker keine Designer, auch keine Webdesigner, ebenfalls sind sie keine Content-Manager. Alles sind eigenständige Berufsbilder. Entsprechend habe ich, als „Online-Schülerzeitungs-Entwicklerin“, leider oft beobachtet, wie schön designte Websites mit der Zeit verdorben worden sind. Kurzum: Natürlich passen IT-Nerds in ein Online-Schülerzeitungs-Team, aber sie sollten nicht freie Hand haben, sondern mit folgenden Talenten zusammenarbeiten:
  • Künstlern. Schüler:innen, welche künstlerisch begabt* sind und zum Beispiel ständig freihändig Zeichnen und/oder Malen (was Hochbegabte in jedem Fall auch im Unterricht gerne nebenbei tun), dabei realitätsnahe und/oder interessante Kunstwerke erschaffen, haben in der Regel einen guten Blick und Kenntnisse in Bezug auf Design mit Farben, Formen, Aufteilungen, Schriften, etc. Solche Schüler:innen sind wichtig für Online-Schülerzeitungen! Sie sollten ggf. eng mit den Autoren / den Redakteuren zusammen arbeiten, um zum Beispiel die richtigen Fotos etc. auszusuchen (weil sie einen Blick für Farben und Motive haben). Außerdem sollten sie eng mit den IT-Nerds zusammen arbeiten, um ein stimmiges, schönes Layout auf der Online-Schülerzeitung zu haben.

*Hinweis: Gemeint sind auch hier NICHT solche, welche den Lernplan durch Fleiß oder Ausdauer besonders gut erfüllen können; siehe Einleitung zum Buch: Wer Ausmalbilder sorgfältig ausfüllt, ist kein Kunsttalent und wer eines ist, sollte in keinem Fall genötigt werden, Ausmalbilder auszufüllen oder Motive auf Kindergarten-Niveau abzuliefern.

  • Fotografen & Videoproducer. In Zeiten von digitalen Medien, insbesondere beim Betreiben von Online-Schülerzeitungen sind natürlich Schüler:innen, welche gerne und gut Fotografieren und solche, die wissen, wie Videos für digitale Medien produziert werden, enorm wichtig. Zwar können kostenfreie Fotos und Videos von Online-Portalen wie Pixabay.de oder Pexels.com genutzt werden, aber: Es gibt auch viele Zeitungsartikel, welche eigene Medien brauchen: Interviews, Artikel über Events und Aktionen der eigenen Schule, Reiseberichte (Klassenfahrten), etc. Und ja, auch Fotografieren und Filmen (sowie Videoschnitt) erfordern spezielle Kenntnisse und besonders kreative Talente. Fotos aus spannenden Perspektiven und mit Sinn (es ist erstaunlich, wie oft Fotos überhaupt nicht zum Artikelthema passen oder farblich nicht zum Layout der Schülerzeitung passen …) und kleine Videos bereichern jede Online-Schülerzeitung. Schlussendlich helfen sie insbesondere dabei, es auch so weit zu bringen, irgendwann bei einem Schülerzeitungs-Wettbewerb ausgezeichnet zu werden.
  • Sprachbegabte / Interviewer – Schüler:innen welche „Reden“ können und gefühlt Jedem ein „Auto“ verkaufen könnten, sind in der Regel nicht nur sehr kommunikativ, sondern auch offen und neugierig und wissen, wie sie die richtigen Fragen stellen können. Wer solche Talente hat, ist perfekt für Interviews geeignet. Hinweis: Dies bedeutet nicht, dass diese auch Schreiben können und wollen! Dafür braucht eine Redaktion:
  • Schreibtalente / Autoren. Schüler:innen welche ein Talent zum Schreiben haben, sind natürlich perfekt in einer Redaktion aufgehoben. Hier können sie sich kreativ ausleben und Artikel schreiben, Hirngespinsten nachgehen und (Fake-) News hinterfragen; sie können quer denken, auch mit unbequemen Fragen Leuten auf die Nerven gehen, auch tiefsinnige Themen aufgreifen und Fachartikel schreiben.
    • Wichtig ist hier: Schreibtalente sind solche, denen ohne viel nachzudenken, die Worte aus dem Hirn in die Fingerspitzen fließen. NICHT gemeint sind Schüler:innen, welche gute Deutsch-Noten haben, da sie fleißig sind und/oder Rechtschreibung und Grammatik besonders gut beherrschen. Ein Talent zeigt sich eher nicht durch das Halten an Regeln, sondern eher im Gegenteil – Texte von Schreibtalenten / Hochbegabten im Bereich Sprache sind teilweise sehr vielschichtig, haben verschachtelte, lange Sätze und wirken manchmal irgendwie abstrakt.
      • Der Weg ist, diese Schreibtalente zunächst einmal Schreiben zu lassen, was und wie sie möchten und erst im zweiten Schritt ihnen dabei zu helfen, ihre Texte leserlich und verständlich zu machen (durch Kürzen der Sätze, Dinge auf den Punkt bringen; Fachsprache in Allgemeinsprache übersetzen, etc.) Letzteres ist ein guter Job für Deutsch-Lehrkräfte.
  • Korrektor:innen. Es bietet sich an, die kreativen Redakteure schreiben zu lassen und auch die erste Korrektur selbst machen zu lassen, aber im Nachgang dann Schüler:innen mit sehr guten Deutsch-Kenntnissen die Texte im Detail Korrekturlesen zu lassen. Das sind die Korrektor:innen – sie achten auf Rechtschreibung, Grammatik, Typografie, Stil, Interpunktion, sachlicher und teilweise auch inhaltlicher Richtigkeit, etc.

Tipp 2: Es ist wichtig, zwischen Autor:innen und Korrektor:innen zu unterscheiden und so kreativen Redaktions-Mitgliedern auf Dauer nicht die Lust am Schülerzeitungsmachen wieder zu verderben. Mach es als begleitende Lehrkraft eine Schülerzeitung nicht zu einem Deutsch-Lernprojekt. Es klingt verlockend und logisch besonders auf richtige Rechtschreibung und Grammatik zu achten, aber tatsächlich haben die kreativen Schreibtalente keine Lust dazu. Sie möchten Themen auf den Tisch bringen, oder sich engagieren, oder was auch immer der Grund ist für ihre Teilnahme in der Redaktion. Was sie nicht möchten, ist Deutsch üben oder sich im Kleinklein der Rechtschreibung aufhalten.

Workshops bzw. Fortbildungen dazu sind auf Media4Schools.de zu finden!

Auf dem Bild oben: die vier besten Schülerzeitungen (3 von 4 digital > Online-Schülerzeitungen) von Schleswig-Holstein des SZW-SH – wir freuen uns für sie. Eine davon – erkant.de – ist ein Projekt unseres Vereins und wird von unserer Vereinsvorsitzenden seit 2017 begleitet. Zwei weitere der Vier sind von uns im Rahmen der OKSH-Förderung technisch aufgesetzt worden. Außerdem nahmen die begleitenden Lehrkräfte an unseren Workshops teil.

“Ich fühle mich als Online-Schülerzeitungs-Macherin :-) – aber nicht nur in SH. Ich biete Workshops dazu mittlerweile bundesweit an”, meinte Vorsitzende Susanne Braun-Speck. “Bei der inhaltlichen sowie technischen Umsetzung ist für mich die Herausforderung, zusammen mit Lehrkräften und Schüler:innen jeweils einen eigenen (Marken-) Namen und ein individuelles Corporate Design zu entwickeln. Dabei gehen wir wie bei einer Unternehmensgründung vor, sofern die jeweilige Schülerzeitung nicht vorher schon bestand und es insbesondere den Namen ggf. schon gab. Aber tatsächlich starten die meisten Online-Schülerzeitungen ganz neu, wie zum Beispiel die zweite jetzt Ausgezeichnete – die GMS-Unzensiert. Aber auch die älteste Schülerzeitung von Schleswig-Holstein – die Weiße Brücke – habe ich 2021 bei der digitalen Realisierung begleitet.”

Ausgezeichnet wurden 3 Online-, sowie 1 Print-Zeitung – Screenshots:


Online-Schülerzeitungen sind digitale Produkte & damit digitale Bildung pur!

Online-Schülerzeitungs-Machen ist besonders förderlich für Schulen, Lehrkräfte und Schüler sowie Ausbildungsbetriebe (es kann auch Azubi-Betriebszeitungen geben), weil sie dabei ein Stück weit wie Digital-Unternehmer denken müssen, denn: sie Gründen, erschaffen ein digitales Produkt, betreiben eine Zeitung mit Unternehmensbereichen wie Marketing, Vertrieb, Personalwesen UND lernen dabei sehr viele digitale Methoden und Tools kennen. Es geht dabei um Content-Entwicklung, digitale Projektarbeit, SEO, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, digitale Medien-Formate wie Text, Bild, Videos, Audios, etc. – das ist Digitale Bildung  pur!

Hier sind unsere Workshops dazu: https://media4schools.de/kurse/

In den letzten Wochen sind neben den 5 neuen in 2021 auch bereits 2022 einige neue Online-Schülerzeitungen entstanden. Diese hier:

Neuer Workshop entwickelt von Saskia Tietz im Rahmen der Jugend-Kunst-Werkstatt vom sii-kids & -talents e.V. 12/2021. Auf Abruf buchbar – auch auf Distanz / per ViKo durchführbar! Bitte gerne anfragen bei kontakt@sii-kids.de

Rahmendaten:

  • Dauer: 4 U-Std.
  • Gruppengröße: 10-24 SuS
  • Altersgruppe: 5.-8. Jg.
  • als Präsenz- sowie als Distanz-Workshop durchführbar

Angepasst an die Altersgruppe beschäftigen wir uns mit dem Thema Upcycling. Dabei geht es zuerst um die verschiedenen Verpackungsmaterialien und Gebrauchsgegenstände, deren Gewinnung und Gebrauch und die daraus resultierenden Probleme für die Umwelt.

Durch kurze Inputs werden die SuS für das Thema sensibilisiert und motiviert aktiv etwas zur Reduzierung von Müll beizutragen. In gemeinsamen Gesprächen wird das eigene Konsumverhalten reflektiert und Möglichkeiten eines nachhaltigeren Konsumverhaltens besprochen und aufgezeigt.

Neben dem nachhaltigen Verbrauch und dem Vermeiden dieser Verpackungsarten, wird den SuS aufgezeigt, wie aus Müll und ausgedienten Gegenständen etwas Neues entstehen kann. Es werden verschiedene Ideen vorgeschlagen und gesammelt. Je nach Altersgruppe kann hier variiert werden. Für jüngere Jahrgänge wird aus altem Verpackungsmaterial gebastelt und Deko hergestellt. Ältere Jahrgänge stellen aus Müll Schmuck her, werten Kleidungsstücke und Textilien neu auf oder bringen ganz eigene Ideen mit ein.

Lernziele:

  • SDGs allgemein
  • SDG 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion
  • SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz

Die SuS erfahren, wie einige Rohstoffe produziert werden und erkennen den Zusammenhang zwischen eigenem Konsumverhalten und der Umwelt. Durch verschiedenste Upcycling-Möglichkeiten, erleben sie, wie einfach nachhaltiges, ressourcenschonendes Konsumverhalten sein kann. Sie werden inspiriert, etwas Eigenes herzustellen und werden selbst aktiv im kreativen Handwerk. Am Ende des Workshops haben alle SuS mindestens ein eigenes Produkt aus Verpackungsmaterial hergestellt.

Ablauf:

  • Input durch Kurzfilm zum Thema
  • Reflektion des eigenen Konsumverhaltens in der Gruppe anhand von Leitfragen
  • Gemeinsames Besprechen der Ergebnisse und Verbesserungsmöglichkeiten
  • Verschiedenste Möglichkeiten des Upcyclings mit Kurzfilm präsentieren
  • Ideen finden anhand von vorhandenen Materialien
  • Produktion eigener Werke
  • Vorstellung der entstandenen Werke

Benötigte Materialien:

  • Verpackungsmaterialien aus dem Haushalt (z.B. Tetrapacks, Kaffeekapseln, Dosen, Dosenöffner, Altpapier, alte Cd´s, alte Kleidung, Einweckgläser und weiteres)
  • Handwerkzeug:
  • Set „Schmuckhandwerk“
  • Klebe
  • Schere
  • Nähzeug

Ab Mitte August sind folgende Media4Teens- sowie Media4Schools-Kurse im Angebot. Alle finden digital per BigBlueButton-Videokonferenz statt. Schulgruppen sowie einzelne Pädagogen und Schülervertreter aus Schleswig-Holstein können diese über das IQSH oder unseren Verein wahrnehmen. Es gibt Abruf- & Termin-Veranstaltungen.


Kostenfreie Termin-Veranstaltungen (für einzelne Lehrkräfte):

  • Digitale Projekte günstig planen – egal ob Lernportal, Schülerzeitung, Wiki oder Website.
    • Termin: 01.09. > Anmeldung: PRV0088
  • Einführung „Online-Schul- oder Schülerzeitung entwickeln“ & Medien-Recht
    • Termin: 22.09. > Anmeldung: PRV0089
  • Praxisarbeit mit WordPress. Online-Texte & digitale Medien fürs Internet gestalten.
    • Termin: 20.10.> Anmeldung: PRV0090
  •  Online-Marketing & soziale Medien für Schulen nutzbar machen
    • Termin: 10.11. > Anmeldung: PRV0092

kostenfreie Workshops für Schülerzeitungsgruppen / Jugendredakteure mit 1 bis 2 Lehrkräften:

  • Für Beginner: Online-Schülerzeitungen gründen, aber wie?
    1. Termin: 26.8. von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr
    2. Termin: 16.9. von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr

Anmeldung hierfür per E-Mail an: s.braun-speck@sii-kids.de

In diesem Kurs lernen die Teilnehmer, wie eine Online-Schüler- oder Schulzeitung funktioniert, gestaltet und strukturiert sowie mit multimedialem Content (redaktioneller Arbeit) gefüllt wird. Die ersten Schritte der Gründung und zum technischen Aufbau werden besprochen.

Im Anschluss könnt ihr zudem Eure Online-Schülerzeitung kostenfrei technisch erstellt bekommen! Siehe Blogbeitrag dazu.


Kostenpflichtige Abruf-Veranstaltungen für Gruppen:

(in SH übers Schulbudget buchbar):

  • Homeschooling – Online-Konferenzen mit Schülern u/o Kollegen auf BigBlueButton führen (Formix: PRV0104)
  • DigitalGenial: Medien-Kompetenz für Beginner, digitale Bewerbungen & Projektarbeiten (Formix: FFB0068)
  • Online-Schülerzeitungen entwickeln & betreuen – so geht es! (Formix: PRV0108)
  • BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel: “Nachhaltige Smartphones, digital präsentiert” (Formix: PRV0099)

Dienstleistungen der Hauptreferentin von Media4Schools, Susanne Braun-Speck